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German Angst Deutsche trotz Corona vergleichsweise optimistisch

| Redakteur: Jürgen Schreier

Natürlich schlägt die Corona-Pandemie und deren Folgen auch dem Durchschnittsdeutschen aufs Gemüt. Aber im Vergleich zu anderen Europäern gibt er sich relativ optimistisch und zuversichtlich, wie der CRM-Spezialist Salesforce herausgefunden hat.

Der deutsche Angsthase steckt die Corona-Krise offenbar besser weg als manch anderer Europäer.
Der deutsche Angsthase steckt die Corona-Krise offenbar besser weg als manch anderer Europäer.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Generell sind die Deutschen in der Krise, verglichen mit anderen Ländern, relativ optimistisch und zuversichtlich. Eine knappe Mehrheit fühlt sich gut und sicher – 68 Prozent können sich sogar vorstellen langfristig von Zuhause aus zu arbeiten. Die größten Sorgen machen sich die Befragten in Deutschland um ihre körperliche Gesundheit (42 Prozent sehr oder extrem besorgt) und ihre langfristige finanzielle Situation. 42 Prozent befürchten, dass ihr Arbeitsplatz gefährdet ist. Damit befindet sich Deutschland im europäischen Durchschnitt: In Großbritannien teilen diese Sorge 49 Prozent, in Frankreich 42 Prozent.

Zu den Erwartungen an die Zukunft der Arbeit der Befragten in Deutschland, sind die Ergebnisse zum Teil überraschend:

  • Sieben von Zehn Befragten (68 Prozent) bewerten das Home Office positiv und können sich vorstellen langfristig von zuhause aus zu arbeiten.
  • Deutliche Unterschiede gibt es zwischen den Geschlechtern. Während 49 Prozent der Frauen in Deutschland in der aktuellen Situation Unsicherheit verspüren, trifft dies nur auf 35 Prozent der Männer zu. Möglicherweise schlägt sich ein höherer Anteil von Frauen in befristeten Jobs und Teilzeit sowie die immer noch niedrigere Bezahlung in einem Gefühl der Unsicherheit nieder.
  • Ältere Arbeitnehmer blicken optimistischer in die Zukunft als ihre jüngeren Kollegen und sehen sich mit ihren Fähigkeiten für den Arbeitsmarkt der Zukunft gut aufgestellt. 76 Prozent der sogenannten Generation X schätzen ihr Skill Set auf der Höhe der Zeit ein, während dies nur 66 Prozent der Millennials von sich behaupten.
  • Gleichzeitig geben fast die Hälfte (43 Prozent) der 1965 bis 1975 Geborenen an, dass sie sich mehr Fortbildungsangebote wünschen (50 Prozent der Millennials).

Diverse Teams und lebenslanges Lernen

Die Arbeitskräfte, ihre Motivation und Qualifikation sind der Schlüssel für eine erfolgreiche Transformation, gerade in Zeiten des massiven Wandels, wie wir ihn derzeit erleben. Ein zentraler Punkt sind dabei Fortbildungsangebote, um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die augenblicklichen und zukünftigen Anforderungen zu schulen.

Salesforce bietet beispielsweise über Trailhead eine kostenlose Lernplattform, die jeder von Zuhause aus nutzen kann, um sich in Themen weiterzubilden, die auf dem heutigen und zukünftigen Arbeitsmarkt gefragt sein werden. Unternehmen sollten ihren Mitarbeitenden die Möglichkeit geben, Fortbildungsangebote gerade jetzt von Zuhause aus zu nutzen.

Hier sollten Arbeitgeber nicht nur die Jungen im Blick haben, sondern die Erfahrung älterer Jahrgänge als Ressource verstehen und weiter ausbauen. Damit die Belebung der Wirtschaft zum Erfolg wird, braucht es in den Teams und Abteilungen neben einer Ausgewogenheit von Männern und Frauen auch eine gute Mischung von Impulsen der jüngeren gepaart mit der Erfahrung älterer Kolleginnen und Kollegen.

Emojis als Stimmungsbarometer

Eine aktuelle Studie der Digitalagentur We Are Social zeigt, wie sich die Nutzung von Emojis auf Twitter weltweit im Vergleich zum vergangenen Jahr und besonders während des Corona-Lockdowns verändert hat.

Insgesamt hat die Verwendung emotionaler Icons auf Twitter im April 2020 im Vergleich zum April 2019 um 36 Prozent zugenommen. Trotz Corona weiter auf Platz eins bleibt das „Lachende Emoji“, das die Hitliste seit Jahren anführt. Ein Aufsteiger in Zeiten der Pandemie ist das "flehende Gesicht", das von Platz zehn auf Platz drei geklettert ist. Dieser Gesichtsausdruck wurde 2018 eingeführt und kann neben seiner beabsichtigten Verwendung laut Emojipedia auch „Verehrung oder das Gefühl der Berührung durch eine liebevolle Geste darstellen“. Neu in den Top 10 ist das "denkende Gesicht“. Dass diese Emoticons in der Liste nach oben gerutscht sind, zeigt, dass Menschen in Zeiten der Krise häufiger komplexe Emotionen durch visuelle Symbole darstellen wollen.

Der Digital 2020 April Report von We Are Social belegt, dass 76 Prozent der Internetnutzer im Alter zwischen 16 und 64 Jahren seit Beginn der Ausgangsbeschränkungen mehr Zeit an ihren Smartphones verbringen. Keine Überraschung, dass Emojis ebenfalls deutlich häufiger genutzt wurden: Allein seit Beginn des Lockdowns Mitte März ist der Gebrauch von Emoticons um 15 Prozent gestiegen. Es überrascht nicht, dass die beiden Emojis, die in Diskussionen im Zusammenhang mit Covid-19 am häufigsten verwendet wurden, die Emojis für Virus (42 Prozent) und Mundschutz (36 Prozent) waren.

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