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Supply Chain Der Schlüssel zum Wandel ist die Geschwindigkeit

Autor / Redakteur: Andreas Thonig / Gesine Herzberger

Die Digitalisierung der Industrie bringt viele neue Technologien hervor, die noch vor kurzem Science-Fiction waren. Sicher, einige davon bleiben wohl reine Consumer Gimmicks, jedoch werden künstliche Intelligenz, Robotik, Automation und das Internet der Dinge zu entscheidenden Werkzeugen für Unternehmen im B2B-Bereich.

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Die Digitalisierung der Industrie bringt viele neue Technologien hervor. Diese werden die Vernetzung zwischen Unternehmen und Prozessen verbessern. Wichtig dabei ist aber auch die Geschwindigkeit, mit der diese Prozesse ablaufen.
Die Digitalisierung der Industrie bringt viele neue Technologien hervor. Diese werden die Vernetzung zwischen Unternehmen und Prozessen verbessern. Wichtig dabei ist aber auch die Geschwindigkeit, mit der diese Prozesse ablaufen.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

3D-Drucker haben beispielsweise den Status als Consumer Gimmick bereits weit hinter sich gelassen. Hersteller verwenden sie, um Prothesen, Einspritzdüsen oder Flugzeugteile zu produzieren. Dieser On-Demand-Produktionsprozess eröffnet eine breite Palette an Möglichkeiten in der Lieferkette, um beispielsweise Produkteinführungszeiten zu verringern oder Produktionskosten zu senken. Schon bald sind Unternehmen in der Lage, Produktdesigns herunterzuladen und sie in ihrem eigenen Büro selbst in 3D zu drucken.

Hinzu kommen die Konzepte von Amazon und DHL, Pakete mit Drohnen auszuliefern. Auch wenn es noch eine Weile dauern wird, bis sie tatsächlich Realität werden, und es noch einige technische und rechtliche Hindernisse zu überwinden gilt, werden sie in einigen Bereichen bereits eingesetzt, beispielsweise bei der Bauüberwachung oder in smarten Lagerhäusern.

Ein weiteres Beispiel ist Hyperloop von Tesla-Gründer Elon Musk. Das Projekt, das als provokatives Whitepaper startete, hat im Sommer grünes Licht für den Bau einer 13 Kilometer langen Versuchsstrecke in Kalifornien bekommen, um Fracht oder Personen mit Geschwindigkeiten von knapp 900 Stundenkilometern zu transportieren. Neben drastisch verkürzten Fahrzeiten wird Hyperloop auch dabei helfen, Transportkosten zu senken, Produktionsgeschwindigkeiten zu steigern und so traditionelle logistische Probleme wie überbuchte Frachtschiffe, geschlossene Häfen oder schlechtes Wetter zu umgehen.

Plattformen für digitale Transformation

Diese und weitere Innovationen werden die Vernetzung zwischen Unternehmen und Prozessen verbessern, sowohl intern als auch extern. Notwendig ist dafür allerdings eine stärkere Zusammenarbeit der Unternehmen mit ihren Partnern aus allen Branchen, Regionen und Fachabteilungen, da sie stärker voneinander abhängig sind. Der Schlüssel zum Wandel ist die Geschwindigkeit, mit der Prozesse ablaufen und Daten erzeugt werden, um sie an das Tempo der neuen Technologien anzupassen. Globale B2B-Technologieplattformen, die mit allen Wechselwirkungen der Lieferkette umgehen können, werden daher von wesentlicher Bedeutung sein.

Andreas Thonig ist Country Manager DACH bei Tradeshift.
Andreas Thonig ist Country Manager DACH bei Tradeshift.
(Bild: Agentur Frische Fische / Tradeshift)

Werden Geschäftsprozesse – Kollaboration, Transaktionen und Beziehungen – digital in die Cloud überführt, können Unternehmen die traditionellen Schwierigkeiten von Enterprise-Software überwinden. Dazu müssen Geschäftsprozesse zwischen Unternehmen neu definiert, Cloud- und On-Premise-Systeme überbrückt, Prozesse über Application-Silos hinweg verbunden und relevante Daten in Echtzeit den Entscheidungsträgern zur Verfügung gestellt werden.

Neue Technologien führen in Kombination zu radikalem Wandel. Hyperloop, Drohnen, 3D-Druck und andere Innovationen werden Materialumschlag, Bestands- und Lagerhaltung, Transport, Supply-Chain-Management und Beschaffung stark beeinflussen und verändern. In weniger als fünf Jahren werden die CPOs und CFOs mit ihren Einkaufsabteilungen die neuen Technologien der Industrie 4.0 ganz selbstverständlich nutzen. Daher sollten Unternehmen handeln und Plattformen installieren, die Veränderungen infolge der vierten industriellen Revolution schon heute unterstützen.

Über den Autor

Andreas Thonig ist Country Manager DACH bei Tradeshift und verfügt über mehr als zehn Jahre Erfahrung in den Bereichen E-Invoicing, Business Collaboration und E-Procurement. Tradeshift hat eine globale B2B-Plattform entwickelt, die Unternehmen hilft, effizienter zusammenzuarbeiten. Sie verwendet cloudbasierte Technologien, um Abläufe wie Rechnungsstellung, Workflow und Lieferantenfinanzierung zu verbessern.

Dieser Beitrag ist auf unserem Partnerportal marconomy erschienen.

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