3D-Druck-Lizenzshop Daimler Buses lässt Kunden ihre Ersatzteile selbst drucken

Von Stefan Guggenberger

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Schon ab Juni sollen Omnibus-Besitzer der Marken Mercedes-Benz und Setra Ersatzteile für Fahrzeuge mit dem eigenen 3D-Druck erstellen können. Dazu bringt Daimler Buses den 3D-Druck-Lizenzshop Omniplus an den Start.

Einfach zu bedienen wie ein Streamingdienst. So leicht soll der Umgang mit dem neuen Lizenzshop für 3D-Druckteile von Daimler Buses sein.
Einfach zu bedienen wie ein Streamingdienst. So leicht soll der Umgang mit dem neuen Lizenzshop für 3D-Druckteile von Daimler Buses sein.
(Bild: Daimler Truck AG )

Im Juni 2022 startet Daimler Buses mit dem neuen 3D-Druck-Lizenzshop Omnipuls. Dort können Busunternehmen Lizenzen für Ersatzteile erwerben und dies dann selbst drucken. Laut Unternehmensangaben stehen zum Start mehr als 100 Teile zu Verfügung. Da bei Daimler aber bereits über 1.500 Teile 3D-Druck-fähig sind, könnte sich diese Zahl bald erhöhen. Mit dem neuen Service sollen Transporte, Wartezeiten und Bestellvorgänge verringert beziehungsweise vereinfacht werden. Daimler Buses vergleicht das Angebot selbst mit einem Streamingservice: „eine Plattensammlung oder feste Sendezeiten waren gestern, jetzt kann jeder seine Sendung oder Lieblingsmusik zu beliebiger Zeit am gewünschten Ort genießen“, heißt es in einer Pressemitteilung.

So funktioniert der neue 3D-Druck-Lizenzshop

Ähnlich wie bei Streaminganbietern ist Daimler Buses darum bemüht, die Einstiegshürden so gering wie möglich zu halten. Zunächst benötigen interessierte Busunternehmen einen zertifizierten 3D-Drucker und müssen sich bei der Plattform anmelden. Im nächsten Schritt müssen sie die jeweilige Lizenz in der benötigten Menge erwerben.

Einmal angemeldet, werden den Kunden nur Teile angezeigt, die sie auch mit ihrem Drucker herstellen können. Aktuell sind industrielle AM-Maschinen des Herstellers Farsoon Technologies für die Plattform zertifiziert. Wie Daimler versichert, sollen aber weitere Hersteller integriert werden. Nachdem die erworbenen Lizenzen umgesetzt wurden, erlöschen diese auch wieder. Möglich ist das, weil die Daten nur verschlüsselt übermittelt werden.

Auch ohne eigenen Drucker nutzbar

Wer keine hauseigenen 3D-Druckkapazitäten besitzt, kann die Plattform dennoch nutzen. Daimler verweist darauf, dass Kunden ihren Bedarf beim nächstgelegenen Servicepartner melden können. Dann erwirbt der Omniplus-Servicepartner die Lizenzen und führt den 3D-Druck aus. Wie viele Partner zum Start zur Verfügung stehen, benennt Daimler nicht.

Daimler Buses setzt seit 2016 auf AM

Mit der Servicemarke Omniplus setzt Daimler bereits seit 2016 auf digitale Fertigungstechnologien. So hat man für die Marken Mercedes-Benz und Setra bereits etwa 40.000 Teile druckfähige Teile identifiziert. Aktuell fokussiert sich Omniplus auf etwa 7.000 Teile, die einen digitalen Zwilling erhalten sollen und so im digitalen Lager zur Verfügung stehen. Ziel ist es, eine breite Basis für den 3D-Druck-Lizenzshop aufzubauen.

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