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IoT Use Case Der moderne Kammerjäger setzt auf IoT-Technologie

| Redakteur: Jürgen Schreier

Anticimex ist ein schwedischer Spezialist für präventive Schädlingsbekämpfung. Das Unternehmen hat vernetzte Fallen entwickelt, mit denen das Auftreten von Schädlingen - z.B. Ratten - überwacht werden kann. Für die weltweite Konnektivität sorgt Telenor Connexion.

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Ratten sind possierliche Tiere - doch werden sie rasch zum Fall für den "Kammerjäger".
Ratten sind possierliche Tiere - doch werden sie rasch zum Fall für den "Kammerjäger".
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Die Schädlingsbekämpfung stützt sich bei Nagetieren wie Ratten oder Mäusen traditionell auf Giftfallen. Dieser Ansatz hat allerlei Nachteile: So müssen in der Regel mehrere Fallen aufgestellt und ständig "manuell" überprüft werden. Oft gehen aber auch keine Tiere die ausgebrachten Fallen.

Lösen lassen sich diese Probleme mithilfe intelligenter Technologien. Und so treibt das IoT auch in der Schädlingsbekämpfung die digitale Revolution voran, indem es Unternehmen wie Anticimex in die Lage versetzt, seine Fallen zu vernetzen und smart zu machen. Dadurch wird eine kontinuierliche Überwachung der Fallen rund um die Uhr möglich - und zwar unabhängig davon, wo sie sich diese befinden.

Schädlingsbekämpfung auf die intelligente Art

Unter Nutzung der globalen Konnektivität, die das IoT-Unternehmen Telenor Connexion bereitstellt, hat Anticimex vernetzte Produkte wie die Falle Anticimex Smart entwickelt, die wesentlich besser vor Schädlingsbefall schützt sowie zu einer erheblichen Verringerung der in herkömmlichen Fallen verwendeten Giftstoffe führt. Zudem können die von den Fallen übermittelten Daten zur Gewinnung wertvoller Erkenntnisse über die Ausbreitung und das Verhalten der Schädlinge genutzt werden.

Die Überwachung, Wartung oder Entsorgung von Fallen ist für die Kunden eine lästige Angelegenheit. Deshalb ist die Idee, eine "bessere" Falle zu bauen, schon seit Jahren ein wichtiges Ziel im Bereich der Schädlingsbekämpfung. Im Gegensatz zu herkömmlichen Fallen können die Fallen mit IoT-Vernetzung kontinuierlich überwacht werden und teilen sofort die Anwesenheit von Schädlingen mit, was ein rasches Handeln erlaubt.

Das smarte Schädlingsbekämpfungssystem von Antcimex
Das smarte Schädlingsbekämpfungssystem von Antcimex
(Bild: Anticimex)

Die gesammelten Daten lassen sich dazu nutzen, um bei einem großflächigen Befalls mehr Fallen aufzustellen oder nicht ausgelöste Fallen dorthin zu bringen können, wo sie benötigt werden. Verbundene Bekämpfungslösungen wie die smarten Anticimex-Fallen verbessern den Kundenservice und liefern bessere Ergebnisse, was sich wiederum positiv auf das Geschäft auswirkt. Darüber hinaus ermöglicht es die globale Konnektivität von Telenor Connexion dem Schädlingsbekämpfer, schneller und einfacher in neue Märkte vorzudringen, ohne IoT-Mobilfunkverträge mit lokalen Netzbetreibern abschließen zu müssen.

Bekämpfungserfolge statt Fallenverkauf

Konnektivität bedeutet: Intelligente Schädlingsbekämpfung ist rund um die Uhr möglich und nicht nur dann, wenn Mitarbeiter vor Ort sind, um die Fallen zu warten. Die gewonnenen Erkenntnisse vermitteln ein genaues Bild vom Ausmaß eines Befalls und ermöglichen die Durchführung zielgenauer Überwachungsmaßnahmen. Durch das frühzeitige Fangen der unerwünschten Nager lässt sich ein kostspieliger Schädlingsbefall vermeiden. Auch der umweltschädliche Einsatz von Giftstoffen kann dadurch minimiert oder gar unnötig werden.

Seit seiner Gründung im Jahr 1934 als Anbieter von Schädlingsbekämpfungsmitteln in Schweden hat sich Anticimex stets neuen Technologien und Geschäftsmodellen verschrieben. Ursprünglich bot Anticimex den Eigentümern über einen jährlichen Festpreisvertrag eine Garantie gegen Wanzen an. Der Service war so erfolgreich, dass er schnell auf andere Schädlinge ausgeweitet wurde.

