Mittelstandstagung von maincubes

Digitale IoT-Geschäftsmodelle müssen "einfach" sein

| Redakteur: Jürgen Schreier

Eröffnung der Secureexchange Fachtagung durch Dr. Jens J. Gerber, Mitglied der Geschäftsleitung von maincubes.
Eröffnung der Secureexchange Fachtagung durch Dr. Jens J. Gerber, Mitglied der Geschäftsleitung von maincubes. (Bild: maincubes one)

Nachvollziehbare IoT-Geschäftsmodelle und einfache Prozesse sind die "Erfolgsgeheimnisse" der Digitalisierung im Mittelstand. Das zeigten die Referate und Barcamp Sessions der ersten Secureexchange Fachtagung von maincubes one in Offenbach

Eine erfolgreiche und nachhaltige Digitalisierung funktioniert nur, wenn der Mensch im Fokus steht und die neuen digitalen Geschäftsmodelle, die entstehen, für die potenziellen Kunden leicht nachvollziehbar sind. So das Fazit der 1. Secureexchange Fachtagung, die unter dem Motto „Wie Mittelstand und IoT sicher zueinander finden“ in Offenbach ihre Premiere feierte. Zusammen mit Partnern lud der Frankfurter Rechenzentrumsbetreiber und Colocation-Spezialist maincubes one GmbH Branchenexperten ein, um über die Chancen und Herausforderungen des Internet of Things (IoT) zu diskutieren.

Wie kann Deutschland bei der Digitalisierung aufholen? Wie gelingt es dem deutschen Mittelstand, seine weltweite Spitzenposition zu verteidigen? Darauf Antworten zu geben, stand im Mittelpunkt der speziell für mittelständische Unternehmen konzipierten Fachtagung. So betonte Dr. Jens J. Gerber, Mitglied der Geschäftsleitung von maincubes, in seiner Eröffnungsrede das große Potenzial im B2B-Bereich. Entscheidend dafür seien Eco-Systeme, also digitale Marktplätze, als einfach zu benutzende, integrative und sichere Plattformen.

Plattformen verändern Automationsarchitektur

Prof. Dr. Thomas Bauernhansl vom Fraunhofer IPA machte in seiner Keynote deutlich, dass im Verlauf der Digitalisierung die bestehende Produktarchitektur sich grundlegend ändern werde. Plattformen würden demzufolge als Enabler für eine neue Automationsarchitektur fungieren mit dem Ziel, ein Betriebssystem für nahezu vollständig autonome Systeme entstehen zu lassen.

Einen Insiderblick auf die Erfolgsformeln des Silicon Valley bot Christoph Keese, Bestsellerautor und CEO der Digitalberatung Axel Springer hy GmbH. Beispiele wie Google, Uber, Facebook und Co. machten deutlich, wie es Plattformen gelang, ganze Branchen und etablierte Geschäftsmodelle komplett umzukrempeln und mit vergleichbar wenig Kapital einen beeindruckend hohen Output zu generieren. Der deutsche Mittelstand müsse einen Prozess der Selbstdisruption durchlaufen, um den Anschluss nicht zu verpassen, zeigte sich Kesse überzeugt.

Auch das Thema Security kam nicht zu kurz: Comedyhacker Tobias Schrödel zeigte auf humoristische und zugleich erschreckende Weise, wie Hacker Sicherheitslücken ganz leicht ausnutzen. Am Beispiel eines über Bluetooth sprechenden Teddybären unterstrich er, weshalb Security immer vom Anfang und nie vom Ende her gedacht werden müsse.

Wertschöpfende Kooperationen eingehen

Mit welchen Strategien mittelständische Unternehmen die vorgestellten Thesen in die Praxis umsetzen können, entwickelten die Teilnehmer der Veranstaltung selbst. In vier Barcamp Sessions zu den Themen Secure Mobility, Digital Factory, Smart City und Secure Payment entstanden inhaltliche Leitplanken, um Entscheidern und Mitarbeitern gleichermaßen Orientierungshilfe auf dem Weg zur Digitalisierung zu bieten.

So kam etwa das Team des Barcamps Secure Mobility zu dem Schluss, dass ein klarer, regulatorischer Rahmen für sichere, mobile Kommunikationslösungen unverzichtbar sei. Startups sollten zudem stärker gefördert und vernetzt werden – mit Partnern und Kunden. Auch der Mittelstand müsse weg vom Silodenken, hin zu wertschöpfenden Kooperationen, um digitale Geschäftsmodelle realisieren zu können. Das Teilen von Leuchtturmprojekten könne dabei helfen.

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Ergänzende Ideen lieferte unter anderem das Resümee der Teilnehmer des Barcamps Digital Factory: Die digitalen Geschäftsmodelle müssten möglichst einfach und transparent, die Prozesse nicht zu komplex sein, damit alle Beteiligten sie leicht verstehen und nachvollziehen könnten. Simulationen würden helfen, Fehler in Prozessen frühzeitig zu erkennen und zu beheben. Und: Der Mensch müsse dabei stets im Mittelpunkt stehen.

Deutschland "kann digital"

Die Partner der Secureexchange Fachtagung stellten ihre hauseigenen Lösungen vor und erbrachten damit den Beweis, dass Deutschland sehr wohl „digital kann“. Den anwesenden Mittelständlern bot sich eine gute Gelegenheit für informative Gespräche und Networking. „Mit der Secureexchange Fachtagung möchten wir eine Veranstaltung etablieren, die Praktikern ein Forum für den umfangreichen Know-how-Transfer bietet und dabei hilft, die Digitalisierung des deutschen Mittelstandes voranzutreiben“, erläutert Dr. Jens J. Gerber. „Wir freuen uns bereits auf die zweite Auflage im nächsten Jahr.“

Und auch nach der Secureexchange Fachtagung stehen die Themen IoT, Security und vernetzte Geschäftsmodelle bei maincubes im Fokus: Im Auftrag des Frankfurter Rechenzentrumsbetreibers führen die Analysten von Crisp-Research noch bis Oktober 2018 eine Studie im Mittelstand durch. Dabei geht es um die Bedeutung von Standort, Konnektivität und Sicherheit für erfolgreiche IoT-Betriebskonzepte. Zudem unterstützt maincubes eine Studie der Gesellschaft für intelligente technische Systeme (GEFITS). Die Fragestellung: Wie gelingt es Unternehmen, eigene Geräte und Systeme sicher ans IoT anzubinden? Die Ergebnisse werden in Kürze veröffentlicht.

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