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Arbeitskreis "Digitaler Zwilling"

Der Produktkatalog wird IoT-fähig

| Redakteur: Jürgen Schreier

Ein von CADENAS organisierter Arbeitskreis mit namhaften Industriepartnern erarbeitet derzeit umfassende Komponentenstandards, um Daten aus elektronischen Produktkatalogen in Simulationssoftware wie MCD von Siemens optimal nutzen zu können.

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Softwarelösungen für Simulationen wie der Mechatronics Concept Designer (MCD) von Siemens PLM leisten einen entscheidenden Beitrag auf dem Weg zur Industrie 4.0.
Softwarelösungen für Simulationen wie der Mechatronics Concept Designer (MCD) von Siemens PLM leisten einen entscheidenden Beitrag auf dem Weg zur Industrie 4.0.
(Bild: CADENAS)

Je stärker einzelne Bauteile im Fertigungsprozess miteinander kommunizieren sollen, desto intelligenter müssen dann auch die digitalen Engineering-Daten sein. Mit dem elektronischen Produktkatalog eCATALOGsolutions von CADENAS können Komponentenhersteller ihre digitalen Produktdaten für den Konstruktionsprozess mit allen notwendigen, intelligenten Informationen anreichern.

Ziel: 3D-CAD Daten im NX Format optimal in MCD nutzen

Damit dies auch in der Praxis optimal gelingt, haben sich namhafte Komponentenhersteller - darunter ACE, Festo und SCHUNK - zum Arbeitskreis „Digitaler Zwilling“ zusammengeschlossen. In diesem von CADENAS organisierten Forum wird in Zusammenarbeit mit Siemens PLM ein Standard erarbeitet, sodass die über den elektronischen Produktkatalog erzeugten 3D-CAD Daten im NX-Format optimal in der Siemens Simulationssoftware Mechatronics Concept Designer (MCD) genutzt werden können.

Softwarelösungen für Simulationen wie der Mechatronics Concept Designer (MCD) von Siemens PLM leisten einen entscheidenden Beitrag auf dem Weg zur Industrie 4.0. Der MCD ist dabei eine durchgängige Lösung für die Automationsentwicklung (integrierte Konstruktion und kinematische Simulation) innerhalb der 3D-CAD-Software NX. In Verbindung mit dem sogenannten Digitalen Zwilling lassen sich beispielsweise die Inbetriebnahme technischer Anlagen vorab virtuell testen und die Detailabstimmung der Steuerung digital vornehmen. Dadurch verkürzt sich das sogenannte Ramp-up deutlich.

Auswahl, Integration und Bewegungssimulation eines Bauteils

Aber was macht ein intelligentes Bauteil aus und wie wird es für Simulationen aufbereitet? Die Geometrie eines Bauteils allein ist für die Konstruktion nicht ausreichend. Mit eCATALOGsolutions enthalten die 3D-CAD-Modelle intelligente Funktionen, die über die reine Geometrie hinausgehen. Zunächst müssen die Bauteile für Simulationen über kinematische Informationen (z.B. Bewegungsrichtung und Freiheitsgrade) verfügen. Darüber hinaus sind neben Nozzle- und Anschlussinformationen sowie Massezentren der jeweiligen Bauteile auch deren physikalische Werte und Grenzen (z.B. maximal zulässige Geschwindigkeit, Beschleunigung und Verzögerung) wichtig.

Damit auch in Zukunft weitere Simulations-Softwarelösungen genutzt werden können, legt CADENAS bereits im Vorfeld Metadaten entsprechend im elektronischen Produktkatalog fest.

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