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EU-DSGVO

Datenschutz: Kostenfaktor oder Wettbewerbsvorteil?

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Die Sensibilität für Fragen der Informationssicherheit ist fraglos deutlich höher als noch vor wenigen Jahren. Neue Gesetze und Vorgaben wie das Gesetz zum Schutz kritischer Infrastrukturen KRITIS und die EU-Datenschutz-Grundverordnung befeuern die Debatte zusätzlich.

Aber die digitale Transformation, das Internet der Dinge und das industrielle Internet der Dinge stellen neue Fragen an die IT-Sicherheit. Wie will man Daten und Vermögenswerte schützen und gleichzeitig eine hohe Verfügbarkeit gewährleisten? Wie in Firmen, deren Geschäftsmodell ausschließlich auf E-Business ausgerichtet ist oder in solchen, die in erster Linien mit sensiblen Informationen zu tun haben, wie Banken, Versicherungen, Finanzdienstleister, Krankenhäuser, Medizingerätehersteller und so weiter?

Sicherheit wird zu einem geschäftskritischen Faktor

Hier sind Vermögenswerte genauso unmittelbar betroffen wie Kundendaten. Datenschutz ist existentiell, damit ein Unternehmen überhaupt im Markt bestehen kann. Das gilt verschärft für Firmen, deren Geschäftsmodelle und Dienstleistungen überhaupt erst durch die digitale Transformation entstehen oder entstanden sind.

Viele Unternehmen sehen sich durch neue Technologien und digitale Transformation zudem einem noch stärkeren Verdrängungswettbewerb ausgesetzt als bisher schon. Wie kann man in diesem veränderten Wettbewerbsumfeld neue Kunden gewinnen und an sich binden oder neuartige Dienstleistungen entwickeln? Das ist mancherorts schon zu einer unternehmerischen Überlebensfrage geworden. Vertrauen ist einer der Schlüsselbegriffe.

In Daten liegt das intellektuelle und wirtschaftliche Kapital eines Unternehmens. Die zugehörigen Systeme sind Schlüsselkomponenten innerhalb der Wirtschaft. Neue Prozesse und Dienstleistungen verlangen aber zwingend ein anderes als das traditionelle Verständnis von Datenschutz und IT-Sicherheit. Sicherheit ist mithin nicht zuletzt in den Augen der Verbraucher zu einem geschäftskritischen Faktor geworden. Unternehmen sind durch die technologischen Umwälzungen gezwungen Sicherheit als einen der wesentlichen Faktoren zu betrachten, wenn Geschäftsprozesse effizient ablaufen und das Unternehmen produktiv bleiben soll.

Verbraucher bewerten Schutz ihrer Daten im Internet positiv

Laut der Umfrage wie Verbraucher den Schutz ihrer personenbezogenen Daten generell und im Licht der EU-DSGVO bewerten, würden 85 Prozent der deutschen Verbraucher den Wechsel zu einem anderen Unternehmen erwägen wenn der bisherige Anbieter die Verordnung nicht einhält. Im günstigsten Fall würde ein Verstoß gegen die DSGVO einen bitteren Nachgeschmack bei 84 Prozent der deutschen Verbraucher hinterlassen und deren Wahrnehmung negativ beeinflussen.

Datenschutz als Wettbewerbsvorteil zu begreifen ist längst nicht so neu wie man angesichts der Praxis vielleicht annehmen mag. „In einer vernetzten Welt sind Erfolg mit digitalen Geschäftsmodellen und Cyber-Sicherheit zwei Seiten derselben Medaille.“ schreibt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) schon 2015 in einer Veröffentlichung unter dem Titel „Cyber-Sicherheit als Wettbewerbsvorteil in der Digitalisierung“.

Positiv zu vermerken ist dagegen insbesondere im Hinblick auf die demnächst anwendbaren Bestimmungen der DSGVO, dass vier Fünftel der befragten deutschen Verbraucher (83 Prozent) der Meinung sind, dass die zunehmende Regulierung den Schutz ihrer Daten im Internet verbessern wird. Ein Grund mehr Datenschutz nicht nur in der Theorie als notwendigen Teil der Wettbewerbsfähigkeit und sogar Wettbewerbsvorteil zu betrachten.

Methodik der Befragung

Für die von Thales eSecurity in Auftrag gegebene Studie wurden 2000 Verbraucher in Deutschland und im Vereinigten Königreich (jeweils 1.000 pro Land) und 1500 Führungskräfte aus dem oberen Management in Deutschland, den USA und dem Vereinigten Königreich (jeweils 500 pro Land) befragt. Die Studie wurde im August 2017 von dem internationalen Marktforschungsunternehmen Censuswide online durchgeführt.

Der vollständige Report von Thales eSecurity mit weiteren Daten steht Ihnen hier zum Herunterladen zur Verfügung.

Weitere nützliche Infos und Tipps zur Umsetzung der EU-DSGVO finden Sie unter diesem Link.

Kai Zobel ist Regional Director bei Thales eSecurity.
Kai Zobel ist Regional Director bei Thales eSecurity.
(Bild: Thales eSecurity)

Datenschutzgrundverordnung wird wirksam

Ab 25. Mai 2018 gilt für Unternehmen die neue Datenschutzgrundverordnung, die EU-weit die Nutzung und Verarbeitung von personenbezogenen Daten regelt. Diese Verordnung stärkt unter anderem auch Verbraucherrechte. Nutzer können von Unternehmen dann verlangen, über ihre personenbezogenen Daten informiert zu werden, diese zu berichtigen und zu löschen. Darüber hinaus können sie erwirken, dass ihre Daten von einem Anbieter zu einem anderen Anbieter (oder an sie selbst) übertragen werden. Dies muss in einem strukturierten, gängigen und maschinenlesbaren Format erfolgen. Neu ist auch, dass Verbraucher jetzt umfangreiche Informations-, Auskunfts- und Widerspruchsrechte haben, wenn Anbieter von ihnen Nutzerprofile erstellen oder automatisierte Entscheidungen zu ihren Nutzerdaten treffen.

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