Digitale Modelle Effiziente Helfer für die Transformation von Geschäftsmodellen

Ein Gastbeitrag von Eric Prevost

Der Management-Pionier Peter Drucker sagte einmal: „Effizienz tut Dinge richtig, Effektivität tut die richtigen Dinge.“ Jede Maßnahme muss deshalb sowohl über eine strategische Ausrichtung verfügen als auch für maximale Effizienz optimiert sein.

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Neben der Einführung neuer Technologien hängt die digitale Fähigkeit von Unternehmen davon ab, ob ihnen das notwendige Rüstzeug zur Verfügung steht.
Neben der Einführung neuer Technologien hängt die digitale Fähigkeit von Unternehmen davon ab, ob ihnen das notwendige Rüstzeug zur Verfügung steht.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Hersteller haben sich in den letzten Jahren damit beschäftigt, ihre Daten zu erfassen und neue IoT-Sensoren, -Architekturen und -Anwendungen einzuführen, um Prozesse besser zu verstehen und sie für Effizienz zu optimieren. Wenn es jedoch um die digitale Transformation geht, sehen einige Hersteller den Wald vor Bäumen nicht mehr, da sie ihren Fokus zu sehr auf die Effizienz allein richten. Eine McKinsey-Studie hat vor diesem Hintergrund festgestellt, dass 70 Prozent der digitalen Transformationsinitiativen ihre Ziele nicht erreichen.

Die Vorreiter der Branche wollen jedoch mehr als nur Effizienz. Die 2020er-Jahre werden das Jahrzehnt sein, in dem sich ausgereifte, nuancierte Ansätze für die digitale Transformation im verarbeitenden Gewerbe entwickeln. Hersteller setzen Cloud-Anwendungen effektiver und gezielter ein und erzielen so bessere Geschäftsergebnisse.

Neue Modelle auf Basis von Daten

Noch vor dem Zeitalter der Digitalisierung wurde ein Verkaufsprozess lediglich als ein zu einem bestimmten Zeitpunkt durchgeführter und abgeschlossener Vorgang betrachtet. Ein Kunde entscheidet sich dazu, einen Kauf zu tätigen, er erhält das Produkt und wenn er damit zufrieden ist, ist das das Ende der Beteiligung des Herstellers. Heute bieten Unternehmen jedoch zunehmend laufende Wartungen und andere Dienstleistungen als Teil des Verkaufsprozesses an.

Neue Ansätze gehen nach diesem Modell weit über einzelne Interaktionen mit dem Kunden bei dessen Transaktionen hinaus. Heutzutage werden vermehrt Daten zur Zusammenführung von Vertrieb und Service genutzt. Das Ergebnis ist der Übergang zu einem nutzungsabhängigem und ergebnisorientiertem Modell, das auf der Bereitstellung von Mehrwerten basiert wie das zum Beispiel bei Konnektivität als Service der Fall ist. Ausgehend von der Kundennutzung können Hersteller personalisierte Services anbieten und IoT-Lösungen verwenden, um erforderliche Wartungsarbeiten im Voraus zu erkennen und zu automatisieren.

Diese Modelle sollten von Cloud-Plattformen unterstützt werden, damit Hersteller die Möglichkeit erhalten, ihre Abläufe zu vernetzen, Daten zu verwalten und zum anderen Maschinelles Lernen, wie etwa KI- und Analyselösungen, einführen können. Mit einer Suite von Cloud-Anwendungen können sie zudem kontinuierlich neue Features entwickeln und innovativ bleiben. Darüber hinaus verbessern Hersteller ihre Customer-Experience-Funktionen und gewinnen eine einheitliche Sicht auf ihre Kunden und Lösungen, die letztendlich für eine fortlaufende servicebasierte Beziehung unerlässlich ist.

