Security

Datensicherheit: Nutzer sehen sich zunehmend verantwortlich

| Redakteur: Lisa Marie Waschbusch

Wer Internetdienste nutzt, muss oftmals mindestens eine Emailadresse angeben.
Wer Internetdienste nutzt, muss oftmals mindestens eine Emailadresse angeben. (Bild: Pixabay / CC0)

Werden Internetkonten gehackt oder Daten geklaut, ist es leicht, die Schuld von sich zu weisen. Wie eine aktuelle Studie des Bitkom nun zeigt, sind sich Internetnutzer allerdings durchaus ihrer eigenen Verantwortung bewusst.

Die fortschreitende Digitalisierung führt dazu, dass Bürger und Unternehmen immer mehr Daten abspeichern und die Datenflut rapide weiterwächst. Das ist oftmals ein gefundenes Fressen für Hacker. Denn nicht selten sind sich Internet- oder Social-Media-Nutzer den Risiken nicht bewusst. Nicht wenige nutzen noch immer schwache Passwörter oder gar für jeden Service dasselbe. Erst kürzlich der große Datenklau-Skandal: Daten von Politikern und Prominenten wurden ausgespäht und illegal veröffentlicht. Frank Rieger, IT-Sicherheitsexperte und einer der Sprecher des Chaos Computer Clubs, schrieb in einem Gastkommentar beim ZDF zum Datenklau, das blinde Vertrauen in die Betreiber und Anbieter der beliebten Online-Services und Apps sei fehlplatziert.

Dass blindes Vertrauen und anschließende Schuldzuweisungen im Schadensfall nicht die Lösung sind, scheint auch den Internetnutzern immer mehr bewusst zu sein: Wie eine aktuelle Studie des Digitalverbands Bitkom zeigt, sehen sich die Nutzer zunehmend selbst in der Hauptverantwortung. Demnach sagen drei von vier (74 Prozent) Befragte, dass sie selbst für den Schutz ihrer persönlichen Daten im Internet verantwortlich seien. Vor fünf Jahren gaben das nur 62 Prozent der Befragten an.

Allerdings sieht nicht jeder die Verantwortung bei sich selbst: Mehr als jeder Fünfte (22 Prozent) findet, dass der Staat für sichere Daten im Internet verantwortlich sei. Nur drei Prozent geben an: Zuständig ist vorrangig die Wirtschaft, also Internetanbieter oder Hersteller von Hard- und Software.

Bewusstsein für Eigenverantwortung über alle Altersklassen hinweg hoch

Dabei zeigt sich auch im Vergleich der Altersklassen kein Unterschied bei der Einschätzung, wer für die Sicherheit der eigenen Daten im Internet zuständig ist. Sowohl drei Viertel der 16- bis 29-jährigen (74 Prozent) sehen sich in der Pflicht als auch drei Viertel (74 Prozent) der Älteren ab 65 Jahren.

„Ein sicheres Internet ist eine Gemeinschaftsaufgabe“, so Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung. „Die Politik muss den Rechtsrahmen dafür setzen, den die Behörden entsprechend durchsetzen. Plattformanbieter und Hersteller müssen ihre Produkte und Dienste von vornherein so sicher wie möglich machen.“ Schließlich sei jeder Einzelne gefordert, gängige Sicherheitsmaßnahmen zu nutzen und bewusst mit seinen Daten umzugehen.

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