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Der Arbeitsplatz von morgen: vernetzte Mitarbeiter werden zur Realität

| Redakteur: Julia Stemann

Eine Studie des Beratungsunternehmens Accenture zeigt, dass es zur Strategie von Industrieausrüstern und der Automobilindustrie gehört in neue Technologien für den vernetzten Mitarbeiter zu investieren – wie kollaborative Roboter, Wearables und künstliche Intelligenz. Besonders die Amerikaner setzen auf den vernetzten Mitarbeiter, er soll schon bald ein fester Bestandteil der intelligenten Fabrik sein.

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Die Studienergebnisse zeigen die Vernetzung von Mensch und Maschine als festen Bestandteil der Strategie zur Produktivitätssteigerung.
Die Studienergebnisse zeigen die Vernetzung von Mensch und Maschine als festen Bestandteil der Strategie zur Produktivitätssteigerung.
( Accenture )

Die Umfrage „Machine dreams: Making the Most of the Connected Industrial Workforce“ wurde unter mehr als 500 Entscheidern aus Asien, Europa und den USA, die in ihren Unternehmen für Vernetzung und Digitalisierung in der Produktion zuständig sind, durchgeführt. Sie soll den raschen Wandel hin zu einer engen Verzahnung von Maschinen, künstlicher Intelligenz und den Mitarbeitern in der Fertigungsindustrie belegen. So entsteht laut der Studie eine Connected Industrial Workforce, die in ihrer Arbeit von einer Kombination aus mobilen Technologien wie Wearables, Sicherheits- und Tracking-Technologien und Analytics unterstützt wird.

Investitionen für Arbeit 4.0 sollen wachsen

Die Studie zeigt, dass die Vernetzung der Mitarbeiter in der Fertigung bei der großen Mehrheit (94 Prozent) der befragten Industrieausrüster und Autohersteller sowie -zulieferer bereits fester Bestandteil der Geschäftsstrategie ist. In den kommenden fünf Jahren planen die befragten Unternehmen rund ein Viertel der gesamten Forschungs- und Entwicklungsausgaben – also bis zu 220 Mrd. Euro – für die Vernetzung von Mensch und Maschine zu investieren. Das ergäbe eine Investitionssumme in Höhe von 181 Mrd. Euro für Unternehmen der Automobilindustrie und 39 Mrd. Euro für Industrieausrüster.

„Intelligente Roboter übernehmen immer mehr Aufgaben in der Fabrik, doch der Mensch wird weiterhin im Mittelpunkt stehen. Die kollaborativen Roboter und mobilen Technologien unterstützen den Arbeiter bei seiner Tätigkeit, indem sie ihm stark repetitive oder gefährliche Aufgaben abnehmen und eine höhere Produktivität ermöglichen“, sagt Frank Riemensperger, Vorsitzender der Geschäftsführung von Accenture Deutschland. „Technik unterstützt die Mitarbeiter, ihre Arbeit effizienter zu verrichten und Abläufe zu verbessern, wird sie aber nicht ersetzen.“

Unternehmen zögern bei konkreten Umsetzungen

Obwohl die befragten Fertigungsunternehmen klare Vorteile in der Vernetzung von Mensch und Maschine sehen, sind sie bei der Umsetzung von konkreten Projekten bisher zögerlich. So hat weniger als ein Viertel der Unternehmen (22 Prozent) bereits umfassende Lösungen für die Connected Industrial Workforce in der eigenen Fertigung implementiert. 85 Prozent der Studienteilnehmer sehen ihr Unternehmen beim Einsatz von digitalen Technologien nur als Mitläufer oder gar Nachzügler, jedoch nicht in einer führenden Position.

Einer der Stolpersteine auf dem Weg zur Connected Industrial Workforce ist die technische Umsetzung bei der Vernetzung von Mensch und Maschine. Mehr als drei Viertel (76 Prozent) aller befragten Führungskräfte sehen in der fehlenden Datensicherheit ein mittleres oder großes Risiko. 72 Prozent der Befragten stufen die Komplexität und die damit verbundenen Gefahren als mittleres oder großes Risiko ein. Für sieben von zehn Entscheidern (70 Prozent) stellt der Mangel an ausreichend qualifizierten Mitarbeitern ein solches Risiko dar.

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