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Expertenbeitrag

Marcus Metzner

Marcus Metzner

Chief Marketing Officer, Arvato Systems GmbH

Studie zur Digitalisierung

Die Cloud ist wesentlicher Treiber der digitalen Transformation

| Autor/ Redakteur: Marcus Metzner / Marlene Mahlo

Die Lünendonk-Studie „Fit für die digitale Transformation. Status quo und Ziele bei Legacy-Modernisierung und Cloud-Migration“, gibt einen sehr detaillierten Einblick in die IT-Modernisierungsstrategien großer mittelständischer Unternehmen und Konzerne.

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Unternehmen investieren verstärkt in die Cloud, um Geschäftsprozesse vermehrt miteinander zu vernetzen.
Unternehmen investieren verstärkt in die Cloud, um Geschäftsprozesse vermehrt miteinander zu vernetzen.
(Bild: gemeinfrei / CC0)

Sowohl Manager als auch Unternehmer winken genervt ab, wenn sie mit Buzzwords wie "Digitale Transformation", „Digitalisierung“ oder auch „digitaler Wandel“ konfrontiert werden. Ihre ablehnende Haltung ist durchaus verständlich: Während es manchen Unternehmen bereits gelungen ist, ihr Geschäftsmodell, ihre Prozesse, ja sogar das Mindset ihrer Mitarbeiter zu „digitalisieren“, sieht die Realität im Gros der Unternehmen anders aus: Sie wissen eher schlecht als recht, an welchen Stellschrauben sie zuerst drehen sollen, um das Ruder in Richtung digital herumzureißen.

Digitalisierung ist in vollem Gange

Die Datenerhebung der Studie „Fit für die digitale Transformation. Status quo und Ziele bei Legacy-Modernisierung und Cloud-Migration“, erfolgte im Herbst 2018 auf Basis von Telefoninterviews mit IT-Führungskräften von 122 Unternehmen aus dem gehobenen Mittelstand, Großunternehmen und Konzernen. Viele Unternehmen befinden sich inmitten eines weitreichenden Digitalisierungsprozesses, es gibt viel zu tun – und zwar gleich auf mehreren Ebenen. Neben der Strategie sind auch die Produktentwicklung, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die IT-Landschaft zu transformieren.

Start-ups haben strategische Vorteile

Wie zielführend und schnell das gelingt, hängt maßgeblich davon ab, wie lange ein Unternehmen bereits am Markt ist. Start-ups können ihre Business- und Operating-Modelle, ihre Prozesse und ihre IT-Landschaft von Beginn an agil, kundenzentriert und datenbasiert gestalten. Darin liegt im Übrigen auch der Erfolg der großen Internetkonzerne wie Google und Amazon begründet. Hier sind die Geschäftsprozesse eng miteinander verzahnt, über Microservices und APIs ist es möglich, Plattform-Geschäftsmodelle aufzubauen und Drittsysteme nahtlos an die eigene IT-Landschaft anzubinden. Zudem können sie auf einen großen Datenbestand zugreifen und gewinnbringend auswerten.

Radikales Umdenken für etablierte Unternehmen

Demgegenüber stehen etablierte Firmen und Konzerne vor der Herausforderung, zunächst komplexe Legacy-Prozesse zu digitalisieren und inhomogene IT-Strukturen, basierend auf historisch gewachsenen Altsystemen, aufzulösen. Auch etablierte Unternehmen brauchen eine schnittstellenoffene, flexible, hochskalierbare und agile IT.

Ergebnisse der Studie

  • Treiber der IT-Modernisierung gibt es viele: Legacy-Systeme sind üblicherweise nicht in der Lage, neue Technologien wie KI oder Big-Data-Analytics zu unterstützen, was eine Modernisierung dringend erforderlich macht. Erschwerend kommt hinzu, dass viele Altsysteme keine offenen Schnittstellen (APIs) haben und darum nicht mit neuen digitalen Lösungen integrierbar sind.
  • Die Mehrheit der befragten Unternehmen modernisiert aktuell ihre IT-Infrastruktur. Altanwendungen in die Cloud zu migrieren und sie anschließend zu modernisieren, ist dabei die präferierte Vorgehensweise.
  • Ein Fünftel der befragten Unternehmen setzt bereits auf eine Cloud-First-Strategie, gut ein Viertel plant dies. Auch wenn die meisten Unternehmen derzeit eine Private-Cloud nutzen, sind viele gegenüber der Public Cloud zunehmend aufgeschlossener. 67 Prozent der Befragten planen, ihre Investitionen in die Public-Cloud stark bis sehr stark zu erhöhen.
  • Die Gründe, aus denen Unternehmen ihre IT-Systeme in die Cloud migrieren, sind vielfältig. Sie wollen Lastspitzen abfangen, Daten schneller verfügbar machen und flexibler agieren können. Bedenken bestehen allerdings hinsichtlich der Sicherheit. Für bestimmte, geschäftskritische Anwendungen mit sensiblen Daten ist und bleibt die Legacy-Modernisierung im On-premise-Modell eine realistische Alternative.
  • Für Dreiviertel der befragten Unternehmen ist es eine Herausforderung, Cloud-Lösungen an die bestehende IT-Systemlandschaft anzubinden. Dass Daten häufig nicht interoperabel und Security- sowie Compliance-Anforderungen nur mangelhaft umgesetzt sind, ist ein weiteres Problem. Bei der Modernisierung von Legacy-Systemen haben Unternehmen vornehmlich Schwierigkeiten, Sicherheitsanforderungen zu erfüllen. Zudem betrachten sie den möglicherweise hohen Zeitaufwand als kritischen Faktor.
  • Um ihre Unternehmensorganisation an die veränderte IT-Infrastruktur anzupassen, setzen 90 Prozent der Unternehmen auf eine stärkere Vernetzung von Bereichen, Prozessen und Systemen. Daneben bilden sie ihre Mitarbeiter fort und arbeiten verstärkt mit IT-Partnern zusammen. Zweidrittel der Befragten greifen auf DevOps zurück.

Investitionen in die Cloud erhöhen

Da es viele Unternehmen in der Vergangenheit versäumt haben, ihre Legacy-Systeme radikal zu modernisieren, ist der Handlungsdruck nun sehr hoch. Vor allem die Fachbereiche erwarten automatisierte Prozesse und vollintegrierte digitale Lösungen. Ein wichtiger Baustein der Modernisierung besteht darin, Altsysteme sukzessive cloudfähig zu machen beziehungsweise durch APIs und Microservice so zu verändern, dass sie hybride Modelle abbilden können. Dementsprechend investieren Unternehmen immer stärker in die Cloud.

Die Ergenisse der Sudie finden Sie hier https://www.arvato-systems.de/arvato-systems/beratung-innovation/innovation.

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Marcus Metzner

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Chief Marketing Officer, Arvato Systems GmbH