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Zwischen Innovation und Alltagsbetrieb

DevOps: was, wofür und wie?

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Last not least bieten DevOps Unternehmen eine Grundlage für die Produktion von Lösungen, ohne den Kosten- und Zeitrahmen zu sprengen. Diese Lösungen entsprechen genau dem, was das Unternehmen benötigt, und werden effizient sowie gemeinschaftlich entwickelt.

Änderungen: Kultur und Technologie

Die Einführung des DevOps-Verfahrens ist nicht so einfach wie das Umlegen eines Schalters oder die Installation einer App. Ein Unternehmen muss sich voll und ganz den Änderungen verschreiben, die die Einführung für die Kulturen und Technologien seiner Entwicklungs- und IT-Teams bedeutet.

Eine drastische Änderung für viele Unternehmen betrifft Kultur und Technologie, da sie sich vom Konzept der IT als Utility verabschieden müssen. Gartners bimodales Konzept der IT bietet eine Möglichkeit, diese Verschiebung zu verstehen. Einfach ausgedrückt, wird die IT in zwei Bereiche unterteilt: der traditionellere Bereich, der für Support und Sicherheit verantwortlich ist, und der Bereich für Innovationen und die kontinuierliche Verbesserung der Geschäftsabläufe.

Die Bimodalität der IT...

Ganz klar wird es immer eine Nachfrage nach dem ersten Bereich geben. Und hier kommen die Dienstleistungsanbieter ins Spiel. Doch die ausschließliche Übertragung der IT an Dienstleistungsanbieter war in der Vergangenheit für zahlreiche Unternehmen sicherlich sinnvoll. Doch tatsächlich wird dadurch die Kapazität des Unternehmens, den zweiten Bereich abzudecken, eingeschränkt.

Es ist dieser zweite Bereich – Innovation und Verbesserung von Geschäftsabläufen –, in dem DevOps einen Mehrwert bietet. Es ist auch nicht überraschend, dass er auch der Grund für zahlreiche weitere notwendige Änderungen ist.

...führt zu ihrer Spaltung

Was die Unternehmenskultur angeht, kann DevOps die traditionelle Personaleinteilung von Unternehmen durchaus auf den Kopf stellen. In der Vergangenheit waren die Entwickler immer die „Macher“ neuer Software, neuer Angebote, neuer Funktionen. Die Aufgabe der Operations-Teams war es hauptsächlich, diese Produkte in der Produktionsumgebung zu verwalten. Und wie Rudyard Kipling sagte: „und niemals treffen sich die beiden“.

Mit dem DevOps-Ansatz können diese beiden traditionell getrennten Teams jetzt eng zusammenarbeiten. Obwohl das die Entwicklung und das Deployment von Lösungen beschleunigt, besteht auch keine geringe Wahrscheinlichkeit von Reibungen. Im DevOps-Modell müssen beide – die Entwicklungs- und Operationsteams – die Sicht auf ihre Rolle ändern.

Noch einmal lernen: Kooperation

Das ist aber nicht einfach. Bei dieser Änderung geht es nicht nur um Mentalitäten; es sind konkrete Handlungen erforderlich. Man benötigt ein gemeinsames Verstehen und gemeinsame Informationen darüber, wie Anwendungsänderungen sich in einer Infrastruktur auswirken.

Die Mitarbeiter auf beiden Seiten müssen wahrscheinlich neu geschult werden. Sie müssen lernen, wie DevOps funktioniert, und sie müssen sich mit ihren neuen Rollen vertraut machen. Die Leute verlieren nicht ihre Arbeit, aber sie müssen mehr Fähigkeiten in Sachen Zusammenarbeit lernen, damit DevOps so effektiv wie möglich ist.

Auch wenn es nicht unbedingt eine kulturelle Änderung ist, kann ein internes Audit bei der Einführung von DevOps sehr nützlich sein. Größere interne Kontroll- und Compliance-Probleme gibt es in vielen Unternehmen. Wenn Sie frühzeitig im Umstellungsprozess erkannt werden, lassen sich spätere Kopfschmerzen vermeiden. Sobald die Entwicklungssprints und die 30-Tages-Zeitpläne Realität geworden sind, könnte beispielsweise ein Gesetz, das übersehen wurde, die Abläufe zum Stehen bringen.

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