Digitaler Zwilling Ein digitales Abbild von Deutschland

Redakteur: Sandro Kipar

Das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) will einen digitalen Zwilling von Deutschland erstellen. Die gesamte Bundesrepublik soll hoch aufgelöst und dreidimensional abgebildet werden.

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Was passiert, wenn der Rhein über die Ufer tritt? Ein 3D-Modell von Deutschland soll Simulationen von solchen Katastrophen verbessern.
Was passiert, wenn der Rhein über die Ufer tritt? Ein 3D-Modell von Deutschland soll Simulationen von solchen Katastrophen verbessern.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Was passiert, wenn der Rhein über die Ufer tritt? Welche Landstriche und Städte sind in welchem Ausmaß betroffen? Um diese Fragen in Zukunft besser beantworten zu können, will das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) einen digitalen Zwilling von Deutschland erstellen. Laut dem BKG soll ein dreidimensionales Oberflächenmodell entstehen, in dem alle relevanten Objekte auf der Erdoberfläche enthalten sind. Dies können Bäume und Hochhäuser, aber auch einfache Ampeln sein.

Der digitale Zwilling soll ein Werkzeug zur Bewältigung der Folgen des Klimawandels werden, heißt es weiter. Er bilde mit einer Bodenauflösung von mindestens 30 Zentimetern im gesamten Bundesgebiet die Grundlage für Simulationen zu möglichen Handlungsalternativen und Szenarien. Als erster Schritt ist bereits am 7. Oktober ein Messflugzeug gestartet, das bis zum Ende des Jahres eine Fläche von etwa 8.000 Quadratkilometern in der Metropolregion Hamburg in 3D erfassen wird. Ist das Demonstrationsprojekt erfolgreich, werde 2022 mit dem Aufbau des digitalen Zwillings begonnen. Das BKG rechnet damit, dass ein erster bundesweiter 3D-Datensatz bis 2024 präsentiert werden kann.

Und wie steht es um die Pflege der Daten? Laut dem BKG ist ein Aktualisierungszyklus von drei Jahren geplant. Damit soll das bundesweite 3D-Modell auf dem neuesten Stand bleiben.

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