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Smart City & Smart Region Darmstadt - die "digitalste" Stadt Deutschlands

| Redakteur: Jürgen Schreier

Darmstadt ist Gewinner des Wettbewerbs „Digitale Stadt“, den der Bitkom in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB) initiiert hat - und ist damit so etwas wie die digitalste Stadt der Republik.

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Das Darmstadtium ist Treffpunkt für Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur inmitten der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main. Das Wissenschafts- und Kongresszentrum überzeugt neben seiner markanten Architektur durch ein spezielles Nachhaltigkeitskonzept.
Das Darmstadtium ist Treffpunkt für Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur inmitten der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main. Das Wissenschafts- und Kongresszentrum überzeugt neben seiner markanten Architektur durch ein spezielles Nachhaltigkeitskonzept.
(Bild: Pixabay / CC0 )

Nun steht es fest: Beim Wettbewerb "Digitale Stadt" des ITK-Verbandes Bitkom und des Deutschen Städte- und Gemeindetages hatte Darmstadt schließlich die Nase vorn und setzte sich in einem engen Finale gegen Heidelberg, Kaiserslautern, Paderborn und Wolfsburg durch. Die Gewinnerstadt erzielte bei der Bewertung durch die sechsköpfige Jury die höchste Gesamtpunktzahl. Bewertet wurden Strategien und Konzepte der Bewerberstädte. Dabei ging es insbesondere um die jeweilige Vision einer digitalen Stadt, die Unterstützung vor Ort, professionelles Projektmanagement, nachhaltige Entwicklung und Kommunikationsstrategien. Die Siegerstadt wurde von Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries bei einem Bitkom-Empfang vor 1200 geladenen Gästen in Walldorf bekannt gegeben.

Finalstädte auf gutem Weg in die digitale Zukunft

„Die Bewerbung von Darmstadt hat die Jury vor allem aufgrund ihrer ausgewogene Einbeziehung der verschiedenen Themenbereiche und Facetten einer digitalen Stadt überzeugt. Die bereichsübergreifende Vernetzung aller Sektoren mit dem Fokus auf hochprofessionelle Cyber-Sicherheit ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Digitale Stadt Darmstadt“, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Die Entscheidung sei denkbar knapp ausgefallen. „Alle Bewerber haben absolut überzeugende Konzepte eingereicht und die Jury mit Kreativität und Engagement, mit Begeisterung und Professionalität beeindruckt. Der Wettbewerb hat gezeigt, dass die Finalstädte auf einem guten Weg in Richtung digitale Zukunft sind. Darin möchten wir alle Teilnehmer ausdrücklich bestärken.“

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Mit der Unterstützung von mehr als 20 Partnerunternehmen wird die dynamische Wissenschaftsstadt - Sitz einer international renommierten Technischen Universität, diverser Forschungeinrichtungen und zahlreicher Unternehmen aus dem Hochtechnologiesektor - nun zu einer digitalen Modellstadt ausgebaut. Ab Anfang 2018 sollen der Verkehrssektor, die Energieversorgung, Schulen und das Gesundheitswesen mit neuesten digitalen Technologien ausgerüstet werden. Zudem wird die öffentliche Verwaltung künftig innovative Online-Anwendungen, der Handel intelligente Lieferdienste anbieten können. Auch die Telekommunikationsnetze sollen ausgebaut und verbessert werden.

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund würdigte den Wettbewerb als herausragenden Beitrag für die digitale Transformation von Kommunen. „Alle teilnehmenden Städte haben bewiesen, dass es bereits heute möglich ist, durch Digitalisierung die Standortattraktivität und die Lebensqualität vor Ort zu verbessern. Sehr viele Städte und Gemeinden in Deutschland werden nun sehr aufmerksam verfolgen, wie die Umsetzung der Konzepte in der Siegerstadt angegangen wird“, sagte DStGB-Hauptgeschäftsführer Dr. Gerd Landsberg. Die Digitalisierung stehe erst am Anfang der Entwicklung. Für die bevorstehenden Aufgaben seien Entschlossenheit und Optimismus gefragt, erklärte Landsberg weiter. „Der Wettbewerb hat seinen Teil dazu beigetragen, dass die digitalen Chancen besser erkannt werden. Wir haben keine Zeit zu verlieren, daher hoffe ich, dass sich der Wissens- und Ideentransfer nun noch einmal beschleunigt.“

Breites Bündnis will Darmstadt zur digitalen Vorzeigestadt machen

Am Ausbau von Darmstadt zu einer digitalen Vorzeigestadt beteiligt sich ein breites Bündnis aus Digitalunternehmen, die das Projekt mit Produkten und Dienstleistungen in zweistelliger Millionenhöhe pro bono unterstützen. Das Projektmanagement wird bereits im Juli 2017 seine Arbeit aufnehmen. Die ersten Anwendungen folgen im kommenden Jahr. „Die Investitionen machen den Standort für weitere Unternehmen attraktiv und werden Folgeinvestitionen nach sich ziehen. Andere Städte werden von den Entwicklungen in Darmstadt lernen, dadurch wird ein wichtiger Impuls für die digitale Transformation von Deutschlands Städten und Gemeinden gesetzt“, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Rohleder.

Neben Bitkom und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund beteiligen sich folgende Unternehmen an dem Projekt: Deutsche Telekom, Hewlett Packard Enterprise, SAP, Software AG, Vodafone, Autodesk, Civocracy, Deutsche Bahn, DJI, DocMorris, DPD Dynamic Parcel Distribution, ebay, ecsec, eluminocity, Esri, Intel, Kathrein, Little Bird, m.doc, nebenan.de, PTV Group, Roland Berger, Samsung, Speed4Trade und Vitaphone.

In der Jury waren Bitkom, Deutsche Telekom, SAP, Software AG, Hewlett Packard Enterprise und Vodafone vertreten. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund stand der Jury beratend zur Seite.

Der Wettbewerb „Digitale Stadt“ war Ende November 2016 gestartet. Bewerben konnten sich mittelgroße Städte mit rund 100.000 bis 150.000 Einwohnern. Voraussetzungen waren neben der Einwohnerzahl eine städtische Prägung, eine gute Infrastrukturanbindung und die Nähe zu einer Hochschule. In der ersten Runde hatten sich 14 Städte beworben, von denen es Darmstadt, Heidelberg, Kaiserslautern, Paderborn und Wolfsburg in die Endrunde schafften.

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