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Machine Learning DFKI-Forscherteam erhält "NVIDIA Pioneer Award"

Redakteur: Lisa Marie Waschbusch

Ein Forscherteam des DFKI wurde für seine Arbeit „What do Deep Networks Like to See?“ mit dem "NVIDIA Pioneer Award" ausgezeichnet. Das Paper gibt Einblicke in die Verarbeitungsprozesse neuronaler Netzwerke.

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Jensen Huang, CEO von NVIDIA, und Sebastian Palacio, DFKI.
Jensen Huang, CEO von NVIDIA, und Sebastian Palacio, DFKI.
(Bild: NVIDIA)

Als einziges europäisches Team wurden die Forscher vom DFKI Deep Learning-Kompetenzzentrum für ihre Arbeit „What do Deep Networks Like to See?“ mit dem "NVIDIA Pioneer Award" ausgezeichnet. Jensen Huang, CEO von NVIDIA, würdigte im Rahmen der Computer Vision and Pattern Recognition Konferenz (CVPR) in Salt Lake City insgesamt zwölf international herausragende Arbeiten auf dem Gebiet des Maschinellen Lernens.

Das neuartige Analyseverfahren der DFKI-Forscher erlaubt weitreichende Einblicke in die Eigenschaften und Verarbeitungsprozesse tiefer neuronaler Netze, die sonst weitestgehend undurchsichtig sind. Dabei werden die Vorgänge von außen von einem zweiten neuronalen Netz betrachtet. Ein leistungsstarker Autoencoder erhält Rückmeldung über die Ergebnisse der Analyse und passt die Eingabe entsprechend an, sodass Fehler reduziert werden. Erkennt das Netz beispielsweise ein Motiv auf einem Bild nicht richtig, so wird der Input nach dem Gusto des Netzes angepasst. Hieraus lassen sich Rückschlüsse über die bevorzugten Entscheidungswege der gängigsten Modelle ziehen und diese verständlich visualisieren. Kurzum: Das Verfahren bringt ein neues Licht in die Vorgänge der „Black Box“ des Deep Learning und hilft so, die Prozesse nachvollziehbarer zu machen. Ein zentraler Aspekt, wenn Maschinen Entscheidungen im Sinne des Menschen treffen sollen.

Entwicklung in "DeFuseNN"-Projekt

Sebastian Palacio, Wissenschaftler im DFKI-Forschungsbereich Smarte Daten & Wissensdienste, stellte das neue Konzept mit dem Papier „What do Deep Networks Like to See?“, das er mit den DFKI-Autoren Joachim Folz, Joern Hees, Federico Raue, Damian Borth und Andreas Dengel verfasste, erstmals auf der CVPR Konferenz vor und nahm die Auszeichnung entgegen. Entwickelt wurde die Technologie im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt "DeFuseNN".

Neben dem DFKI, dem einzigen Preisträger aus Europa, wurden weitere renommierte Institutionen wie die Stanford University, Tsinghua University, University of Toronto, University of Tokyo und University of Washington, Chinese Academy of Science, Peking University, ausgezeichnet.

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