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Der Arbeitsplatz von morgen: vernetzte Mitarbeiter werden zur Realität

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Mehr als 50 Prozent der Investitionen fließen in Robotertechnologien

Die große Mehrheit (85 Prozent) der befragten Unternehmen ist der Ansicht, dass sich der Fokus in der Produktion zunehmend in Richtung Interaktion von Mensch und Maschine verschieben wird. In Zukunft werden kollaborative oder komplett autonome Maschinen und von Menschen angelernte Roboter den Mitarbeiter in der Fabrik unterstützen und so seine Effektivität steigern. Insbesondere fahrerlose Transportfahrzeuge – also mobile Roboter, die Materialien in der Fabrik oder der Lagerhalle hin- und her bewegen – spielen hier eine wichtige Rolle. Bei den befragten Unternehmen fließen mehr als die Hälfte der Investitionen bereits in solche Robotertechnologien. Zudem planen die Unternehmen in den nächsten fünf Jahren ihre Ausgaben für Roboter zu steigern, die Hand in Hand mit Menschen und außerhalb von Käfigen arbeiten (Collaborative Robots, kurz Cobots). Hinzu kommen Investitionen in Augmented-Reality-Systeme wie Datenbrillen oder sogenannten Smart Helmets, also mit Minicomputern und Bildschirm ausgestattete Helme.

Um den Sicherheitsrisiken der Connected Industrial Workforce zu begegnen, investieren viele Unternehmen auch in den Ausbau ihrer bestehenden IT-Infrastruktur. Weiterhin haben 89 Prozent aller Unternehmen, die sich laut Studie zu den Vorreitern bei der Vernetzung von Mensch und Maschine sehen, bereits damit angefangen, gezielt Experten mit bisher nicht in der Belegschaft vorhandenen Qualifikationen einzustellen.

Automobilindustrie ist Vorreiter auf dem Weg zum vernetzen Mitarbeiter

Von den untersuchten Fertigungsunternehmen, die neue Technologien vor allem zur Steigerung der Produktivität einsetzen wollen, zeigen die Automobilhersteller und ihre Zulieferer das größte Interesse an kollaborativen Robotern, fahrerlosen Transportfahrzeugen und Augmented-Reality-Geräte wie Datenbrillen oder Smart Helmets. Bei einem Autohersteller mit einem jährlichen Umsatz von 50 Mrd. Euro könnte die Vernetzung von Mensch und Maschine bis 2020 die Profitabilität um 500 Mio. Euro steigern, so die Berechnung von Accenture. Davon entfallen 50 Mio. Euro auf Forschung und Entwicklung, 415 Mio. Euro auf die Fertigung und Logistik sowie weitere 30 Mio. Euro auf Service und Kundendienst.

Amerikanische Unternehmen investieren am meisten

Die Studie zeigt auch Länderunterschiede bei den Investitionen in Forschung und Entwicklung (F&E) rund um Technologien für die Vernetzung von Mensch und Maschine. So planen Unternehmen in den USA, 40 Prozent der gesamten F&E-Ausgaben in die Entwicklung von Lösungen für die Connected Industrial Workforce zu investieren. An zweiter Stelle folgen chinesische Unternehmen, die dafür 23 Prozent des F&E-Budgets zur Verfügung stellen. Unternehmen in Deutschland und Frankreich wollen hier jeweils 20 Prozent beziehungsweise 19 Prozent ihres F&E-Budgets investieren. Japanische Unternehmen planen von allen untersuchten Ländern mit nur 17 Prozent des Gesamtbudgets die geringsten F&E-Ausgaben.

„Die Mensch-Maschine-Schnittstelle ist ein großes Themenfeld der Industrie 4.0. Deutschland kann hier eine führende Rolle übernehmen, wenn es den Unternehmen gelingt, die Mitarbeiter in Fertigungsunternehmen auf die neuen Aufgaben einzustellen“, sagt Riemensperger. „Die Berufsbilder ändern sich, IT-Kompetenz und der Umgang mit digitalen Daten wird für viele Aufgaben in Produktion und Montage zum Muss.“

Dieser Beitrag erschien zunächst auf unserem Partnerportal Elektrotechnik

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