Fachveranstaltung für Digitalisierung Digital-X 2021: Wie die Digitalisierung angetrieben werden kann

Redakteur: Alina Hailer

Die diesjährige Digital-X hat über 20.000 Besucher angezogen. Kernthemen der Veranstaltung waren unter anderem die aktuelle Digitalisierungslage, wie Deutschland bei der Digitalisierung nachziehen kann und Fördermittel für KMUs für die digitale Transformation.

Firma zum Thema

Laut Tim Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom, sei Europa in Punkto Digitalisierung global nicht wettbewerbsfähig und hochgradig abhängig von einem Ökosystem außerhalb Europas.
Laut Tim Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom, sei Europa in Punkto Digitalisierung global nicht wettbewerbsfähig und hochgradig abhängig von einem Ökosystem außerhalb Europas.
(Bild: Deutsche Telekom / Norbert Ittermann)

Zwei Millionen Quadratmeter Digitalisierung: Die Digital-X hat dieses Jahr mehr als 20.000 Teilnehmer der Weltausstellung der Digitalisierung begeistert. Rund 300 internationale Redner – darunter auch Arnold Schwarzenegger und Prof. Dr. Sabina Jeschke – diskutierten am 07. und 08. September über die digitale Transformation und Nachhaltigkeit von Wirtschaft und Gesellschaft.

Rund 300 Start-ups und Unternehmen präsentierten ihre digitalen Lösungen: vom autonom fahrenden Stadt-Shuttle über eine Solarlösung zum Laden von E-Autos im Internet der Dinge bis zum 3D-Scanner für die Erstellung von Avataren.

Vier Themenfelder für mehr Digitalwirtschaft

Einen Blick auf die aktuelle Digitalisierungslage in Deutschland und Europa warf Tim Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom, in seiner Digital-X-Rede. Europa sei laut ihm in Punkto Digitalisierung global nicht wettbewerbsfähig und hochgradig abhängig von einem Ökosystem außerhalb Europas. Höttges sieht dafür vier Themenfelder, in die Deutschland und Europa in den nächsten Jahren massiv investieren müssten, um die Digitalwirtschaft voranzubringen:

  • 1. Förderung von Digitalkomponenten
  • 2. Bereitstellung von Rahmenbedingungen für den Aufbau der benötigten digitalen Infrastruktur
  • 3. Skalierbare europäische, digitale Plattformen schaffen
  • 4. Entwicklung digitaler Anwendungen

Der frühere kalifornische Gouverneur und Schauspieler Arnold Schwarzenegger warf in seiner Rede einen Blick auf seine Entwicklung vom Bodybuilder und Mister Universum über den Schauspieler zum Gründer einer Klimainitiative. Als Gouverneur habe er die striktesten Umweltgesetze der USA durchgesetzt. Er ist überzeugt, dass „digitale Technologie nachhaltiges Wirtschaften deutlich voranbringen könne.“

„Alle wollen in Digitalisierung investieren“

Optimistisch schaute Hagen Rickmann, Schirmherr von Europas größter Digital-Initiative und Geschäftsführer Geschäftskunden der Telekom auf die aktuelle Digitalisierungsdebatte. Im Gespräch mit mittelständischen Unternehmen stelle er fest, dass alle in Digitalisierung investieren und sich digital transformieren möchten. Hier treibe besonders die junge Generation die Digitalisierung voran. Die Pandemie habe zudem ein Digitalisierungsturbo ausgelöst, es sei jedoch noch Luft nach oben.

Mehr Fördermöglichkeiten für KMUs

Ein Signal für das noch geringe Digitalisierungswissen sei die geringe Förderquote aus dem 130 Milliarden Euro schweren Konjunkturprogramm der Bundesregierung. 50 Milliarden Euro davon seien für die Digitalisierung der deutschen Wirtschaft vorgesehen. Aus diesem Förderprogramm sind laut Rickmann nach rund anderthalb Jahren nur 15 Prozent abgerufen. Die Telekom unterstütze deshalb kleine und mittlere Unternehmen, einen besseren Zugriff auf die Fördergelder zu erhalten.

(ID:47630697)