Moderner Materialfluss Digital funktioniert der Stahlhandel der Zukunft

Redakteur: Peter Königsreuther

Kasto Maschinenbau ist sich sicher, dass man als Stahlplayer ohne digitalisierte, vernetzte Systeme nicht mehr lange erfolgreich sein wird. Hier einige Vorschläge, um am Ball zu bleiben.

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Kasto Maschinenbau ist der Meinung, dass der Stahlhandel ohne Automatisierung, Digitalisierung und vernetzte Systeme nicht mehr zukunftsfähig ist. Das betreffe die ganze Prozesskette, vom Lager bis zur Säge. Hier ein Roboter, via Kastosort, in den Prozess integriert.
Kasto Maschinenbau ist der Meinung, dass der Stahlhandel ohne Automatisierung, Digitalisierung und vernetzte Systeme nicht mehr zukunftsfähig ist. Das betreffe die ganze Prozesskette, vom Lager bis zur Säge. Hier ein Roboter, via Kastosort, in den Prozess integriert.
(Bild: Kasto)

Der klassische Stahlhandel ist anscheinend ein Auslaufmodell, registriert der für seine Säge- und Regalsysteme bekannte Maschinenbauer Kasto. Der Grund ist, dass Auftraggeber verstärkt nach komplexeren, individuellen und dennoch bezahlbaren Produkten rufen. Diese Forderungen unter einen Hut zu bekommen, gehe nur mithilfe durchdigitalisierter und vernetzter Systeme, damit der Materialfluss im Stahlhandel wirtschaftlich bleibe. Hier einige Tipps aus den Bereichen, die Kasto am besten kennt.

Alles steht und fällt mit der Datenerfassung und -analyse

Digitalisierung muss laut Kasto sein. Und die nötige Technik sowie die Konzepte aus Industrie 4.0 bieten auch für den Stahlhandel Chancen. Effizienzsteigerungen durch Vernetzungen, lassen sich etwa von der Bestellung des Rohmaterials bis zum Versand des fertig kommissionierten Auftrags an den Kunden generieren. Das Ganze kann einheitlich gesteuert, intelligent und papierlos ablaufen. Ganz wichtig für die richtige Funktion ist aber eine detaillierte Datenerfassung nebst eingehender Analyse der relevantesten Informationen, um Optimierungspotenziale zu erkennen und auch zu nutzen, merkt Kasto an. Das Ziel ist es, den gesamten Materialfluss schneller, flexibler, ressourcenschonender und nicht zuletzt günstiger zu machen.

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Kasto wird präziser: Besonders wichtig bei der digitalen Vernetzung der verschiedenen Prozesse und Maschinen ist eine reibungslose Kommunikation. Möglich wird diese über passende Schnittstellen, etwa zwischen einem übergeordneten ERP-System (SAP, Infor oder Microsoft-Dynamics) und den Steuerungssystemen einzelner Anlagen. Ein Beispiel aus dem Kasto-Metier ist die Lagerung. Viele Stahlhändler setzen ja schon auf automatische Langgutlager, die unter anderem durch hohe Lagerdichte, schnelle Zugriffszeiten und maximale Bestandstransparenz punkten. Gesteuert und verwaltet werden die Lager durch ein Warehouse Management System (WMS). Die Software optimiert die Prozesse im und um das Lager. Das beschleunigt die Abläufe bei der Intralogistik, macht sie zuverlässiger und damit leistungsfähiger. Eine nahtlose Anbindung an das jeweilige Host-System sorgt dabei für eine einheitliche Kommunikationsstruktur.

Bei der Intralogistik das Maximum herausholen

Das WMS Kastologic etwa, übernimmt die Verwaltung von Aufträgen und Chargen sowie von Reststücken und Anschnitten von den Sägesystemen. Es sorgt für eine permanente Inventur und dafür, dass verschiedene In-Out-Strategien und Kommissionierungsprinzipien angewendet werden können, erklärt Kasto. Durch Statistik- und Analyse-Tools kann die Auslastung des Gesamtsystems überwacht werden, bis hin zu einzelnen Komponenten. Überflüssige Fahrwege und -zeiten oder Wartephasen gebe es so nicht mehr. Kastologic ist dabei speziell für die Belange in der Langgut- und Blechlagerung ausgelegt, heißt es.

Kasto betont, dass auch manuell bediente Lagerbereiche mithilfe der App „Kastologic-mobile“ in das System integriert werden können. Das ermögliche es, sämtliche Vorgänge, wie Ein- und Umlagerungen, Kommissionierungen, Versand- und Bestandsinformationen, per Smartphone oder Tablet an das WMS zu übermitteln. Die Transparenz der gesamten Bewegungen sei genauso hoch, wie in einem per Software gesteuerten Lager, betont Kasto. Hinzu kommt, dass auch ein Pick-up-Kran-System damit leicht umsetzbar wäre. Per App kann der Anwender dann einen Hallenkran beauftragen, der die gewünschten Ein- und Auslagervorgänge per Drucktaster steuert und mit den entsprechenden Koordinaten selber positioniert.

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