Sprachassistenten

Daimler investiert in Emotionale Intelligenz

| Redakteur: Lisa Marie Waschbusch

Ein digitaler Avatar wie 'Sarah' dient für Finanz- und Mobilitätsdienstleistungen als Schnittstelle zum Kunden.
Ein digitaler Avatar wie 'Sarah' dient für Finanz- und Mobilitätsdienstleistungen als Schnittstelle zum Kunden. (Bild: Daimler AG)

Daimler Financial Services investiert in das neuseeländische Startup Soul Machines. Dieses ist auf Emotionale Intelligenz spezialisiert und soll Daimler dabei helfen, per digitalem Avatar Vertriebsprozess zu optimieren.

Daimler Financial Services, die Finanzsparte des deutschen Autobauers, beteiligt sich strategisch an Soul Machines, einem neuseeländischen Startup, das sich auf Emotionale Intelligenz spezialisiert hat. Wie Daimler am Mittwoch mitteilte, soll Soul Machines künftig dabei helfen, Künstliche und Emotionale Intelligenz in die Vertriebsprozesse des Autokonzerns zu integrieren. Zu Details der Investition wurde Stillschweigen vereinbart.

Daimler Financial Services und Soul Machines präsentierten bereits im Februar den digitalen Avatar Sarah auf dem Mobile World Congress in Barcelona. Sarah soll mehr sein als ein animierter Chatbot – Sarah soll mitfühlen können. Anders als die heutige sprachbasierte Assistenztechnologie soll Sarah so programmiert sein, damit sie nonverbales Verhalten in Echtzeit mittels Gesichtserkennung erkennen kann. „Digitale Avatare werden in der Lage sein, zu lernen, unser Umfeld zu verstehen und eine emotionale Verbindung zu uns aufzubauen, indem sie uns in verschiedenen Bereichen des Lebens unterstützen", so Udo Neumann, Chief Information Officer (CIO) von Daimler Financial Services. So soll der Avatar beispielsweise auf höchst unterschiedliche Kundenwünsche reagieren können.

„Emotionale Intelligenz wird eine entscheidende Rolle bei der Anpassung von Dienstleistungen wie Autofinanzierung, Leasing und Versicherung, Carsharing oder Ride-Hailing spielen, so Neumann. Der digitale Avatar wurde nach Angaben von Daimler erfolgreich in einem internen Pilotprojekt getestet, um die am häufigsten gestellten Kundenfragen zu beantworten, die von einem der Call Center des Unternehmens erfasst wurden.

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