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Datenverwaltung Cybus erweitert Connectivity Portfolio seines IIoT Edge Hub

| Redakteur: Sebastian Human

Das Hamburger Unternehmen Cybus bietet mit Connectware eine Plattform für die Datenverteilung an, die nun um Konnektoren für verbreitete Datenquellen von Siemens und Heidenhain erweitert werden soll.

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Mit der Erweiterung ihrer Plattform Connectware will Cybus wichtige Datenquellen für die softwarebasierte Auswertung zugänglich machen.
Mit der Erweiterung ihrer Plattform Connectware will Cybus wichtige Datenquellen für die softwarebasierte Auswertung zugänglich machen.
(Bild: Cybus)

Wie das auf IIoT-Anwendungen spezialisierte Unternehmen Cybus vor kurzem bekannt gab, erweitert der 2015 in Hamburg gegründete Anbieter seine Datenplattform namens Connectware um Konnektoren für die Interaktion mit Maschinensteuerungen von Siemens Sinumerik und Heidenhain. Für Fabrikbetreiber soll dieser Schritt eine systematische Erfassung und automatische Vorverarbeitung ermöglichen. Mögliche Schwierigkeiten durch eine konkurrierende Zugriffssteuerung für IIoT-Services oder separat verwaltete Gateways werden im Gegenzug vermieden. Laut Cybus soll hierdurch eine größtmögliche Kompatibilität mit Maschinen und Services sichergestellt sowie die technologieneutrale Unabhängigkeit von großen Plattformen gewahrt werden können.

Erweiterung der Konnektoren

Konkret beinhaltet das Update Konnektoren für Siemens Sinumerik (Modelle 840Dsl und 828D) und Heidenhain (Modelle TNC 640, iTNC 530 und TNC 426). Hierdurch werden wichtige Datenquellen für den IIoT Edge Hub verfügbar. Bei den möglichen Anwendungsfällen handelt es sich um bidirektionale Einsatzszenarien: Exemplarisch sollen Spindel-Drehzahlen überwacht oder aktuelle Betriebszustände ausgelesen, aber auch neue oder optimierte CNC-Programme aufgespielt werden können.

„Die Ergänzung unserer Konnektoren um Siemens Sinumerik und Heidenhain Steuerungen ist gerade für Kunden mit CNC-Maschinen ein wichtiger Schritt. Zum einen haben die hier anfallenden Daten großen unmittelbaren Wert für die Fertigung. Zum anderen erhöht die Teilautomatisierung der Maschinenbedienung die Produktionsqualität und -effizienz durch Vermeidung von Fehlern“, erläutert Peter Sorowka, CTO bei Cybus.

Um die Konnektivität auch in Richtung anderer Datenquellen zu gewährleisten, verfügt die IIoT-Lösung von Cybus außerdem über weitere Konnektoren, beispielsweise für Steuerungen wie Beckhoff Twincat, Siemens Simatic und Mazak. In Sachen Sensorik besteht Kompatibilität mit Pfannenberg, Sick oder Werma. Weitere Konnektivitätsstandards wie wie Ethernet/IP, Euromap, ISO-on-TCP, Modbus/TCP, OPC UA und MTConnect sind ebenfalls integriert, was eine Anbindung verschiedener Maschinen und Sensoren ermöglicht. Cybus wirbt zusätzlich damit, Daten, die nur über proprietäre Protokolle zur Verfügung stehen, direkt nutzbar zu machen.

„Durch die Integration in die Cybus Connectware entfallen unnötige Gateway-Doppelungen, Aufwände, Risiken und Kosten, während neue IIoT Use Cases einfacher, schneller und unabhängiger realisierbar werden.“, sagt CEO Pierre Manière.

Kompatibilität im Fokus

Indem der IIoT Edge Hub das Angebot seiner unterstützten Konnektoren stetig ausbaut, sollen viele, teils komplexe Schichten perspektivisch in einer universellen, technologieneutralen Schicht aufgehen. Über Kommunikationsstandards wie OPC-UA, REST oder MQTT sollen Anwender dann ihre IT-Systeme und IIoT Services standardisiert anbinden können. Das Interface visualisiert hierbei Datenquellen und -abnehmer sowie die dazwischen geschalteten Berechtigungen.
Laut Herstellerangaben kann Connectware sowohl lokal auf einem IPC sowie im Rechenzentrum auf virtuellen Servern installiert und, bei Bedarf, auch als Hochleistungs-Cluster genutzt werden. Eine größtmögliche Skalierbarkeit will die Message-Bus-Architektur sicherstellen. So sollen von Dashboard-Projekten über die MES-Integration bis zu komplexen Big-Data-Konzepten verschiedene Einsatzszenarien ermöglicht werden. Die DIN SPEC 27070 konforme Architektur für den sicheren Austausch von Industriedaten will im Zusammenspiel mit dem zentralen Data-Governance-Ansatz neben der Integration großer Plattformen wie AWS Greengras oder Microsoft Azure auch rivalisierende Systeme wie die von Bosch Rexroth oder der Siemens Mindsphere komplementär anbindbar machen. Der Nutzer soll hierbei keinen technischen oder strategischen Lock-in befürchten müssen.

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