Digitale Transformation

Diese neuen Jobs bringt die Digitalisierung

| Redakteur: Lisa Marie Waschbusch

Der technologische Fortschritt bringt auch neue Jobprofile.
Der technologische Fortschritt bringt auch neue Jobprofile. (Bild: Pexels / CC0)

Essenziell für den Erfolg des digitalen Wandels im Unternehmen sind qualifizierte Mitarbeiter. Daher steigt die Nachfrage nach entsprechendem Fachpersonal weiter an, doch auch immer mehr neue Jobprofile sind gefragt: Chief Digital Officers oder – allen voran – Data Scientists sind auf dem Vormarsch.

Der digitale Wandel geht stark einher mit einer erhöhten Nachfrage an Fachpersonal. Denn wer in der digitalen Welt nicht den Anschluss verlieren will, braucht ausgebildete Fachkräfte mit entsprechendem Know-how. Doch die Realität sieht bislang anders aus: Einer aktuellen Umfrage von Ernst & Young zum Thema „Digitalisierung im Mittelstand“ zufolge, fehlen jedem fünften Mittelständler Mitarbeiter, um mehr oder überhaupt in die Digitalisierung zu investieren.

Für die Digitalisierung sind aber nicht nur qualifizierte Fachkräfte gefragt, es bilden sich auch immer mehr „neue“ Jobprofile, die mit dem technologischen Fortschritt einhergehen. Wir stellen Ihnen die Wichtigsten vor:

Chief Digital Officer (CDO)

In Führungsebenen ist er immer häufiger zu finden, dem digitalen Wandel sei Dank: Der Chief Digital Officer entscheidet, welche Technologien das Unternehmen voranbringen sollen, stets unter Berücksichtigung von Chancen und Risiken des digitalen Wandels. Gerade in Unternehmen, die in Sachen Digitalisierung noch nicht sehr weit sind, soll der CDO für den nötigen Schwung sorgen. Ein wesentliches Thema für die CDOs der Zukunft wird die Frage sein, wie Mitarbeiter trainiert und motiviert werden müssen, um auch künftig zur Wertschöpfung beizutragen. Der CDO sollte sich bestens mit der digitalen Welt auskennen, technisches Wissen und Führungskompetenzen sollte er außerdem mitbringen.

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Cloud (Application) Architect

Der Einsatz von Clouds wird auch in der Arbeitswelt immer beliebter; immer mehr Firmen verschieben ihre Daten und Dienstleistungen in eine Cloud. Mit zunehmender Relevanz wird künftig die Stelle eines Cloud Architects notwendig sein. Zu seinen Aufgaben zählt die Überwachung der Cloud Computing-Strategie des Unternehmens sowie oftmals auch das Konzipieren komplexer Cloud-Lösungen und deren Implementierung. Neben technischem Know-how, einem Informatik- oder Ingenieurstudiums und bestenfalls einiger praktischer Erfahrung im IT- und Cloud-Bereich sollte er auch über kommunikative Kompetenzen verfügen – denn der Cloud Architect arbeitet eng mit dem Kunden zusammen.

Data Scientist

Auch mit der zunehmenden Relevanz von Big Data wird ein neues Jobprofil geschaffen. Die enormen Datenmassen bedürfen geschulte Fachkräfte, die damit umzugehen wissen. Als Data Scientist ist technisches Know-how unabdingbar, weshalb ein technisches Studium im Bereich Informatik, Nachrichtentechnik, Statistik, Elektrotechnik o.ä. eine Voraussetzung für den Jobeinstieg ist. Auch sollte der Datenspezialist fundierte Kenntnisse in der Aufbereitung und Verarbeitung großer Datensätze und gute Programmierkenntnisse mitbringen. Themen wie Data Mining oder Machine Learning werden eine wichtige Rolle im Job spielen. Zu seinen Aufgaben zählt die oft komplexe Analyse operativer und strategischer Daten sowie die Auswertung von Betriebsdaten.

