Luftfracht digital Ein digitales Testfeld optimiert Luftfracht-Abläufe

Redakteur: Peter Königsreuther

Ein mit rund 7 Millionen Euro gefördertes Forschungsprojekt unter dem Titel „Digitales Testfeld Air Cargo“ soll dazu führen, dass die Leistung in puncto Luftfracht-Transportkette verbessert wird.

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Jetzt fiel der Startschuss für das vom Fraunhofer-IML federführend geleitete Projekt „Digitales Testfeld Air Cargo“. Damit soll die Leistungsfähigkeit der Luftfracht-Transportkette durch eine bessere Vernetzung aller Beteiligten plus Digitalisierung gesteigert werden. Das BMVI stellt dafür rund 7 Millionen Euro zur Verfügung.
Jetzt fiel der Startschuss für das vom Fraunhofer-IML federführend geleitete Projekt „Digitales Testfeld Air Cargo“. Damit soll die Leistungsfähigkeit der Luftfracht-Transportkette durch eine bessere Vernetzung aller Beteiligten plus Digitalisierung gesteigert werden. Das BMVI stellt dafür rund 7 Millionen Euro zur Verfügung.
(Bild: VCG)

Mitte September 2021 fiel der Startschuss für ein sich branchenweit spannendes Forschungsprojekt in der Luftfrachtlogistik, das vom Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) federführend betreut wird. Dafür wollen die beteiligten Partner einen neutralen deutschlandweit geltenden Forschungsrahmen schaffen, der luftfrachtspezifische Forschungsaktivitäten bündelt und Digitalisierungsansätze in den verschiedenen Prozessabschnitten aufzeigt. Nicht zuletzt sollen die Ergebnisse auch verfügbar gemacht werden, heißt es.

Die Anforderungen aller an der Luftfracht beteiligten erfüllen

Über einen Zeitraum von drei Jahren werde das Fraunhofer-IML und die Frankfurt University of Applied Sciences in sechs Teilprojekten integrierende und übergreifende „Leuchtturm-Ansätze“ entwickeln und diese demonstrieren. Die Durchführung dieser Projekte ist mit acht festen operativen Projektpartnern sowie einem assoziierten Partner geplant. Der Zusammenschluss unterschiedlicher Akteure, die aus der gesamten Luftfrachtlogistik inklusive des Vor- und Nachlaufs stammten, ermögliche es, die Blickwinkel und Anforderungen an die Weiterentwicklungen aller Branchenvertreter einzubringen und zu berücksichtigen. Das schafft zum einen die Möglichkeit, standortübergreifende Digitalisierungssysteme zu entwickeln und auch die Akzeptanz für die Implementierung in bestehende Prozessabläufe.

Luftfracht-Standorte starten erstmals gemeinsam durch

Damit soll die Luftfracht digitaler und in Folge dessen effizienter werden. Das gelinge aber nur, wenn die vorhandenen Kapazitäten besser genutzt und die Prozesse optimiert würden. Deshalb erarbeiten die IML-Forschenden an den deutschen Flughafenstandorten digitale Möglichkeiten, mit denen die Luftfracht beschleunigt und die Emissionen reduziert werden können. Alle wichtigen Standorte in Deutschland arbeiten erstmals gemeinsam daran, den Luftfrachtstandort Deutschland zu stärken: München, Frankfurt, Leipzig und Köln! Bei diesem Projekt bringe das IML alle Beteiligten zusammen und stelle so den deutschen Standort zukunftsfähig für den internationalen Wettbewerb auf, betont Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Vom Datenaustausch bis zur KI-basierten Unterstützung

Das BMVI stellt für die Umsetzung rund 7 Millionen Euro zur Verfügung. Inhaltlich umfasst das Projekt die drei Themenfelder „Standardisierter Datenaustausch zwischen den Stakeholdern der Luftfrachttransportkette mit Bezug zu nationalen und internationalen Initiativen“ (etwa eFTI und ONE Record), „Automatisierung von Disposition, Handling und Transport“ sowie „Mehrwert durch KI-gestützte Optimierung und Prognosen“. Zu den Konsortialpartnern gehören neben den genannten Flughäfen auch die Lufthansa Cargo AG, DB Schenker und die Sovereign Speed GmbH als Logistikdienstleister, sowie die CHI Deutschland Cargo Handling GmbH. Ebenso ist die LUG aircargo handling GmbH als erster assoziierter Partner beteiligt.

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