Automatica 2016

Die Zukunft gehört den kooperativen Robotern

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Die Fertigungsprozesse werden atomisiert

Nicht ganz so anschaulich, dafür aber in den Konsequenzen um so einschneidender ist das Fertigungskonzept mit dem Namen Matrix, das Kuka auf der Messe präsentierte. Bei Matrix werden die Fertigungsstraßen durch flexibel konfigurierbare Produktionszellen ersetzt. Flache autonome Fahrzeuge, sogenannte Automated Guided Vehicles (AGV), verbinden die Zellen miteinander und bringen Teile, Werkstücke und die benötigten Roboterwerkzeuge zu der Produktionszelle.

Diese Produktionsweise zerlegt Fertigungsprozesse gewissermaßen in ihre Einzelstücke und erlaubt es, Die Abläufe je nach Bedarf neu zusammenzusetzen. Ein Werkstück, das entweder durch Barcode oder RFID eindeutig identifiziert werden kann, wird per AGV zu der Station gebracht, an der der nächste Produktionsschritt erfolgt.

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Dieser Ansatz ermöglicht es laut Kuka, die Fertigung neuer Produkte schnell aufzunehmen, ohne in bestehende Produktionsprozesse eingreifen zu müssen. Die Individualisierbarkeit von Produkten würde mit den Rahmenbedingungen der Massenfertigung in Einklang gebracht.

Darüber hinaus soll der Matrix-Ansatz eine hohe Auslastung der einzelnen Fertigungsinseln ermöglichen, da ein Werkstück mit den dazu gehörigen Werkzeugen und Bauteilen grundsätzlich einfach die nächste freie Fertigungszelle per AGV anfahren kann. Die gesamte Anlage rüstet sich so gewissermaßen „on the fly“ um – je nachdem, welches Produkt gerade nach welchem Prozess verlangt.

Ein dritter Trend betrifft die Aufgabenverteilung zwischen Shop Floor und Top Floor, also zwischen der Fertigung und dem Management. Hier schreitet die vertikale Integration unaufhaltsam voran: Big Data macht es möglich. Ein Beispiel ist die Lösungsplattform EPROMI (Enterprise Production Management Intelligence) von Isra Vision, einem Spezialisten für industrielle Bildverarbeitung aus Darmstadt.

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