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Der IoT-Markt 2018: zwölf "Weissagungen"

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Die Unternehmen verstärken ihre Abwehrmaßnahmen gegen Cyber-Crime

In keinem Jahr waren Sicherheitsvorfälle so weit verbreitet wie 2017 - man denke etwa an den berühmten Equifax-Hack, den größte Datenklau des Jahres, bei dem Kriminelle rund 143 Millionen Kundendaten des US-Finanz- und Bonitätsdiensleisters Equifax kopierten. Nur wenige Unternehmen und Einrichtungen blieben 2017 von Cyber-Attacken verschont, darunter die NSA und Deloitte. Damit hat sich sich erneut die Gültigkeit des "alten" IT-Sprichworts bewiesen, wonach es zwei Arten von Unternehmen gibt: diejenigen, die gehackt wurden, und diejenigen, die noch nicht wissen, dass sie gehackt wurden.

"Während sich die Angriffsvektoren in Form von IoT-Geräten vermehren, werden sich die traditionellen Verteidigungsmechanismen wie ein Kartenhaus einstürzen", befürchtet Simon Jones, Evangelist bei Cedexis. Eine wachsende Zahl von Unternehmen rechnet damit, dass sie durch den zunehmendem Einsatz von IoT-Technologie verstärkt zur Zielscheibe solcher Angriffe zu werden.

Insgesamt 54 Prozent der Cybersicherheits-Experten erwarten, dass ihre Organisation im nächsten Jahr einen erfolgreichen Angriff erleidet, so der Spotlight Report 2017 der Herjavec Group. Dabei werden Datenverstöße werden im Jahr 2018 an Häufigkeit und Umfang zunehmen. Jones einen geht von einem Aufwärtstrend bei den Security-Mechanismen aus, die speziell dafür entwickelt wurden, Attacken auf IoT-Geräte abzuwehren.

Mike Bell, Executive Vice President IoT & Devices des Linux-Distributors Canonical, erwartet von Industrieunternehmen, dass sie sich vom Consumer-Bereich leiten lassen und dafür sorgen, dass Geräte-Updates automatisch auslöst und heruntergeladen werden. Die Notwendigkeit, industrielle IoT-Geräte auf stets dem neuesten Stand zu halten, ist gleichbedeutend mit der Tatsache, dass diese dann problemlos zehn Jahre und länger im Einsatz bleiben können. Allerdings sieht die Realität gegenwärtig anders aus. "Viele industrielle IoT-Devices sind schlecht gesichert. Oft besteht nicht einmal die Möglichkeit, Betriebssystem-Updates zu patchen oder zu installieren", beklagt Bell.

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