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IoT-Betriebssysteme

Effizienz durch Zustandsüberwachung

| Autor/ Redakteur: Frank Kovacs* / Sebastian Human

Um in der modernen Fertigung wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Unternehmen nicht nur Produkte von höchster Qualität anbieten, sondern auch die Betriebseffizienz in der globalen Wertschöpfungskette maximieren.

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Ein hochwertiges IoT-Betriebsbetriebssystem kann maßgeblich zu einer Effizienzsteigerung beitragen.
Ein hochwertiges IoT-Betriebsbetriebssystem kann maßgeblich zu einer Effizienzsteigerung beitragen.
(Bild: Pixabay / CC0)

Eine konstante Herausforderung, die die Profitabilität in der Fertigungsindustrie unter Druck setzt, sind ungeplante Stillstandzeiten aufgrund des Ausfalls kritischer Assets. Die Ursache dieser Herausforderung liegt in der mangelnden Transparenz der Maschinenleistung im Fertigungsbereich zum Vorhersagen und Verhindern des Assetausfalls. Eine Möglichkeit, die Unternehmen zum Minimieren des Risikos nutzen können, ist die Zustandsüberwachung. Diese bezeichnet die Überwachung der Parameter eines bestimmten Assets inklusive Alarmen und Benachrichtigungen zu wichtigen Leistungskennzahlen (KPIs) bei Anomalien, also Abweichungen von definierten Steuerungsbereichen, um die Leistung transparent zu machen und über die Notwendigkeit der Überprüfung von Assets zu informieren. Diese Überwachung setzt präzise und kontinuierliche Eingabedaten von zahlreichen Sensoren und Parametern in Echtzeit oder fast in Echtzeit voraus.

Erweiterung von Leistung, Sichtbarkeit und Einblicken

Mit den neu verfügbaren Sensordaten des Internet der Dinge kann die Zustandsüberwachung Anlagenbetreiber nicht nur dann warnen, wenn Unregelmäßigkeiten auftreten, sondern schon, bevor diese auftreten oder gar kritisch werden. Dies kann den Ausfall im Fertigungsbereich über mehrere Standorte hinweg verhindern. Ein cloudbasiertes, offenes IoT-Betriebssystem wie die Siemens MindSphere bietet spezifische Anwendungen und Lösungen unter Verwendung von Sensordaten zur Zustandsüberwachung. So müssen IT-Teams und Entwickler IoT-Lösungen nicht von Grund auf neu programmieren.

Die IoT-Konnektivitätsherausforderung annehmen

Mit einer entsprechenden End-to-End-Lösung können Unternehmen mit minimalen oder ganz ohne Infrastrukturinvestitionen und ohne Ressourcenlücke oder Betriebsausfallzeit arbeiten. Ganz zu Beginn ist eine Lösung zum Sammeln und Übertragen von Daten in das IoT-Betriebssystem, also eine sichere Konnektivitätsschicht, die Maschinen, Produkte, Anlagen und Systeme mit dem OS verknüpft, von Vorteil. Gute Konnektivitätslösungen beinhalten Software- und Hardwareoptionen, die auch die Verbindung von Assets anderer Anbieter ermöglichen. Hierdurch ist ein sofortiger Start der Zustandsüberwachung möglich – auch bei älteren Geräten. Die Unterstützung vieler Feldprotokolle ist im Idealfall vorkonfiguriert, eine große Zahl von Hardwarekonnektivitäts-Agents überbrückt die Lücke für andere Protokolle.

Skalieren der Analyse gemäß des Unternehmenswachstums

Die individuellen Datensätze, Betriebsprozesse und Geschäftsfaktoren von Herstellern fordern schnellen Zugriff auf Ergebnisse, die als Handlungsgrundlage dienen. Die Flexibilität eines entsprechenden IoT-Betriebssystems wie der MindSphere erlaubt es, die Fähigkeiten im Laufe der Zeit zu erweitern. Perfekt ist es, wenn ein globales Partnerökosystem bereitsteht, der jeweiligen IoT-Strategie Impulse zu liefern und sie zu unterstützen.

Mit einer skalierbaren Cloudinfrastruktur auf Basis der Cloud Foundry zusammen mit nativem Cloudzugriff können Entwickler mit Zugriff auf offene Anwendungsprogrammierschnittstellen (APIs) wiederverwendbare Dienste und Komponenten inklusive Parsing, Analyse und Visualisierung nutzen, um die Bereitstellung zu beschleunigen.

Problemlösung in der realen Welt mit Zustandsüberwachung

Als kostengünstige Lösung, die Automatisierungs- und Produktionsassets zum Sammeln von Betriebsdaten verbindet, die in ihm analysiert und visualisiert werden können, hilft ein durchdachtes IoT-Betriebssystem dabei, die Herausforderung der Zustandsüberwachung zu meistern. Mittels Alarmen und Benachrichtigungen zu KPIs in einem browserbasierten Dashboard sorgt es für Transparenz der Betriebsleistung.

Fazit

Der Trend zur Digitalisierung von Industrieanlagen wird bereits weitgehend umgesetzt. Unternehmen sollten damit nicht lange warten, um profitabel und wettbewerbsfähig zu bleiben. Jetzt können Betreiber sowohl in älteren als auch aktuellen Infrastrukturen Verbindungen mit Daten herstellen, sie sammeln und analysieren, um sofort Maschinen an einem zentralen Ort zu überwachen. Wer von der gesteigerten Betriebstransparenz und Maschinenbetriebszeit profitieren möchte, ist mit einem guten IoT-Betriebssystem auf dem richtigen Weg.

* Frank Kovacs ist Leiter des Content Marketings für Siemens MindSphere.

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