Studie

Effizienter Entwickler-Einsatz kann Unternehmenserfolg steigern

| Redakteur: Lisa Marie Waschbusch

60 Prozent der Entwickler in Deutschland verwenden laut einer aktuellen Studie zu viel Zeit mit der Wartung veralteter Systeme.
60 Prozent der Entwickler in Deutschland verwenden laut einer aktuellen Studie zu viel Zeit mit der Wartung veralteter Systeme. (Bild: Pixabay / CC0)

Die Payment-Plattform Stripe hat eine internationale Studie zur Rolle von Entwicklern in Unternehmen veröffentlicht. Das Ergebnis: Entwickler könnten den Unternehmenserfolg drastisch erhöhen, wenn sie effektiv eingesetzt würden.

Ein produktiverer Einsatz der weltweiten Entwicklerressourcen könnte die globale Wirtschaftsleistung in den nächsten zehn Jahren um 2,6 Billionen Euro steigern. Das ist das Ergebnis einer Studie der Payment-Plattform Stripe, an der mehr als 1.400 Entwickler und Führungskräfte aus fast 30 Branchen teilgenommen haben.

Demnach verbringen Entwickler im Schnitt 17 Stunden pro Woche damit, sich mit Wartungsproblemen wie Debugging oder Refactoring zu beschäftigen. Zusätzlich fallen im Schnitt noch vier Stunden pro Woche für die Wartung veralteter Software-Systeme an, wodurch die Unternehmen weltweit mehr als 25 Milliarden Euro verlieren, so die Studie. 60 Prozent der Befragten stimmten in Deutschland der Aussage zu, dass Entwickler zu viel Zeit mit veralteten Systemen vergeuden. In den USA hingegen liegt der Wert bei 47 Prozent. Zwei Drittel der Entwickler sind der Auffassung, dass klare Prioritäten, Verantwortlichkeiten und langfristig gesetzte Produktziele die eigene Produktivität verbessern würden.

Nachfrage nach Software-Ingenieuren hoch

Mit der fortschreitenden Entwicklung von Technologie ist die Nachfrage nach gut ausgebildeten Software-Ingenieuren auf einem Höchststand. Führungskräfte berichten, dass der Mangel an gut ausgebildeten Entwicklern eine der größten potenziellen Gefahren für ihr Unternehmen darstelle. Tatsächlich sorgen sie sich mehr um den Zugang zu qualifizierten Entwicklern (34 Prozent) als um den Zugang zu Kapital (27 Prozent). Im letzten Jahr ist die Zahl der Entwickler und Software-Ingenieure in Unternehmen weltweit gestiegen. Allerdings gaben in Deutschland lediglich 46 Prozent der Befragten an, dass dies auch in ihrem Unternehmen der Fall war – im weltweiten Vergleich ist das der niedrigste Wert.

Führungskräfte in allen Ländern haben den deutlich gewachsenen Wettbewerb in der Technologiebranche erkannt. Deshalb stellen sie in den nächsten fünf Jahren Investitionen in Infrastruktur, Forschung und Entwicklung sowie Personal in den Vordergrund. Sowohl Entwickler als auch die obersten Führungskräfte sind sich einig, dass Künstliche Intelligenz, das Internet der Dinge und die API-Economy heute den größten Einfluss auf ihr Geschäft haben. Entwickler sind besorgt, nicht über die richtige Technologieinfrastruktur und ausreichend qualifizierte Mitarbeiter zu verfügen.

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