Expertenbeitrag

 Johannes Lutz

Johannes Lutz

CEO, 3D Industrie GmbH

3D-Druck-Kolumne // April Das 3D-Druck-Rezept – sechs Zutaten für den Erfolg

Von Johannes Lutz

Eier, Mehl und Milch sind Grundzutaten für jeden leckeren Kuchen. Doch nicht nur beim Backen gibt es Erfolgsrezepte: Auch die Umsetzung von 3D-Druckprojekten gelingt mit einigen essenziellen Zutaten besser. Welche sechs Schritte beim 3D-Druck nicht fehlen sollten.

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Die additive Fertigung wirkt auf Einsteiger oft komplex und entsprechend schwer fällt die Umsetzung. Doch muss das so sein? Experte Johannes Lutz erklärt, dass auch der 3D-Druck ein Erfolgsrezept hat.
Die additive Fertigung wirkt auf Einsteiger oft komplex und entsprechend schwer fällt die Umsetzung. Doch muss das so sein? Experte Johannes Lutz erklärt, dass auch der 3D-Druck ein Erfolgsrezept hat.
(Bild: 3D Industrie GmbH)

Die monatliche 3D-Druck-Kolumne entsteht in Kooperation mit unserem Autor Johannes Lutz von 3D Industrie. Mehr zum Autor finden Sie am Ende des Textes. Interessieren Sie sich noch für weitere Themen aus der Welt des 3D-Drucks? Dann hören Sie sich den 3D-Druck-Podcast von Johannes Lutz an.

Die additive Fertigung ähnelt durchaus einem Kuchenrezept. Denn jeder leckere Apfelkuchen hat grundlegende Zutaten, die notwendig sind, damit dieser auch schmackhaft wird. Zusätzlich sollte das Rezept auch befolgt werden. Kein Mehl oder zu wenig Mehl, zu wenig Zucker oder zu viele Eier führen dazu, dass der Kuchen beim Backen nicht aufgeht oder der goldene Glanz fehlt. Welches Rezept bei 3D-Druck eingehalten werden muss, lesen Sie in meiner heutigen Kolumne.

Grundlegend besteht das Rezept auf sechs wichtigen Schritten, um eine 3D-gedruckte Lösung entstehen zu lassen.

1. Die Denk- und Herangehensweise (3D-Druck-Mindset)

Stimmt die Anfangsüberzeugung für diese Technologie nicht oder haben Sie noch Vorurteile bezüglich des Materials, der Festigkeit, der Geschwindigkeit oder glauben einfach nicht daran, dass es funktioniert, dann sollten Sie es bleiben lassen. Denn Sie wollen Recht haben, indem Ihr Misstrauen bestätigt wird. Sie sollten also geistig flexibler sein, Hilfe suchen oder annehmen und sich zeigen lassen, dass es funktionieren kann und wie die Umsetzung gelingt.

2. Anwendungen finden und qualifizieren

Die Welt des 3D-Drucks kann oft verwirrend und sehr ablenkend sein. Alle Antworten zum erfolgreich 3D-gedruckten Bauteil liegen in der Anwendung selbst, die Sie drucken wollen. Es ist also wichtig, das eigene Vorhaben richtig zu qualifizieren, bevor Sie Datenblätter lesen und die Funktion der einzelnen Technologien zu studieren.

3. Additive Konstruktion auch DFAM (Design for Additive Manufacturing) genannt

Sind Sie von 3D-Druck überzeugt und haben keine Blockaden bezüglich der ersten beiden Punkte, dann ist es von Vorteil, wenn Sie das Potenzial der richtigen Konstruktion für 3D-Druck auch nutzen. Dabei gibt es Konstruktionsrichtlinien und das generelle Additive Design. Vielleicht haben Sie nie damit begonnen, weil Sie nicht wissen, wie es geht oder die gesehenen Anwendungen zu komplex erscheinen. Hier könnte es sinnvoll sein, sich Hilfe zu suchen.

4. Die Werkstoff- und Materialauswahl

Mittlerweile gibt es auch im 3D-Druck eine große Materialauswahl, auf die Sie zurückgreifen können. Sowohl bei Kunststoffen als auch bei Metallen. Da Sie jedoch, wie in den ersten drei Schritten beschrieben, die Anwendung qualifiziert, richtig designed und keine Angst vor dem Versagen des Bauteils haben, ist es jetzt ein Klacks, das Material in Zusammenhang mit der Technologie auszuwählen. Da es bestimmte Materialien nur bei bestimmten Technologien gibt, ist die Auswahl oft einfacher als gedacht.

5. Die Auswahl der 3D-Druck-Technologie

Jetzt wird es immer einfacher. Stehen die ersten vier Punkte, ist die Wahl der Technologie eine einfache Schlussfolgerung. Dabei muss allerdings erwähnt werden, dass es nicht die eine Technologie gibt, die alle anderen überstrahlt. Für den Druck von Prototypen und Hilfsmitteln sind beispielsweise mehrere Technologien gleich gut geeignet.

6. Aufbau von Wissen und Motivation bei Mitarbeitern

Damit die einzelnen Punkte umgesetzt werden können, müssen die Mitarbeiter und Kollegen mit ausreichend Praxiswissen versorgt werden. Es dürfen Fehler gemacht werden und das Ausprobieren soll auch erlaubt sein. Die größten Hindernisse, warum 3D-Druck im eigenen Unternehmen nicht erfolgreich umgesetzt wird, sind nämlich die mentalen Blockaden. Technische Details können dabei immer noch nachgelesen oder erfragt werden, wenn man sich an die Reihenfolge der vorhergehenden Punkte hält.

Sie wissen jetzt also, was für den 3D-Druck wichtig ist. Für die erfolgreiche Umsetzung des 3D-Drucks werden Sie nach dem Durchgehen dieser sechs Schritte selbstverständlich auf weitere Fragen stoßen, die wir in beratender Funktion oder als Prozesshelfer gerne beantworten. Nutzen Sie dazu gerne die Möglichkeit eines kostenfreien Erstgesprächs auf unserer Website.

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