Industrie 4.0 Barometer Digitalisierungsfortschritt in der DACH-Region stagniert

Quelle: Pressemitteilung

Unternehmen aus den USA oder China hängen die DACH-Region bei der Nutzung von digitalen Technologien im Industrie-4.0-Umfeld ab.

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Für das Barometer wurden Unternehmen zu den Themenfeldern Technologie, IT-Integration, Strategie und Ziele sowie Treiber und Hemmnisse der Digitalisierung befragt.
Für das Barometer wurden Unternehmen zu den Themenfeldern Technologie, IT-Integration, Strategie und Ziele sowie Treiber und Hemmnisse der Digitalisierung befragt.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Die Management- und IT-Beratung MHP hat in Kooperation mit der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München das vierte Industrie 4.0 Barometer erstellt. Laut einer Mitteilung gehören hierbei chinesische und US-amerikanische Unternehmen zu den Spitzenreitern. Das Vereinigte Königreich könne mit Abstrichen mithalten. In der DACH-Region stagniert jedoch der Digitalisierungsfortschritt.

Für das Barometer wurden insgesamt 776 Experten aus Industrieunternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, China, UK und den USA befragt. Bei der Befragung ging es unter anderem um die Themenschwerpunkte Technologie, IT-Integration, Strategie und Ziele, Treiber und Hemmnisse der Digitalisierung, Digital Leadership und Supply-Chain-Resilienz.

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Unternehmen stehen unter Digitalisierungsdruck

Laut MHP und LMU schneiden Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum insgesamt schlechter ab als im Jahr 2020. Die Umfragewerte der abgefragten Technologiekategorien seien bezogen auf die Vorjahre auf gleichem Niveau oder darunter. Chinesische Unternehmen weisen etwa einen um 20 Prozent höheren Einsatz von Digital Twins, eine doppelt so hohe Supply-Chain-Transparenz und eine doppelt so hohe Automatisierungs- und Fernsteuerungsrate von Anlagen auf. In den USA verfügen mehr als die Hälfte über fortschrittliche technologische Infrastruktur, die künstliche Intelligenz ermöglicht. Doch für die US-Werte gibt es auch einen Dämpfer: nicht alle können mithalten. KMU und etablierte Unternehmen könnten hier laut Barometer bald den Anschluss verlieren.

„Unternehmen stehen global unter einem enormen Digitalisierungsdruck, nachdem sich die Kundenanforderungen an Produkte und Dienstleistungen durch die Digitalisierung massiv und kontinuierlich wandeln. In den zögerlichen Unternehmen werden die ökonomischen Potentiale dieses Wandels zu wenig genutzt und erscheinen so im Vergleich zu den Investitionskosten zu gering“, sagt Johann Kranz, Professor für Digitale Services und Nachhaltigkeit an der LMU München. „Jedoch zeigen gerade die aktuellen Herausforderungen wie die Corona-Pandemie oder die Lieferkettenproblematik, dass Unternehmen, die ihre Hausaufgaben in puncto Digitalisierung erledigt haben, bedeutend besser durch diese Krisen manövrieren.“

Vorreiter Automobilindustrie

Als Verbesserungsvorschlag regen MHP und LMU dazu an, einen CIO in der Geschäftsführung zu etablieren. „Die DACH-Unternehmen müssen zeitnah den Rückstand in der Digitalisierung aufholen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. International erweist sich ein CIO in der Geschäftsführung, eine Kundenfokussierung und Kollaboration als universeller Erfolgsgarant“, sagt Tom Huber, Associated Partner und Head of Operations Performance and Strategy bei MHP.

Einzige Ausnahme in der DACH-Region sei die Automobilindustrie. Hier gaben 64 Prozent der Befragten an, Kommunikationsarchitekturen wie 5G implementiert zu haben. Das seien 13 Prozentpunkte mehr als bei den Referenzindustrien. Ein Grund dafür ist nach eigenen Angaben der starke Digitalisierungsdruck, der bei den Herstellern und Zulieferern ausgeprägter ist als in anderen Branchen.

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