IoT-Edge-Computing

EdgeX Foundry treibt Standardisierung voran

| Redakteur: Jürgen Schreier

Mit dem Launch ihres ersten großen Code Release - bekannt als "Barcelona"- geht das Open-Source-Projekt EdgeX Foundry einen weiteren Schritt in Richtung Standardisierung des IoT-Edge-Computing.
Mit dem Launch ihres ersten großen Code Release - bekannt als "Barcelona"- geht das Open-Source-Projekt EdgeX Foundry einen weiteren Schritt in Richtung Standardisierung des IoT-Edge-Computing. (Bild: Pixabay / CC0)

EdgeX Foundry, ein Open-Source-Projekt der Linux Foundation, bereitet den Launch des ersten großen Code Release vor - mit dem Ziel, ein Ökosystem für industrielle IoT-Lösungen aufzubauen. Außerdem kooperiert man künftig mit dem Industrial Internet Consortium (IIC), um die Interoperabilität von IIoT-Technologien zu verbessern.

Das Open-Source-Projekt EdgeX Foundry geht einen weiteren Schritt in Richtung Standardisierung des IoT-Edge-Computing. Wie der Newsletter „IoTI Informer“ des New Yorker IoT Institute berichtet, bereitet die Initiative der gemeinnützigen Linux Foundation den Launch ihres ersten großen Code Release - bekannt als "Barcelona" - vor: Mehr als 60 EdgeX-Mitglieder, darunter Samsung und Dell EMC, arbeiteten an dem Code. Die nächste Veröffentlichung mit dem Titel "California" ist für Juni 2018 geplant.

"Barcelona" ist die erste Code-Veröffentlichung von EdgeX Foundry seit dem Projektstart im April 2017 und stellt die gemeinsame Anstrengung des Projekts EdgeXFoundry dar, ein Ökosystem für industrielle IoT-Lösungen aufzubauen und zu unterstützen. EdgeX-Demonstrationen wurden in der vergangenen Woche auf dem IoT Solutions World Congress 2017 in Barcelona vorgestellt.

Kooperation mit IIC soll zu Best Practices für IIoT-Anwendungen führen

Darüber hinaus haben EdgeX Foundry und das Industrial Internet Consortium (IIC) einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Ziel ist, Best Practices für IIoT-Anwendungen zu ermitteln. Beide Organisationen wollen zudem an Projekten mitarbeiten, um die Interoperabilität von IIoT-Technologien zu verbessern.

Philip DesAutels, Geschäftsführer von EdgeX Foundry und Senior Director IoT bei der Linux Foundation, erläuterte im Gespräch mit dem IoT Institute die Standardisierungsaktivitäten seiner Organisation: "EdgeX will für IoT auf der industriellen Seite tun, was Apache für Websites getan hat. Wir wollen ein Ökosystem schaffen, um diese Initiative zu unterstützen wie mit Apache. In den frühen Tagen von Apache hatte dafür jeder plötzlich ein Plug-in. Wenn Sie einen Bildserver, einen Katalog oder einen Kreditkartenprozessor wollten, dann konnten Sie das bekommen. Ohne diese Art von Katalysator wird jedes IIoT-Projekt maßgeschneidert. Oder die Leute lösen ein Problem immer wieder aufs Neue, weil sie sie nicht wissen, dass dieses Problem bereits gelöst wurde."

Ohne Interoperabilität geht nichts voran

DesAutels äußerte sich außerdem über die "Protokoll- und Standardlandschaft" im Bereich de industriellen Internet der Dinge: "Mit dem IIoT ist es in der Regel so wie bei einem neuen Wi-Fi-Sensor. Sie können nicht einfach mit einem Stick irgendwo hingehen und dann funktioniert es. Ich bin in Fabriken gewesen, wo Steuerungstechnik im Einsatz war, die gut und gerne 50 Jahre auf dem Buckel hatte. Ich habe dort Maschinen gesehen, die noch analog gesteuert wurden und Maschinen, die über serielle Leitungen verbunden waren. Grundsätzlich ist das kein Problem, aber wir brauchen Interoperabilität. Immerhin: Die Dinge bessern sich. Die Automotive-Branche ist sehr schnell in Richtung Standards eingeschwenkt. Auch im im Facility Managements hat man sich auf das Projekt Haystack als gemeinsames Modell geeinigt. Wenn Verticals zusammenkommen und sich einig sind, dass sie nicht gegeneinander antreten und keine einseitigen Wettbewerbsvorteile auf koste aller anderen erzielen wollen, dann wird die Protokollsuppe sehr schnell verschwinden."

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