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Security CYWARN: Hochschule Darmstadt entwickelt ein Projekt gegen Cyberangriffe

Autor / Redakteur: Cathrin Becker* / Lea Täufer

Das 2-Millionen-Euro-Projekt der TU Darmstadt ist vor Kurzem gestartet. Hier arbeiten verschiedene Partner zusammen, um gegen eines anzukämpfen: Cyberangriffe.

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Cyberangriffe – mit dem Projekt CYWARN will die TU Darmstadt dagegen ankämpfen
Cyberangriffe – mit dem Projekt CYWARN will die TU Darmstadt dagegen ankämpfen
(Bild: unsplash)

Durch die zunehmende Digitalisierung rücken Cyberangriffe immer mehr in den Vordergrund. Die Gefahr liegt dabei vor allen Dingen darin, dass Hacker personenbezogene Daten zu kriminellen Zwecken nutzen könnten. Ein interdisziplinäres Forschungsteam will jetzt herausfinden, wie man IT-Sicherheitsfachleute und Behörden unterstützen und schützen kann.

Initiative für mehr Cyber-Sicherheit

Mit dem Projekt Strategie- und Technologie-Entwicklung zur medienübergreifenden Erstellung eines Cyber-Lagebilds und akteurspezifischen Kommunikation von Cyber-Warnmeldungen (CYWARN) will ein Forschungsteam der TU Darmstadt erforschen, wie Sicherheitslücken erkannt und behoben werden können. Koordinator dieses Projektes ist Prof. Dr. Christian Reuter, Professor an der TU Darmstadt.

„Großangelegte Hackerangriffe wie 2015 auf den Deutschen Bundestag oder 2016 auf das Lukaskrankenhaus in Neuss, aber auch die Verbreitung des Schadprogramms WannaCry in Unternehmen im Jahr 2017 verdeutlichen die Verletzbarkeit der Gesellschaft und Informationsinfrastruktur – verbunden mit der steigenden Digitalisierung in Zeiten von COVID-19“, erklärt Reuter. „Neben Cyber-Sicherheits-Lösungen braucht es Frühwarnsysteme und Reaktionsstrategien zur Kommunikation des Cyber-Lagebilds – zur Stärkung der zivilen Sicherheit“, so Vera Lindenthal-Gold, Leiterin des Hessen Cyber Competence Center des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport, welches an dem Projekt als Partner beteiligt ist.

Computer Emergency Response Teams (CERTs) sind zuständig für präventive und reaktive Maßnahmen bei IT-Sicherheitsvorfällen in Deutschland. In Zeiten zunehmender komplexer Cyberangriffe müssen die CERTs durch neue Strategien und Technologien bei der Analyse und Kommunikation des deutschlandweiten Cyber-Lagebilds unterstützt werden.

Ziel des Projektes ist es, einen Demonstrator zu entwickeln, der die automatisierte Sammlung öffentlicher und geschlossener Datenquellen zulässt. Hier werden die Daten auf Glaubwürdigkeit geprüft und Informationen eingeordnet und gewichtet.

Die UDE als Partner

In einem Teilprojekt mit dabei ist Prof. Stefan Stieglitz von der Universität Duisburg-Essen (UDE), Experte für professionelle Kommunikation in elektrischen Medien/Social Media. Dort sammelt und wertet er mit seinem Team elektronische Daten aus und erarbeitet ein Kommunikationskonzept inklusive eines Dashboards für und mit Behörden. „Mit den im CYWARN Projekt entstehenden Ergebnissen können in Zukunft sehr viel besser IT-Sicherheitslücken geschlossen und Hacker-Angriffe abgewehrt werden", so Stieglitz. Mit 500.000 Euro Budget soll das zur Identifikation der IT-Sicherheitslücken beitragen und die Gesellschaft mit einer besseren Sicherheitslage rüsten.

Weitere Informationen

CYWARN wird vom Hessen Cyber Competence Center (Hessen3C) innerhalb des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport, der Virtimo AG sowie weiteren assoziierte Partner unterstützt. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit zwei Millionen Euro.

* Cathrin Becker arbeitet im Ressort Presse an der Stabsstelle des Rektorats Universität Duisburg-Essen.

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