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TRUMPF Digital ambitioniert in allen Bereichen

| Redakteur: Jürgen Schreier

Mit TrueConnect, der Welt von AXOOM und einer Industrie-4.0-Demofabrik in den USA macht TRUMPF die Blechbearbeitung digital und vernetzt sich selbst auf der digitalen Ebene immer enger mit seinen Kunden.

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"Blechbude" - das war mal. Auch in der Blechbearbeitung schreitet die Digitalisierung zügig voran.
"Blechbude" - das war mal. Auch in der Blechbearbeitung schreitet die Digitalisierung zügig voran.
(Bild: Trumpf)

Digitale Ambitionen in allen Bereichen - nicht mehr und nicht weniger verfolgt die Ditzinger Trumpf-Gruppe, mit über 11.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von zuletzt 2,81 Milliarden Euro einer der weltweit größten Hersteller von Lasersystemen und (konventionellen) Maschinen für die Blechbearbeitung. Wie Dr. Mathias Kammüller, Geschäftsführer der TRUMPF GmbH + Co. KG, und Vorsitzender des Geschäftsbereichs Werkzeugmaschinen, anlässlich der Hausmesse Intech im April 2017 hervorhob, „hat sich TRUMPF zum Ziel gesetzt, den digitalen Wandel auf allen Ebenen – extern wie intern – voranzutreiben. Das bedeutet: Wir gehen weit über die Optimierung der Produktionsprozesse hinaus. Unter anderem bauen wir eine agile Entwicklungsorganisation auf. Für die Software-Entwicklung, wo wir zunehmend Data Scientists und Cloudspezialisten einstellen. Aber auch für die Maschinen- und Laserentwicklung, die bei uns heute schon nach agilen Methoden abläuft.“

I4.0-Technik und Beratung aus einer Hand

Digitalisierungsaktivitäten dürften sich aber nicht auf die Entwicklung und den Shopfloor beschränken, ist man beim Ditzinger Maschinenbaukonzern überzeugt. Hinzu kommen müssten ein digital optimierter Vertrieb – in Bezug auf Wissen genauso wie bei der technischen Ausstattung, ein hocheffizienter, vernetzter After-Sales-Bereich sowie ein integrierter HR-Bereich. „Und, ganz entscheidend für ein funktionierendes Gesamtbild: eine noch viel engere Vernetzung mit unseren Kunden“, so Kammüller weiter.

Laut Kammüller "ruht" die Digitalisierung bei TRUMPF auf drei Säulen: "Die erste Säule ist die Lösungswelt TruConnect, mit der wir unseren Maschinen-Kunden umfassende und maßgeschneiderte Lösungen für die passgenaue Einführung von Industrie 4.0-Prozessen und -Produkten in ihren Betrieben liefern. Den Einstieg in die vernetzte Fertigung begleitet TRUMPF Schritt für Schritt mit verschiedenen Beratungsangeboten."

Konkrete Anhaltspunkte liefert der eintägige Smart Factory Check, in dessen Rahmen alle indirekten Prozesse analysiert werden. Auf dieser Basis definieren die Experten diejenigen Prozesse, deren Vernetzung besonders hohes Optimierungspotenzial bietet. Im ausführlicheren, fünftägigen Smart Factory Consulting entsteht ein detailliertes Konzept inklusive Lösungsvorschlägen, Einsparpotenzial, notwendigen Investitionen und Umsetzungsplanung. Der Kunde erhält eine konkrete Handlungsempfehlung mit passenden Lösungen aus dem TruConnect-Portfolio, in das bei Bedarf auch Angebote und Lösungen der Geschäftsplattform AXOOM (s.u.) integriert werden können.

Die Basis von TruConnect stellt die sichere Datenschnittstelle Central Link dar, die Informationen zum Produktionsstatus von Maschinen zur Verfügung stellt und diese sowohl an lokale ERP-Systeme als auch an cloudbasierte Lösungen übermittelt. Central Link funktioniert technologieübergreifend an verschiedenen Maschinentypen und ermöglicht es, Angebote zur Darstellung von Auslastung, Zustand oder Wartungsbedarf der Maschinen bzw. Laser einfach anzubinden.

So können Blechbearbeiter mit dem "Performance Cockpit" auf einen Blick die Optimierungspotenziale in ihrer Fertigung identifizieren. Dazu werden die Daten online für den Anwender aufbereitet, analysiert und schließlich auf dem individuell konfigurierten Dashboard dargestellt: So hat er die wichtigsten Kennzahlen immer im Blick. Da es sich um eine webbasierte Lösung handelt, läuft das Performance Cockpit auf allen Geräten vom PC über das Tablet bis zum Smartphone – auch außerhalb des Unternehmensnetzwerks.

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Auf dem Smartphone die ganze Blechfabrik im Blick

Der Blechbearbeiter sieht ortsunabhängig, wann beispielsweise die Maschine gelaufen ist, wann es Störungen oder gar Stillstände gab. Diese Kennzahlen für die Performance können für die Maschine allgemein, für einzelne Schichten oder über einen bestimmten Zeitverlauf analysiert werden. So erkennen Unternehmer schnell, ob Optimierungsmaßnahmen die Produktivität tatsächlich erhöht haben und an welchen Stellen sich noch weitere Verbesserungsmöglichkeiten verbergen. Auch Informationen und Statistiken zum Materialeinsatz lassen sich über das Performance Cockpit ablesen: Beispielsweise kann man sich anzeigen lassen, welches Material die jeweilige Maschine anteilig bearbeitet hat.

Mit einem Klick informieren Kennzahlen über Art und Dicke des verbrauchten Materials. So wird die nächste Materialbestellung besser planbar. Darüber hinaus können Blechbearbeiter den Anteil des Verschnitts je Materialart einsehen und so die Effizienz ihrer Materialnutzung analysieren. Auch die Werkzeugnutzung macht das Performance Cockpit transparent: Die Software stellt beispielsweise beim Stanzen die Anzahl der Hübe eines Stanzwerkzeugs in einem gewählten Zeitraum dar. So kann die Nutzung verfolgt und ein notwendiger Austausch des Werkzeugs geplant werden.

Event zum Thema Am 06. Juli findet in Kön der Reality Check 4.0 statt. Dr. Stephan Fischer wird über die Erfahrungen von TRUMPF bei der digitalen Transformation berichten. Sichern Sie sich noch heute Ihr Ticket

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