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Cyber Security-Spezialist

Mit zunehmender Anzahl intelligenter Geräte und Anlagen steigt auch das Risiko für Cyberattacken weiter an. Daher wird es künftig unumgänglich sein, einen entsprechenden Experten hierfür im Hause zu haben. Um als Cyber Security-Spezialist einzusteigen, ist laut einiger Stellenausschreibungen ein abgeschlossenes Studium der Informatik oder Informationstechnologie unabdingbar. Außerdem sollte der künftige Sicherheitsspezialist umfassende Kenntnisse im Bereich der technischen IT-Sicherheitsprüfung und sehr gute Englischkenntnisse mitbringen. Erfahrung mit großen Datenmengen, Cloud-Architekturen und Erfahrungen in der Sammlung, Analyse und Aufbewahrung forensischer Beweise sind von Vorteil.

Blockchain Architect

Mit zunehmender Relevanz neuartiger Technologien hat sich auch das Jobprofil des Blockchain Architect schon vereinzelt herausgebildet. Laut einiger Stellenanzeigen soll der Blockchain Architect für die Programmierung von Blockchain- und Distributed Ledger-Anwendungen verantwortlich sein. Darüber hinaus ist er aber auch in beratender Form tätig: Er soll mit Kunden herausfinden, ob die Blockchain-Technologie ein Thema für sie ist oder nicht. Zu seinen Jobvoraussetzungen zählt oftmals ein abgeschlossenes Studium, bevorzugt in den Bereichen Informatik, Angewandte Kryptografie, Angewandte Mathematik oder Statistik. Außerdem sollte der angehende Blockchain Architect mehrjährige Berufserfahrung (oft werden mindestens fünf Jahre vorausgesetzt) in der Softwareentwicklung, Programmierkenntnisse sowie Englischkenntnisse in Wort und Schrift mitbringen.

Hays-Fachkräfte-Index Die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften hat sich im ersten Quartal 2018 stark erhöht: In den für Spezialisten zentralen Einsatzbereichen IT, Engineering, Finance, Life Sciences und Sales & Marketing stieg der Hays-Fachkräfte-Index im Vergleich zum Vorquartal von 129 auf 154 Punkte. So stark ist der Index in den letzten drei Jahren nicht angestiegen. Zahlenmäßig mit weitem Abstand am meisten gefragt waren im letzten Quartal IT-Spezialisten, gefolgt von Ingenieuren.

Absolut am häufigsten suchten im letzten Quartal Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes nach Fachkräften. Hier wuchs der Index im Vergleich zum Vorquartal von 129 auf 150 Punkte an. Darauf folgte die IT-Industrie, aus der die Zahl der Stellenangebote um 22 Punkte auf den neuen Indexwert 150 stieg. Spürbar gestiegen ist zudem die Nachfrage nach Fachkräften bei technischen und wissenschaftlichen Dienstleistern, wie Ingenieurbüros (+ 27 Indexpunkte).

Bei Ingenieuren ragte im 1. Quartal 2018 die Nachfrage nach Automatisierungstechnikern heraus (+ 31 Indexpunkte). Für sie hat sich die Zahl der Stellenangebote in den letzten drei Jahren fast verdoppelt. Für IT-Security-Spezialisten stieg der Index um 45 Punkte an. Mit dem neuen Wert von 277 verzeichnet diese Berufsgruppe fast eine Verdreifachung der Zahl der Stellenangebote von 2015 bis heute. „Für Fachkräfte ist der Stellenmarkt derzeit über alle Bereiche hinweg sehr erfreulich. Aus der insgesamt guten Lage ragen die Positionen heraus, in denen die neuen Themen bearbeitet werden: Industrie 4.0, Automatisierung und Digitalisierung, gekoppelt mit den wichtigen Themen Qualität, Sicherheit und Projektmanagement“, bilanziert Dirk Hahn, Vorstand der Hays AG, die Ergebnisse.

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