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Umfelderkennung mittels Sensorik Die Fahrzeugtür wird "autonom"

| Redakteur: Jürgen Schreier

Das autonome Fahren ist in greifbare Nähe gerückt. Aber nicht nur Auto selbst wird immer intelligenter - auch seine Komponenten. So präsentiert Kieckert, Hersteller automobiler Schließsysteme, jetzt das Konzept einer autonomen Fahrzeugtür. Kratzer, Dellen und Beulen sollen damit der Vergangenheit angehören.

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i-protect nutzt ein modernisiertes Sensorsystem zur Umfelderkennung.
i-protect nutzt ein modernisiertes Sensorsystem zur Umfelderkennung.
(Bild: Kieckert)

Mit dem Konzept „Autonome Tür“ hat Kiekert seine Innovationen auf dem Weg zur intelligenten Fahrzeugtür am Stammsitz in Heiligenhaus vorgestellt, die aktueller Kieckert-Technologien kombiniert: das E-Schloss, i-protect und i-move.

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Nicht erst Fahren, sondern bereits der Einstieg ins Auto soll dadurch zu einem komfortablen Erlebnis werden: Das E-Schloss ermöglicht eine automatische Öffnung der Fahrzeugtür per "Fingertip" oder mithilfe digitaler Geräte wie einem Mobiltelefon. Ein wichtiger Bestandteil der sich autonom öffnenden Tür ist i-move von Kieckert, das die Türöffnung und den Türschließvorgang automatisch antreibt. Bei Hindernissen wie Pollern in der Umgebung der Tür bremst i-protect die Autotür elektromagnetisch ab und verhindert so Kratzer, Dellen und Beulen.

E-Schloss erlaubt attraktivere Tür-Designs

Das E-Schloss macht Türgriffe überflüssig, reduziert das Gewicht und die Komplexität von Schließsystemen und erlaubt den Kfz-Entwicklern attraktivere Tür-Designs. Außerdem können aktuelle Technologien wie Außen-Touch-Sensoren oder Smartphones als "Türöffner" zum Einsatz kommen.

Trotzdem muss der Fahrer nicht befürchten, bei ein einem Stromausfall seinem fahrbaren Untersatz nicht mehr besteigen zu können oder darin "gefangen" zu sein: Das E-Schloss verfügt über eine modulare volle mechanische Redundanz (TCR) und sichert auch bei einem "Blackout" im Bordnetz die gesamte Funktionalität.

Autotür erkennt dynamische Hindernisse

Der neueste Prototyp von Kiekerts i-protect nutzt ein modernisiertes Sensorsystem zur Umfelderkennung sowie ein Türbremssystem, um dynamische Hindernisse in der Umgebung der Tür zu erkennen. Das Türbremssystem stoppt die Autotür bei Bedarf elektromagnetisch zentimetergenau vor dem Hindernis. Ärger beim Ein- und Aussteigen wegen zu enger Parklücken, Garagenwänden, Pollern oder unaufmerksamer Verkehrsteilnehmer sowie kostspielige Kratzer und Dellen sollen mit i-protect zukünftig der Vergangenheit angehören.

Ferner verhindert i-protect das Zufallen der Fahrzeugtür am Berg, variiert die Haltekraft automatisch lageabhängig und ermöglicht eine stufenlose Türfeststellung.

Wie man es bereits vom Öffnen und Schließen von Heckklappen kennt, sorgt das intelligente Bewegungssystem Kiekert i-move für einen komfortablen und automatisch angetriebenen Öffnungs- und Schließvorgang der Autotür. Das Betätigen einer Taste im Fahrzeuginneren startet das Öffnen und Schließen.

Kieckert, vor 160 Jahren im Bergischen Land gegründet, hält heute rund 2000 Patente. Jedes dritte Automobil weltweit hat Schließsysteme, die auf einem Kiekert-Design basieren.

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