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Servicerobotik CRM-Software steuert Roboter in Echtzeit fern

| Redakteur: Jürgen Schreier

Der Erfurter CRM-Hersteller TecArt GmbH steuert mit einer CRM-Software und einem speziellen XML-Dialekt erstmals einen Roboter in Echtzeit fern. Das Projekt wurde zusammen mit der TU Ilmenau realisiert.

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Als Kommunikationsschnittstelle zwischen der Robotik-Middleware MIRA und der webbasierten Software TecArt CRM wird das Add-on-Framework genutzt. TecArt entwickelte dafür einen eigenen XML-Dialekt.
Als Kommunikationsschnittstelle zwischen der Robotik-Middleware MIRA und der webbasierten Software TecArt CRM wird das Add-on-Framework genutzt. TecArt entwickelte dafür einen eigenen XML-Dialekt.
(Bild: TecArt )

Das Fachgebiet Neuroinformatik und Kognitive Robotik der TU Ilmenau konzipierte und realisierte in Zusammenarbeit mit dem Erfurter Softwarehersteller TecArt eine Machbarkeitsstudie zum Einsatz einer webbasierten Robotersteuerung. Der Roboter kann Bilder, Umgebungskarten, Steuerkommandos und Metadaten zu verarbeiten und darauf reagieren. Vier Kameras am Kopf des Roboters ermöglichen eine Live-Video-Übertragung.

Einsatzmöglichkeiten für den Roboter sehen die Kooperationspartner vorrangig im Pflegebereich oder im Security-bzw. Überwachungssektor - etwa zum Ausgleich von Personalengpässen oder als Helfer in Gefahrensituationen.

Anbindung und Steuerung des Roboters erfolgt über die Cloud

Vollkommen neuartig bei diesem Projekt ist die Anwendung der Unternehmenssoftware TecArt CRM zur Fernsteuerung eines Roboters. Schließlich liegt der Ursprung dieser Software im Kundenbeziehungsmanagement (Customer Relationship Management/CRM). Da die TecArt Software auf webbasierte Technologien zurückgreift, also über einen Internetbrowser genutzt werden kann, findet die Anbindung und Steuerung über die Cloud statt.

Als Kommunikationsschnittstelle zwischen der Robotik-Middleware MIRA und der webbasierten Software TecArt CRM wird das Add-on-Framework von TecArt CRM genutzt. Dafür entwickelte TecArt einen eigenen XML-Dialekt. Dieser abstrahiert die grafische Benutzeroberfläche in soweit, dass sich Entwickler, die das Framework nutzen, lediglich auf die technische Entwicklungen konzentrieren müssen. Usability und GUI werden durch das Framework angepasst. „Ziel war es, die individuellen und hochkomplexen Zusatzfunktionen, wie eine Echtzeit-Robotersteuerung, innerhalb der TecArt-Software update-und funktionssicher zu machen“ erläutert Christian Friebel, CTO des Erfurter Softwareunternehmens.

TecArt-System agiert als Eingabe-Oberfläche

Das TecArt-System agiert als Eingabe-Oberfläche zur Steuerung des Roboters sowie zur Darstellung des aktuellen Roboterzustandes und seiner Aufenthaltsposition. Aufgrund des integrierten Add-on-Frameworks im CRM können sich Entwickler vollständig auf die Programmierlogik und Anwendungsfunktionen konzentrieren. Zusätzlicher Aufwand zur Anpassung an das User Interface und der Kommunikation mit dem Anwender ist nicht notwendig.

Die Neuentwicklung findet inzwischen auch bei TecArt-"Bestandskunden" Anklang. So möchte ein Nutzer von TecArt CRM die Fernsteuerung zur Überwachung von Solaranlagen nutzen. Erstmals präsentiert wurden die Kooperation sowie die Darstellung der Robotersteuerung im TecArt CRM Anfang April auf der Zweiten IT-Leistungsschau 2017 in der Sparkassen-Arena Jena.

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