China steckt 165 Mrd. US-$ in den 5G-Ausbau

Redakteur: Sebastian Gerstl

Nach Einschätzung von Xu Ziyang, CEO des chinesischen Schalttechnik-Ausrüsters ZTE, plant China, insgesamt 165 Mrd. US-$ für den gesamten 5G-Ausbau des Landes auszugeben. Bis Ende September seien in 350 Städten insgesamt 690.000 5G-Stätten geschaffen worden.

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ZTE-CEO Xu Ziyang schätzte, dass Chinas 5G-Infrastruktur über den gesamten Bauzyklus 165 Milliarden Dollar kosten wird. Das wären 50% mehr als seinerzeit bei den Investitionen in 4G.
ZTE-CEO Xu Ziyang schätzte, dass Chinas 5G-Infrastruktur über den gesamten Bauzyklus 165 Milliarden Dollar kosten wird. Das wären 50% mehr als seinerzeit bei den Investitionen in 4G.
(Bild: ZTE)

Anlässlich seines hauseigenen Hauskongresses, dem „ZTE 2020 Global 5G Summit and User Congress“ hat ZTE-CEO Xu Ziyang eine Einschätzung zum Stand des 5G-Ausbaus in China gegeben. Demnach plane das Land, über den gesamten Zeitraum des Ausbaus voraussichtlich 165 Mrd. US-$ für die Schaffung der nationalen 5G-Infrastruktur auszugeben. Das wären 50% mehr, als man seinerzeit in den 4G/LTE-Ausbau investiert hatte.

Bereits 690.000 5G-Standorte in 350 Städten

In seiner Keynote-Ansprache zum Hauskongress sagte der Geschäftsführer des weltweit aktiven Schalttechnik-Ausrüsters, dass die Mobilfunkbetreiber des Landes bis Ende September 690.000 5G-Standorte in 350 Städten eingerichtet hätten. ZTE habe darüber hinaus 55 kommerzielle 5G-Verträge abgeschlossen habe und arbeite weltweit mit 90 Netzbetreibern zusammen.

Nach Angaben von Xu sei ZTE im 2. Quartal dieses Jahres für etwa 30% der weltweiten RAN-(Radio-access-network-)Lieferungen verantwortlich gewesen. Dieser Markt sei im Vergleich zum Vorjahr um 20% auf insgesamt 9,4 Mrd. US-$ gewachsen. Während ein zusätzlicher Bedarf während der Coronakrise sicherlich auch ein Faktor, liegt ein Großteil dieses enormen Wachstums Xu zufolge in erster Linie am 5G-Ausbau, insbesondere an einem einer „aggressiven“ eigenständigen 5G-Initiative chinesischer Betreiber.

Wie andere Anbieter von Netzinfrastrukturen sucht ZTE in erster Linie vertikale Partnerschaften mit Endnutzern sowie Telekommunikationsanbietern. Nach Aussage des ZTE-Geschäftsführers habe das Unternehmen derzeit 500 vertikale Partner in Bereichen wie Tourismus, Gesundheitswesen, Bildung, Transport, Energie, Produktion und Umweltschutz.

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