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Cloud-Computing Deutschland holt auf – und bleibt doch Schlusslicht bei der Cloud-Nutzung

Redakteur: Robert Horn

Kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland holen bei der Nutzung von Softwarelösungen aus der Cloud stark auf. Trotzdem bleibt Deutschland Schlusslicht im internationalen Vergleich: Dort nutzen rund 61 % Cloud-Software für ihr Business. In Spanien und den Niederlanden sind es sogar 70 % und mehr, so eine Studie.

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(Bild: gemeinfrei / unsplash / CC0 )

Bei der Studie „KMU Barometer 2016“, einer internationalen Studie des Marktforschungsinstituts Pb7 im Auftrag von Exact, wurden rund 2.600 Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern in Deutschland, Belgien, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Spanien sowie den USA zu ihrer Softwarenutzung und zu ihrer Einstellung zur Digitalisierung und damit verbundenen Trends befragt.

Einfluss des technologischen Wandels unbestritten

Die Digitalisierung und der technologische Wandel haben einen entscheidenden Einfluss auf die Wettbewerbslandschaft in den kommenden drei Jahren. Dieser Aussage stimmten weltweit 62 % der befragten KMU zu. In Deutschland scheint dieser Einfluss als etwas geringer bewertet zu werden: Hier stimmten 56 % der Unternehmen zu, im Gegensatz zu Spanien, wo 74 % die Aussage uneingeschränkt bejahten.

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Deutschland mit führend bei Einführung neuer Geschäftsmodelle

Deutschland liegt über dem internationalen Durchschnitt, wenn es um die aktive Einführung neuer Geschäftsmodelle geht: 58 % der hierzulande Befragten führen aktiv neue Geschäftsmodelle ein – versus nur 54 % im internationalen Durchschnitt. Nur Spanien liegt bei diesem Trend noch vor Deutschland: Dort setzen 60 % der Unternehmen auf neue Geschäftsmodelle.

Eine Erklärung für diese Zahlen mag sein, dass viele Unternehmen neue Geschäftsmodelle als Erfolgs- oder sogar Überlebensfaktor betrachten: 35 % der Unternehmen in Deutschland (und auch international) glauben, dass sie ohne die Optimierung ihrer Geschäftsmodelle in den kommenden fünf Jahren vom Markt verschwinden würden. 18 % glauben sogar, dass sie ihre Geschäftsmodelle radikal ändern müssten, um langfristig bestehen zu können. International scheint der Druck auf die Unternehmen jedoch höher zu sein: Hier halten 26 % der KMU eine radikale Änderung für notwendig.

Disruptive Geschäftsmodelle des Wettbewerbs: Kein Grund zu großer Sorge

Ein Drittel der deutschen Befragten ist sich dem Trend bewusst, dass Wettbewerber mit komplett neuen Geschäftsmodellen in ihren Markt eindringen (37 % im internationalen Durchschnitt). Nur ein Viertel zeigt sich darüber jedoch besorgt - gegenüber 38 % im internationalen Durchschnitt. Von einem innovativen Wettbewerb und disruptiven Geschäftsmodellen fühlen sich spanische und französische Unternehmen am meisten betroffen: 51 % der spanischen und 43 % der französischen KMU zeigen sich darüber besorgt.

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