Enterprise-Resource-Planning Das sind die ERP-Trends 2021

Redakteur: Katharina Juschkat

Was sind die Trends für ERP-Software in den kommenden Jahren? Bitkom analysiert elf wichtige Felder – im Mittelpunkt die Digitalisierung.

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Bitkom untersucht ERP-Software im Kontext der Digitalisierung und erstellt elf Trends für die Zukunft.
Bitkom untersucht ERP-Software im Kontext der Digitalisierung und erstellt elf Trends für die Zukunft.
(Bild: ©Tierney - stock.adobe.com)

Der Digitalverband Bitkom analysiert in seinem ERP-Trend Check 2021, welche aktuellen Technologien für ERP-Systeme relevant sind und unterzieht sie einem Realitäts-Check.

Begriffserklärung

ERP steht für „Enterprise Resource Planning“ und beschreibt die Aufgabe, wichtige Ressourcen wie Personal, Kapital oder auch Material im Unternehmen zu planen und zu verteilen.

Bitkom beleuchtet in der Studie elf aktuelle Technologien, die im direkten Zusammenhang mit der digitalen Transformation stehen. Die elf Technologien sind dahingehend unterteilt, wie weit ihr technologischer Reifegrad ist, ob sie schon im Einsatz sind und ihr Nutzerpotential im ERP-Kontext. Wir stellen die Technologien vor, die schon am häufigsten im Einsatz sind:

Die Bedienbarkeit von ERP-Software

Eine gute Usability – also das Nutzererlebnis – ist eine wesentliche Grundlage, damit eine Software effizient genutzt wird. Das findet sich zum Teil auch in ERP-Systemen wieder: Hier werden bereits oft rollenbasierte Ansätze verfolgt, der Anwender erhält also nur die für ihn relevante Information. Da Usability in der Softwarelandschaft immer mehr an Bedeutung gewinnt, wird es auch für zukünftige Neuanschaffungen von ERP-Systemen ein relevantes Kriterium sein. Der Anwender erwartet von einer ERP-Software, dass sie sich nahtlos in seinen Arbeitsbereich einfügt. Bitkom bewertet, dass dieser Trend in Zukunft wichtig bleiben wird.

ERP-Software mobil nutzen

Der mobile Einsatz von ERP-Software umfasst die Anwendung von Apps und Web-Anwendungen, die für mobile Geräte optimiert sind. Da ein ERP-System der zentrale Informations-Hub im Unternehmen ist und häufig nicht nur im Unternehmen selbst, sondern auch bei Kunden oder Geschäftspartnern vor Ort bearbeitet werden muss, ist eine mobile Variante naheliegend. Auch im Homeoffice, das durch die Pandemie umfassend anstieg, ist eine mobile ERP-Software von Nutzen. Das spiegelt sich in der Nutzung wieder: In rund drei Viertel aller Fälle wird das ERP-System mittlerweile mittels Notebook bzw. Laptop genutzt, etwa die Hälfte nutzt es zudem via Smartphone. Bitkom geht davon aus, dass in Zukunft der umfassende mobile Einsatz von ERP-Systemen Standard wird.

Digitale Integration von ERP-Systemen

Die Digitalisierung ist spätestens seit Corona ein zentrales Thema in vielen Unternehmen. Auch ERP-Systeme sind festes Bestandteil bei der Digitalisierung von Geschäftsprozessen: Papierbasierte Verfahren lassen sich mit dem Einzug von ERP-Systemen rein digital umsetzen. Das ERP-System muss unternehmensintern mit unterschiedlichen Systemen kommunizieren. Das kann ein CRM- oder auch CAD-System sein. Damit das System nicht zu komplex wird, setzen viele Unternehmen auf modulare Systeme auch unterschiedlicher Hersteller. Die Integration ist Bestandteil von erfolgreicher Digitalisierung, resümiert Bitkom. Dabei ist neben der technischen Ebene auch die semantische Integration wichtig: Daten müssen nicht nur ausgetauscht, sondern auch verstanden werden.

Das Internet of Things und ERP-Software

ERP-Systeme sind im Kontext von Industrie 4.0 – also der Digitalisierung und Vernetzung – der Integrations-Hub, der die vernetzte Welt mit smarten Objekten und dem Shop-Floor mit Cyber Physical Systems verbindet. ERP-Systeme filtern und klassifizieren Daten und dienen damit als Datendrehscheibe. Außerdem liefert das System Informationen, um Daten im Sinne von Kontext, Status und Prognosen interpretieren zu können. Gegenwärtig befinden sich Unternehmen in der digitalen Transformation hin zu Industrie 4.0 – ERP-Anwendungen müssen diesen Wandlungsprozess abbilden können. Zwar genügen moderne ERP-Systemen oft schon diesen Anforderungen – doch sie sollten auch zukünftigen Technologien wie Künstliche Intelligenz oder 3D-Druck gerecht werden, resümiert Biktom.

Die weiteren Trends, die Bitkom definiert hat, aber die noch nicht den technologischen Reifegrad im Kontext mit ERP-Systemen innehaben:

  • Künstliche Intelligenz
  • SaaS & Cloud Computing
  • Business Process Mining
  • Plattformwirtschaft
  • Daten- & Informationssicherheit
  • No-Code & Low-Code-Plattform
  • Blockchain & Distributed-Ledger-Technologie

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