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5. Kongress „Ressourceneffiziente Produktion“

Die smarte Fabrik macht aus weniger mehr

| Autor/ Redakteur: Jürgen Schreier / Julia Moßner

Digitalisierung hilft, Ressourcen einzusparen und zugleich die Produktivität in der Fertigung zu steigern. Wie dieser Anspruch in der betrieblichen Praxis umgesetzt werden kann, steht im Mittelpunkt des 5. Kongresses „Ressourceneffiziente Produktion“. Dieser findet während der Doppelmesse Intec und Z 2017 am 8. März 2017 in Leipzig statt.

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Der Kongress „Ressourceneffiziente Produktion“ wird zum fünften Mal parallel zum Messeduo Intec und Z ausgerichtet.
Der Kongress „Ressourceneffiziente Produktion“ wird zum fünften Mal parallel zum Messeduo Intec und Z ausgerichtet.
(Bild: Leipziger Messe/Martin Klindtworth)

Starten wird das Vortragsprogramm, das sich auf ein Plenum und vier Fachsessions verteilt, mit dem Referat „More from less – Herausforderungen und Treiber zukünftiger Produktionstechnik“, von Fraunhofer-Präsident Prof. Reimund Neugebauer, der auf wissenschaftlicher Ebene zu Pionieren einer ressourcenschonenden Produktion gehört.

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Prof. Hubert Waltl, Vorstand für Produktion und Logistik bei der Audi AG, stellt anschließend die smarte Fabrik des Ingolstädter Autobauers im mexikanischen San José Chiapa, nordöstlich von Puebla, vor. Dort eröffnete die Volkswagen-Tochter im September 2016 eine neue Produktionsstätte für die Fertigung des SUV Q-5. Das Werk ist mit allen anderen Audi-Standorten vernetzt und ein Beispiel dafür, wie die das Unternehmen Digitalisierung und Vernetzung in der Fertigung vorantreibt.

Auch bei der Zuffenhausener Sportwagenschmiede Porsche setzt man konsequent auf Digitalisierung und Ressourceneffizienz. Thomas Riediger, Leiter Planung der Porsche GmbH, wird in seinem Vortrag zeigen, wie das Konzept „Produktion 4.0" in seinem Unternehmen umgesetzt wird. Zudem stellt der Porsche-Manager gemeinsame Projekte zwischen dem Automobilhersteller und dem Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU in Chemnitz vor. Dr.-Ing. Johannes Voigtsberger, Leiter Produktion Elektrofahrzeuge im Leipziger BMW-Werk spricht schließlich über Disruption und Wandlungsfähigkeit als Grundlage für langfristigen Erfolg.

Fit für ein weites Motorenleben

Themen wie Digitalisierung und Ressourceneffizienz stehen aber nicht nur in der Automobilindustrie ganz oben auf der Agenda. Wie Ressourceneffizienz im Produkt und im Prozess umgesetzt werden kann, erläutert Martin Altrock, Leiter Facility Management bei der MTU Reman Technologies GmbH am Beispiel der energieeffizienten Aufbereitung von Motoren. Der Magdeburger Retrofit-Spezialist arbeitet komplette MTU-Motoren nach standardisierten Verfahren wieder auf und macht sie so fit für ein weiteres Motorenleben.

Matthias Kunath, Geschäftsführer der envia Therm GmbH, Halle, präsentiert auf dem Kongress „Ressourceneffiziente Produktion“ neue Geschäftsmodelle für die Energieversorgung, die ein effizientes Produzieren unterstützen sollen. Dazu gehören unter anderem Contractingkonzepte sowie Energiedienstleistungen auf der Basis erneuerbarer Energien. Schließlich stellt Thomas Reppahn, Leiter Zentrales Prozess- und Produktmanagement Logistik bei der Schenker Deutschland AG, über Best-Practice-Beispiele aus der Lagerlogistik vor. Weitere Themen der Fachsessions sind: „Maschinelles Lernen in der Produktion“ (Prof. Katharina Morik, Inhaberin des Lehrstuhls für Künstliche Intelligenz, Technische Universität Dortmund), „Social Networked Industry“ (Prof. Michael ten Hompel, Institutsleiter, Fraunhofer IM) und „Fabriksystem 4.0 intelligent – effizient – vernetzt“ (Prof. Michael Schenk, Institutsleiter, Fraunhofer IFF).

Neben Praxisbeispielen kommt in Leipzig aber auch die Wissenschaft nicht zu kurz. Verschiedene Referenten berichten über Forschungsergebnisse des Fraunhofer-Verbundprojekts E³-Produktion, das sich in den vergangenen Jahren intensiv interdisziplinär mit der ressourceneffizienten Produktion befasste. Ein Vortrag von Dr. Mohamad Bdiwi, Abteilungsleiter Robotertechnik am Fraunhofer IWU, befasst sich mit der Mensch-Roboter-Kooperation in der smarten Fabrik.

Über Intec, Z und Kongress

Der Messeverbund Intec und Z findet vom 7. bis 10. März 2017 auf dem Leipziger Messegelände statt. In den ungeraden Jahren ist die Intec der erste wichtige Branchentreff für die metallbearbeitende Industrie in Deutschland und Europa. Kernbereiche der Intec sind Werkzeugmaschinen und Systeme für die automatisierte Metallbearbeitung. Das Angebot der Zuliefermesse Z, die sich vorwiegend an Abnehmer aus dem Maschinen-, Anlagen- und Werkzeugbau sowie der Fahrzeugindustrie richtet, umfasst Halbzeuge, Teile, Komponenten und industrielle Dienstleistungen. Der Kongress „Ressourceneffiziente Produktion“ findet wird am 8. März 2017 im Congress Centrum Leipzig (Messegelände) statt. Veranstalter der Tagung ist der Verbund Produktion der Fraunhofer-Gesellschaft. Die Teilnahmegebühr beträgt 290 Euro und beinhaltet die Kongressteilnahme inklusive Messeeintritt, Tagungs-Handout, Pausenversorgung und Teilnahme am Farewell. Anmeldungen bis 24. Februar 2017 unter www.ressourceneffiziente-produktion.de.

Links

Kongressprogramm: http://www.ressourceneffiziente-produktion.de/content/dam/rp/de/documents/programm-kongress-ressourceneffiziente-produktion.pdf

Messen Intec und Z 2017: http://www.messe-intec.de, http://www.zuliefermesse.de

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