Heute ist Anticimex eines der größten Schädlingsbekämpfungsunternehmen der Welt, das in 18 Ländern tätig ist und neben der Schädlingsbekämpfung auch Lebensmittelsicherheit, Umweltdienste, Brandschutz und Versicherungen anbietet. Zusätzlich zu den traditionellen Anticimex.Dienstleitungen bieten die IoT-fähigen Funktionen der Anticimex-Smart-Lösung den Kunden das Beste aus beiden Welten - Automatisierung und Fachwissen.

Weltweit 148.000 Fallen und Sensoren im Einsatz

Die Schritt in die digitale Schädlingsbekämpfungslösung war für Anticimex ein erfolgreicher. Bis Februar 2020 waren weltweit über 148.000 Fallen und Sensoren im Einsatz. Jedes Jahr werden weltweit Millionen von Ratten gefangen. Anticimex-Teams setzen jeden Monat Fallen in 18 Märkten weltweit ein. Inzwischen erwirtschaftet das schwedische Unternehmen rund neun Prozent seines Umsatzes direkt mit smarten Services.

"Unsere Kunden wollen keine Schädlingsbekämpfung kaufen, sondern das Wissen, dass ihre Standorte keine Schädlinge haben, und Anticimex Smart überwacht und dokumentiert dies kontinuierlich", sagt Ulf Eripe, CTO von Anticimex.

Auch der Kunde profitiert natürlich vom Einsatz IoT-basierter Schädlingsbekämpfungstechnik:

  • Überwachung rund um die Uhr: Herkömmliche Anticimex-Schädlingslösungen sind auf vierteljährliche oder monatliche physische Inspektionen angewiesen. Anticimex Smart hingegen überwacht ständig, reagiert sofort und berichtet direkt.
  • Nicht-toxische Schädlingsbekämpfung: Alle Smart-Fallen sind zu 100 Prozent giftfrei. Das ist besser für die Umwelt, es schafft eine gesündere Arbeitsumgebung und bedeutet, dass keine Pestizide dort landen, wo sie nicht hingehören.
  • Vermeidung eskalierender Kosten: Das Bekämpfen eines Befalls braucht Zeit. Der Schaden für ein Unternehmen kann beträchtlich sein. Wenn Anticimex Smart installiert ist, können Frühwarnungen zeitnah bearbeitet und potenzielle Probleme gelöst werden, bevor die Kosten zum Problem werden.
  • Erkennung des "toten Winkels": Schädlinge wie Ratten oder Mäuse verstecken sich gerne an Orten, an denen sie schwer zu entdecken sind. Mit Anticimex Smart kann lassen sich Aktivitäten auch an solchen verborgenen Orten aufspüren oder Fallen in einen bestimmten Bereich verlegen, in dem Aktivität festgestellt wurde.
  • Einfache Dokumentation: Anticimex Smart ist an die Datenzentrale von Smart angeschlossen, die es Anticimex ermöglicht, eine Situation zu analysieren und die Daten bei Bedarf zu exportieren, damit sie bei Bedarf externen Partnern präsentiert werden können.
  • Generell weniger Sorgen: Die ständige Überwachung minimiert das Risiko eines Befalls, der einem Unternehmen oder seinen Beziehungen zu Kunden und Partnern schaden könnte. Darüber hinaus garantieren effiziente Biozid-Fallen die Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften.

Warum smarte Schädlingsbekämpfung Managed Connectivity benötigt

Mit der Managed-Connectivity-Lösung von Telenor Connexion verfügt Anticimex über globale Konnektivität. Mit einer durch Service-Level-Agreements (SLAs) garantierten Betriebszeit bietet ein Team von engagierten IoT-Spezialisten rund um die Uhr Überwachung und Unterstützung, um sicherzustellen, dass die angeschlossenen Lösungen des Unternehmens rund um die Uhr funktionieren.

Managed Connectivity ermöglicht es Anticimex, seine Produkte mit mobilen Netzwerken überall auf der Welt zu verbinden. Mit nur einer einzigen standardisierten SIM-Karte, einem einzigen Ansprechpartner und dedizierter Unterstützung durch Konnektivitätsexperten wird der Kauf von IoT-SIM-Karten in jedem Markt überflüssig.

Mobilfunknetze sind gut erprobt und werden in absehbarer Zeit nicht verschwinden. Sie nutzen lizenzierte Funkfrequenzen, die frei von Interferenzen und Überlastungen durch konkurrierende Netze sind, was sie ideal für IoT-Implementierungen durch globale Unternehmen macht.

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