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Interview mit Sergej Epp, Palo Alto Networks

Cybersecurity: Reaktiv reicht nicht für 5G

| Redakteur: Jürgen Schreier

Über den Status quo der industriellen Sicherheit, neu entstehende Angriffsflächen durch 5G-Netze und die Rolle von KI und Machine Learning sprachen wir mit Sergej Epp, Chief Security Officer von Palo Alto Networks (Zentraleuropa).

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Sergey Epp ist Chief Security Officer von Palo Alto Networks, zuständig für Zentraleuropa.
Sergey Epp ist Chief Security Officer von Palo Alto Networks, zuständig für Zentraleuropa.
(Bild: Palo Alto Networks)

Epp: Generell sehe ich drei große internationale Trends, die man im Auge behalten sollte. Der wichtigste, aber keinesfalls neue Aspekt ist meiner Meinung nach die zunehmende Automatisierung der Angriffe, um eine größere Anzahl an Rechnern zu infizieren. Noch nach zehn Jahren verursacht eine Malware wie z.B. Conficker täglich zahlreiche Infektionen. Mittlerweile setzen die Angreifer zusätzlich auf Robustheit und Autonomie ihrer Software, was es Unternehmen schwerer macht, deren Infrastruktur zu greifen und die Botnetze zu eliminieren. Die Aufgabe lautet, wenn Sie so wollen: Automatisiert Automatismen bekämpfen.

Der zweite Punkt ist die zunehmende Komplexität: Mittlerweile sind Chips so günstig, dass Hersteller in nahezu jedem Gerät Konnektivitäts-Möglichkeiten verbauen, sei es 5G oder WiFi. Diese größere Angriffsfläche geht einher mit einer erhöhten Komplexität, da neue Protokolle entstehen und auch dort wiederum neue Entwicklungen stattfinden und somit neue potentielle Einfallstore entstehen.