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Nokia Das “Worldwide IoT Network Grid” wird 5G-tauglich

| Autor / Redakteur: Jürgen Schreier / Sebastian Human

Nokia erweitert seinen Managed Service “Worldwide IoT Network Grid (WING)”. Netzwerkbetreiber können darüber bei minimalen Investitionen ihren Kunden künftig auch 5G-basierte IoT-Dienste anbieten. Ein neues 5G-WING-Testbed ermöglicht das Testen von 5G-IoT-Diensten, selbst wenn sich die Standards dafür noch in der Entwicklung befinden.

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Nokia bietet mit seinem Managed Service “Worldwide IoT Network Grid (WING)” Netzwerkbetreibern ab sofort die Möglichkeit, ihren Kunden IoT-Dienste auf 5G-Basis bereitzustellen.
Nokia bietet mit seinem Managed Service “Worldwide IoT Network Grid (WING)” Netzwerkbetreibern ab sofort die Möglichkeit, ihren Kunden IoT-Dienste auf 5G-Basis bereitzustellen.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Nokia entwickelt seinen Managed Service Worldwide IoT Network Grid (WING) mit 5G- und Edge-Fähigkeiten weiter. Die Aufrüstung erleichtert es Netzwerk-Betreibern, Unternehmenskunden 5G-IoT-Dienste mit extrem niedriger Latenzzeit, hoher Sicherheit und verbessertem Durchsatz anzubieten, ohne dass sie dafür in eine globale Infrastruktur investieren müssten. Das Pay-as-you-go-Geschäftsmodell hinter WING erlaubt eine schnelle und kosteneffiziente Skalierung von 5G-IoT-Diensten.

Innovative Geschäftsmodelle im Mobilitätsbereich

Mit WING können Netzbetreiber neue Geschäftsmodelle im Mobilitätsbereich (vernetzte Autos), in der Industrie (Echtzeit-Überwachung und -Steuerung von Maschinen und Anlagen) sowie im Gesundheitswesen (Telechirurgie) erschließen. Viele dieser Anwendungen stellen sehr hohe Anforderungen an die Latenz, das Datenvolumen, die Überragungsgeschwindigkeit und die Sicherheit stellen. Bei WING kommt eine verteilte, flexible Architektur zum Einsatz, die ein nahtloses Upgrade auf 5G ermöglicht.

Um diesen komplexen Übergang zu erleichtern, hat Nokia in ein 5G-WING-Labor in Dallas, Texas, etabliert, mit dem sich Betreiber rund um den Globus vernetzen können, um 5G-IoT-Anwendungsfälle zu testen.

WING erlaubt mit der 5G-Einführung eine Trennung der Funktionen der Benutzerebene auf den entfernten Netzwerkrand oder auf Edge-Kapazitäten auf dem Firmengelände, wodurch eine extrem niedrige Latenzzeit sichergestellt wird.

Erweiterung via MEC-Technologie

Parallel dazu kann diese verteilte WING-Infrastruktur mit der MEC-Technologie (Multi-Access Edge Computing) erweitert werden. Das verbessert die Fähigkeit zur Unterstützung rechenintensiver IoT-Dienste wie Wartung mittels AR und VR und C-V2X-Anwendungen. Um das volle Potenzial dieser vielfältigen Anwendungsfälle zu nutzen, kann das Netzwerk-Slicing über die native Cloud-Architektur von WING eingeführt werden.

Bereits im Vorfeld des MWC 2019 in Barcelona hatte Nokia serienmäßige Internet-of-Things-Pakete vorgestellt, die auf der Infrastruktur des Nokia Worldwide IoT Network Grid (WING) und Betreibern von Netzwerken helfen sollen, neue Geschäftschancen in vertikalen IoT-Märkten zu erschließen.

Diese Pakete ermöglichen den Betreibern nicht nur eine schnelle Markteinführung, sondern vereinfachen auch die Einrichtung und den Betrieb von IoT-Services für Unternehmen.

Vielfältiges IoT-Ökosystem

Die marktreifen Lösungen für WING beseitigen die Herausforderungen, vor denen Betreiber stehen, die

IoT-Dienste anbieten wollen. Dazu gehören der Bedarf an spezialisiertem Fachwissen, die Notwendigkeit, fragmentierte IoT-Konnektivitäts-Infrastrukturen zusammenzuführen sowie die Notwendigkeit, mit mehreren Dienstanbietern weltweit zusammenzuarbeiten. WING löst diese Probleme durch ein komplettes IoT-Ökosystem.

Zu den vier neuen Lösungen, die von Nokia im Vorfeld des MWC 2019 vorgestellt wurden, gehören:

Intelligente Landwirtschaft as a Service: Sensoren erfassen Umwelt-, Boden- und Erntedaten. Diese werden analysiert, um Erkenntnisse zu gewinnen, die den Landwirten helfen, ihre Ländereien effektiver zu bewirtschaften, um Kosten für Bewässerung, Pestizide und Düngemittel zu sparen.

Viehhaltung as a Service: Trackingsysteme und Biosensoren überwachen die Gesundheit und das Wohlergehen der Tiere, um die Viehzüchter frühzeitig vor “Anomalien” zu warnen. Die wertvollen Viehbestände werden dadurch geschützt, während der Landwirt die Erträge aus der Viehhaltung verbessern kann.

Logistik as a Service: IoT-Sensoren ermöglichen die Verfolgung der globalen Bewegung und des Zustands von Waren über die gesamte Lieferkette hinweg. Unternehmen können dadurch ohne Zeitverzug Zwischenfälle erkennen sowie durch die datenbasierte Vorhersage zukünftiger Ereignisse die Effizienz ihrer Liefer- und Logistikprozessen optimieren.

Asset Management as a Service: Durch die Vernetzung von Maschinen, Anlagen und Geräten an jedem Ort der Welt läst sich deren Status und Leistung zentral überwachen. Die Hersteller dieser Assets können ihren Kunden dadurch einen besseren Service bieten - zum Beispiel eine vorausschauende Wartung oder Maßnahmen, um den Energieverbrauch von Anlagen zu reduzieren.

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