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Echtzeittechnologien

Cloud und Edge – ein starkes Team

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Edge Devices in der Produktion

Auch im Industrie-4.0-Umfeld ist diese Entwicklung hin zu Edge Devices zu beobachten. So werden Produktionsstraßen meist sequentiell aufgebaut und die Prozessschritte einer Produktion sind zunehmend in Zellen zusammengefasst. Auf diese Weise arbeiten Produktionsroboter, Lackierstraßen, Presswerke oder andere Anwendungen längst autark und stützen sich dabei auf ihr eigenes kleines Rechenzentrum, am Rande der klassischen IT.

Auch hier generieren die verbauten Sensoren und Applikationen immense Datenmengen. Diese werden einerseits in Echtzeit weiterverarbeitet, um eine reibungslose Produktion zu gewährleisten. Andererseits werden sie zur Qualitätskontrolle und Optimierung gespeichert und ausgewertet. In einigen Fällen erfolgt dies über die Cloud, meist jedoch on-Premise.

Denn je nach branchentypischer Ausrichtung wollen Unternehmen ihre Informationen lieber im eigenen Rechenzentrum vorhalten als sie in die Wolke auszulagern. Dies ist beispielsweise in der Automobilindustrie der Fall, wo Hersteller ihre Produktions- und Entwicklungsdaten eher im eigenen Rechenzentrum speichern.

Ein Hersteller, der seine Maschinen weltweit vertreibt, hat hingegen großes Interesse daran, auf seine global verteilten Anlagen zuzugreifen, um eine Fernwartung durchführen zu können. Er hält die Daten eher in einer zentralen Cloud vor.

Das redaktionelle eBook über Edge Computing ist eines der besten aus der Bibliothek von DataCenter-Insider und steht zum kostenfreuen Download zur Verfügung.
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(Bild: Vogel IT-Medien GmbH)

IT- und OT-Welten bald vereint

Da immer mehr und komplexere IT-Lösungen in die Fabriken einziehen, verschmelzen IT und OT (Operational Technology) zunehmend miteinander. Diese Tendenz hat bereits begonnen, als es nicht mehr möglich war, eine Fabrik ohne Internet-Anschluss zu betreiben. Mittlerweile hat eine einzige Maschine in der Produktion so viele IP-Adressen wie vor 30 Jahren eine komplette Fabrik. Und ein neu gebautes Werk besitzt 10-mal mehr IP-Adressen als eines der vorherigen Generation.

Dieser Trend wird die Entwicklung künftiger Edge Computing Devices weiter vorantreiben. Daher ist es zwingend erforderlich, dass sich IT und OT weiter annähern.

Dabei sind zwei unterschiedliche Ausrichtungen zu beobachten. Während sich in einigen Unternehmen die IT-Abteilung immer mehr mit OT-Prozessen auseinandersetzt, eignen sich in anderen Firmen OT-Mitarbeiter tiefere IT-Kenntnisse an. Die beiden Welten von IT und OT wachsen so mehr und mehr zusammen und lernen, einander zu verstehen.

Zusatzinfo

DataCenter-Insider stellt zum kostenfreien Download ein eBook zum Thema Edge Computing zur Verfügung.

Dieser Beitrag ist ursprünglich auf unserem Partnerportal DataCenter Insider erschienen.

* Ulf Schade und Stefan Algermissen arbeiten für Computacenter.

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