Schulungsprogramm für Quantencomputing weiterentwickelt Durch Know-how-Transfer zur Quantum Readiness

Von Fraunhofer IAO und Fraunhofer IAF

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Die Schlüsseltechnologie Quantencomputing soll schnellstmöglich Einzug in die deutsche Wirtschaft halten. Um dieses Ziel zu erreichen, entwickeln die beiden Fraunhofer Institute IAO und IAF ein Schulungsprogramm für Industrie und Forschung weiter.

Das Schulungsprogramm der Fraunhofer Institute IAO und IAF gibt Wissen zum Quantencomputing an Teilnehmende aus Forschung und Industrie weiter.
Das Schulungsprogramm der Fraunhofer Institute IAO und IAF gibt Wissen zum Quantencomputing an Teilnehmende aus Forschung und Industrie weiter.
(Bild: Fraunhofer)

In der industriellen Anwendung wird die Technologie des Quantencomputing relevanter. Laut den an der Entwicklung des Schulungsprogramm beteiligten Fraunhofer Instituten kann die Industrie in Zukunft maßgeblich von der praktischen Anwendung des Quantencomputings profitieren. Aber welche Probleme können konkret damit gelöst werden? Das Schulungsprogramm bietet eine Plattform für Wissenstransfer in diesem Bereich an.

Das Schulungsprogramm baut auf dem IBM Quantum System One auf, dem ersten kommerziell nutzbaren Quantencomputer Europas. In Kooperation mit der Fraunhofer Gesellschaft wird er deutschlandweit genutzt.

Wissenstransfer durch praxisnahes Schulungsprogramm

Anfang des Jahres 2022 entwickelten IAO und IAF ein einjähriges Quantencomputing-Schulungsprogramm für Forschende und Unternehmen. Dabei geht es darum, das identifizierte Bewusstsein für die Technologie mit fundierten Kenntnissen aus den Quantentechnologien und deren Programmierung zu untermauern. Mehr als 80 Teilnehmende hat das Programm bereits. Laut Fraunhofer ermöglicht es erste Erfahrungen mit realen Quantencomputern und spricht konkrete Handlungsempfehlungen bezüglich der Wettbewerbslandschaft aus.

Unternehmen bekommen dadurch einen Blick auf die aktuellen Entwicklungen rund um Quantencomputing und die Möglichkeit, selbst konkrete Schritte mit dem eigenen Unternehmen in diese Richtung zu gehen. Horst Stühler, Data Scientist bei der Zeppelin GmbH findet es wichtig, sich als Unternehmen mit der Quantentechnologie zu beschäftigen. Das grundlegende Wissen sei essenziell, um den Nutzen der Technologie zu begreifen und sie dann auch einsetzen zu können. „In Baden-Württemberg bringen wir mit unserem Schulungsprogramm einen wichtigen Mehrwert in das wachsende Quantencomputing-Ökosystem mit ein, da wir tiefgehendes Wissen vermitteln und damit die Industrie aber auch Forschende dazu befähigen, den aktuellen Stand der Forschung im Bereich Quantencomputing einschätzen zu können“, ergänzt Dr. Christian Tutschku, fachlicher Leiter des Schulungsprogramms und Leiter des Teams Quantencomputing am Fraunhofer IAO.

Ein wachsendes Ökosystem als Innovationstreiber

Laut offizieller Pressemitteilung der Fraunhofer Institute wecken besonders die Themenfelder der Post-Kryptografie im Finanzsektor als auch eine wissenschaftliche Einschätzung für den Einstieg von Unternehmen in die Quantenthematik das Interesse der Teilnehmenden. Ein Netzwerktreffen im Juli 2022 gewährte Einblick in das wachsende Quantencomputing-Ökosystem. „Der direkte Austausch mit den Schulungsteilnehmenden auf dem Netzwerktreffen war sehr wertvoll und hat gezeigt, dass wir mit unserem Programm die richtigen Fragestellungen adressieren: von Quantum Awareness, über variationelle Algorithmen, Quantencomputing und KI hin zur Fehlermitigation“, fasst Dr. Thomas Wellens, Dozent des Schulungsprogramms und Projektleiter am Fraunhofer IAF zusammen.

Dass der IBM Quantum System One in Ehningen bei Stuttgart installiert wurde, schafft laut Fraunhofer das Potenzial, zum europäischen Epizentrum im Bereich Quantencomputing zu werden. Durch die Ansiedelung wichtiger Akteure dort werden Voraussetzungen für ein florierendes Innovations-Ökosystem geschaffen. Um das auch aus städtischer Perspektive zu planen, gibt es das Projekt Quantum Gardens, das in den kommenden Jahren ein Innovationscampus für integrierte Wohn- und Arbeitswelten ermöglichen wird.

Zum Beginn des Jahres 2023 planen die Institutionen Frauenhofer IAO und IAF eine zweite Phase ihres Schulungsprogramms anzubieten und einen Arbeitskreis für Unternehmen anzubieten.

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