Kurzmeldung

Deutscher KI-Verband will Künstliche Intelligenz voranbringen

| Redakteur: Jürgen Schreier

V.l.: Verbandspräsident Jörg Bienert (aiso-lab) und Marcus Ewald, Vorsitzender des politischen Beirats.
V.l.: Verbandspräsident Jörg Bienert (aiso-lab) und Marcus Ewald, Vorsitzender des politischen Beirats. (Bild: Schreier)

Sprachrohr der KI-Branche soll der Deutsche KI-Verband sein, der am 15. März 2018 von 24 Unternehmen gegründet wurde. Zu den Zielen gehört die Förderung eines menschen-zentrierten und menschen-dienlichen Einsatzes von KI-Technologien.

Wie im Rahmen einer Pressekonferenz am Rande der Handelsblatt-Konferenz "Künstliche Intelligenz" in München bekannt gegeben wurde, haben sich 24 Unternehmen aus der KI-Branche im Deutschen KI-Verband zusammengeschlossen. Gründungsmitglieder des neuen KI- Verbandes, der als Sprachrohr der KI-Branche wirken soll, sind Unternehmen, deren Geschäftsmodelle überwiegend auf Künstlicher Intelligenz basieren.

Dem Vorstand des neuen KI-Verbandes gehören an:

Wie Verbandspräsident Bienert vor der Presse erklärte, soll die Verbandsarbeit dazu beitragen, dass Politik und Gesellschaft "nüchtern und präzise" mit der KI-Technologie umgehen. "KI wird entweder als große Heilsbringerin oder als große Gefahr gesehen. Gegner und Freunde erzeugen einen falschen Hype", so der KI-Experte. Der neue Verband verfügt über einen politischen Beirat, dem Thomas Jarzombek (CDU), Jens Zimmermann (SPD) Manuel Höferlin (Die Grünen) und Petra Sitte (Die Linke) angehören. Vorsitzender ist Marcus Ewald vom Jungen Wirtschaftsrat.

Der Kommunikationsfachmann und CDU-Politiker ist überzeugt: "KI wird die Gesellschaft verändern, und wir wollen dazu beitragen, dass ihr Nutzen transparent und förderlich für diese Gesellschaft realisiert wird." Wie Ewald betonte, könne sich das Potenzial der Künstlichen Intelligenz jedoch nur dann entfalten, wenn es menschen-zentriert und menschen-dienlich ist. Einer "monokapitalistischen" Herangehensweise an die Künstliche Intelligenz wie in den USA erteilte der Politiker ebenso eine Absage wie dem Modell der chinesischen Regierung, das nur sehr bedingt den deutschen bzw. europäischen Privacy-Vorstellungen entspricht.

Der Verband wird sich in Arbeitsgruppen organisieren, um konkrete Handlungsschritte auszuarbeiten. Zur Mitarbeit sind auch Unternehmen eingeladen, deren Geschäftszweck nicht primär dem Thema KI gewidmet ist.

Deutscher KI-Verband - die Mission

In der ersten ordentlichen Sitzung des Deutschen KI-Verbandes sprachen sich die Mitglieder für folgende Kernforderungen aus:

1. Schaffung einer innovationsfreundlichen Rechtssicherheit im zivilrechtlichen, steuerlichen und datenrechtlichen Bereich, um Deutschland als attraktiven Wirtschaftsstandort für das KI-Ökosystem zu etablieren und die Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich zu stärken.

2. Förderung eines menschen-zentrierten und menschen-dienlichen Einsatzes von KI-Technologien, um die von der sozialen Marktwirtschaft geprägten Gesellschaft in das digitale Zeitalter zu führen.

3. Förderung von Forschung , Entwicklung und praktischer Umsetzung von KI-Technologien über Förderprogramme, Pilotprojekte, Startup-Finanzierung, Unterstützung von Kooperation zwischen Startups, Wissenschaft und etablierten Unternehmen.

4. Förderung und Ausbildung und Wissenschaft zum Thema Künstliche Intelligenz und Aufklärung der Gesellschaft und Wirtschaft über Chancen und Risiken.

5. Bildung einer KI-Expertenkommission mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft (etablierte Unternehmen und Startups) und Wissenschaft zur aktiven Beratung der Bundesregierung.

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