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Expertenbeitrag

Sukamal Banerjee

Sukamal Banerjee

Executive Vice President, Global Business Unit Head: IoT Works, HCL

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Der Lebenszyklus eines IoT-Projektes

| Autor/ Redakteur: Sukamal Banerjee / Redaktion IoT

Jede etablierte Organisation erzeugt Strukturen, die Unternehmensbereiche wie Produktion oder Abrechnung zusammenfassen und abbilden. Das Internet der Dinge (IoT) stellt diese Abgrenzung in Frage und verändert die eingefahrenen Prozesse eines Unternehmens.

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Der Lebenszyklus von IoT-Projekten
Der Lebenszyklus von IoT-Projekten
( Quelle: unsplash )

Viele Unternehmen möchten neue Wege gehen – über alle Bereiche wie Fertigung oder Beschaffung hinweg. Mehr als die Hälfte der von HCL selektierten und befragten 250 IT-Verantwortliche in Unternehmen gab an, dass sie der unkoordinierte und isoliere Ansatz bei der Einführung des IoT bremst. Zudem sehen viele ein gewisses Technologie-Risiko, vor allem hinsichtlich der Sicherheit. Die holprige und zögerliche Einführung belegt, dass hier insbesondere das Thema „Change Management“ eine ganz entscheidende Rolle spielt. Ebenso wichtig ist, dass sich Mitarbeiter auch während der Migration jederzeit auf die zuverlässige Analyse von Daten und Prozesse verlassen können.

IoT hat hohes Potenzial

Viele Unternehmen, die bereits auf das IoT setzen, sind von dessen Potenzial überzeugt. Allerdings ist der Aufwand für die Einführung sehr hoch und einige Organisationen haben das Gefühl, dass sie die Änderungen nicht schnell genug vollziehen. Der Migrationsprozess geht sicherlich mit einigen „Schmerzen“ einher, dennoch bringt er einen großen Fortschritt. Dies zeigen Beispiele wie General Electric (GE), die bereits in vielen Bereichen IoT-Prozesse nutzen.

Drei Stufen des IoT-Projektes

Da IoT-Technologien in einer Vielzahl von Szenarien eingesetzt werden können, fokussiert sich HCL auf wenige Branchen. Dadurch kann das Unternehmen Anwendungs- und Geschäftsprozesse entwickeln, die auf die spezifischen Anforderungen zugeschnitten sind und deren Wert sowie das Geschäftsergebnis sich genau definieren lassen.

Da es von großer Bedeutung ist, den Lebenszyklus eines IoT-Projektes festzulegen, untergliedert HCL die Implementierung in die drei Stufen „define, build, run“. Strategisch gibt es zwei Möglichkeiten, das IoT einzuführen: entweder durch einen „Use Case up“ oder einen „Big Bang“. Welcher Weg sich besser eignet, muss jedes Unternehmen selbst entscheiden.

Bessere Vorhersage und Planung

Ein gutes Beispiel für die erste Form sind Predictive Analytics, die eine deutlich bessere Vorhersage und Planung ermöglichen. So ist es in der Luftfahrt von essentieller Bedeutung, dass sich die Flugzeuge möglichst häufig in der Luft befinden und Passagiere oder Güter transportieren, denn damit verdienen Fluggesellschaften ihr Geld. Bei regelmäßigen Checks lassen sich zwar die Wartungszyklen am Boden genau festlegen, doch nur durch Predictive Analytics können spontane Reparaturprozesse effizient durchgeführt werden, da die nötigen Ersatzteile schon bei der Landung bereitstehen.

Die Entwicklung eines Unternehmens oder einer Branche in Richtung IoT kann durchaus einen unkontrollierten Schnellballeffekt haben – von der Anlagenebene über das Supply Chain bis hin zum Betrieb oder der Beschaffung. Unternehmen sollten dies vermeiden, indem sie bei der IoT-Migration und der Veränderung ihres Geschäftsmodells geplant vorgehen.

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