Smart Standards DIN und DKE entwickeln digital bereitgestellte Normen

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Normen gibt es heute nur in Dokumentenform. Eine automatisierte Industrie benötigt aber digital bereitgestellte Standards. Das Deutsche Institut für Normung (DIN) und die Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (DKE) sind bei der Entwicklung der digitalen Norm nun ein großes Stück vorangekommen.

Die Netzwerkgruppe IDiS (Initiative Digitale Standards) hat jetzt in einem Whitepaper elf grundlegende Fälle beschrieben, die exemplarisch für die Anwendung von Normen sind, um daraus abzuleiten, welche Anforderungen digitale Normen erfüllen müssen.
Die Netzwerkgruppe IDiS (Initiative Digitale Standards) hat jetzt in einem Whitepaper elf grundlegende Fälle beschrieben, die exemplarisch für die Anwendung von Normen sind, um daraus abzuleiten, welche Anforderungen digitale Normen erfüllen müssen.
(Bild: DIN / DKE )

Normen gibt es heute nur in Dokumentenform, sei es auf Papier, als PDF oder in Onlineviewern (HTML). Während die Industrie sich zunehmend automatisiert, müssen diese immer noch weitgehend von Menschen eingespielt und überprüft werden. In einer digitalen Welt müssen auch Normen und Standards digital bereit gestellt werden, damit sie etwa automatisch von Maschinen oder anderen Systemen (zum Beispiel CAD) ausgelesen und angewendet werden können. Das wäre ein deutlicher Zeitvorteil mit einer erheblichen Kostenersparnis und Qualitätsverbesserung für die Industrie.

Was im Umgang mit smart Standards möglich sein wird

DIN und DKE sind bei der Entwicklung der digitalen Norm ein großes Stück vorangekommen. Nachdem sich die gemeinsame Netzwerkgruppe IDiS (Initiative Digitale Standards) im ersten Schritt damit befasst hat, wie Norminhalte künftig aufbereitet werden müssen, so dass sie die maschinelle Verarbeitung und Nutzung direkt unterstützen, standen jüngst die Nutzer von Normen im Mittelpunkt. Nach eigenen Angaben wurden mehr als 100 Erfahrungen von Anwendenden weltweit zusammengetragen, dokumentiert und ausgewertet. Herausgekommen sind elf grundlegende Anwendungsfälle, die in einem Whitepaper zusammengefasst wurden. Sie beschreiben, was im Umgang mit smart Standards möglich sein wird:

  • Zugriff auf Referenzen
  • Änderungsbenachrichtigung
  • Suche nach Norminhalten
  • Änderungs- und Variantenmanagement,
  • Verknüpfung von Normen mit Produkten
  • Management von Norminhalten
  • Verknüpfung von Norminhalten mit gesetzlichen Anforderungen
  • Integration von Norminhalten in Anwendersysteme
  • Anforderungen einer Norm in einem standardisierten Austauschformat
  • Verknüpfung von Norminhalten mit Anwendungsfällen
  • Unterstützung bei Entscheidungsprozessen

Wie DIN und DKE mitteilt, wird jetzt ein Plan erstellt, was konkret in der nächsten Zeit passieren muss. Dann soll sich das gesamte Smart Standards System Jahr für Jahr weiterentwickeln und konkretisieren. Dabei werden neue Anforderungen hinzukommen, die sich aus fortschreitender Digitalisierung und neuen Anwendungsszenarien ergeben, heißt es.

Die Idee einer nationalen Stakeholdergruppe zu smart Standards findet auch international großen Anklang. So befassen sich laut DIN auch die internationale Normungsorganisation ISO und das Pendant für die Elektrotechnik IEC jetzt noch intensiver mit Smart Standards.

Zum Whitepaper mit den elf grundlegenden Anwendungsfällen von smart Standards

Dieser Beitrag ist ursprünglich auf unserem Partnerportal MM Maschinenmarkt erschienen.

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