Zirkularität ist die Zukunft

Zirkularität ist für die neuen Modelle von zentraler Bedeutung. Die globalen Volkswirtschaften produzieren jährlich 100 Milliarden Tonnen Material und sind dennoch nur zu 8,6 Prozent zirkulär. Dieser linearwirtschaftliche Produktionsansatz führt dazu, dass wir 65 Milliarden Tonnen Treibhausgase im Jahr 2030 erzeugen werden. Hersteller spielen eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, die Lücke in der Kreislaufwirtschaft zu schließen sowie Abfälle und Emissionen zu verringern.

Für Hersteller kann Zirkularität alles umfassen: von Aftermarket-Dienstleistungen während des gesamten Lebenszyklus einer Maschine bis hin zu Bekleidungsunternehmen, die Recyclingfasern und Weiterverkaufsplattformen verwenden, um Abfall in der Modeindustrie zu reduzieren. Dabei sollte die Wiederverwendung von Produkten und Rohstoffen unbedingt datengestützt erfolgen. Sobald Hersteller für den gesamten Lebenszyklus eines Produkts verantwortlich gemacht werden, benötigen sie Analysetools, die es ihnen erlauben, festzustellen wann und wie ein Produkt gewartet oder wiederverwendet werden kann.

Die Cloud als einfacher Effektivitätsbooster

In der Regel setzen Hersteller in erster Linie auf Cloud-Lösungen, wenn sie ihre Betriebsabläufe effektiver gestalten möchten. McKinsey fand 2021 heraus, dass 64 Prozent der Industrieunternehmen die Cloud aktiv nutzen, wobei 50 Prozent davon der Ansicht sind, dass Cloud-Technologien komplexer sind als ursprünglich erwartet. Anstatt zu versuchen, das Rad neu zu erfinden und alle Herausforderungen auf einmal zu meistern, erzielten die Hersteller den meisten Erfolg in puncto Effektivität, wenn sie die Cloud nutzten – etwa um neue Lösungen und Services unmittelbar anzuwenden und diese dann nach Bedarf zu skalieren.

Schulungen für die digitale Transformation

Neben der Einführung neuer Technologien hängt die digitale Fähigkeit von Unternehmen davon ab, ob ihnen das notwendige Rüstzeug zur Verfügung steht. Hersteller müssen sicherstellen, dass ihre Mitarbeiter in der effektiven Implementierung von Lösungen geschult werden und diese gegebenenfalls mit Umschulungen unterstützen. Dies stellt sicher, dass ein Unternehmen alle Vorteile der Cloud voll ausschöpft – sofern diese Schulungen auch unternehmensweit erfolgen.

Das Herzstück solcher Mitarbeiterschulungen sind wiederum digitale Lösungen. Das Digital Capability Center Venedig, ein Joint Venture zwischen McKinsey und Confindustria, das Oracle Fusion Cloud-Anwendungen nutzt, wurde kürzlich gegründet, um Herstellern praktische Hilfestellung bei der digitalen Transformation ihrer Abläufe zu vermitteln. Durch realistische Simulationen können Schulungsteilnehmer die rasche Prototypenerstellung erlernen, modulare Lösungen testen sowie praxisbezogene Erfahrungen sammeln. So erfahren die Mitarbeiter, wie digitale Funktionen die Produktivität, die Zusammenarbeit und Sicherheit sowohl im Werk als auch im Backoffice steigern können.

Mehr als effizient

Hersteller können mithilfe der genannten Beispiele nicht nur ihren Betrieb schrittweise effizienter gestalten, sondern auch ihre Betriebsmodelle transformieren. Langfristig gesehen werden sie dadurch nicht nur positive Ergebnisse für ihre Kunden erzielen, sondern auch die notwendige Zirkularität und Ressourcenproduktivität in ihre technologischen Ansätze einbinden.

Um das zu erreichen, ist es wichtig, dass sie die erforderlichen Tools für schnelle Tests, Iteration und der Skalierung neuer Lösungen nutzen. Gleichzeitig sollten die Hersteller ihre Mitarbeiter auf dem Weg zur digitalen Transformation mit den neuesten Schulungslösungen unterstützen. Wenn dies gelingt, steht im Ergebnis sowohl der Effizienz als auch der Effektivität nichts mehr im Wege.

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