Digitale Transformation Branchenspezifische SaaS: Der Schlüssel zu einer zukunftsfähigen Industrie

Ein Gastbeitrag von Tim Sowell*

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Geschwindigkeit ist die größte Herausforderung der digitalen Transformation. Implementierung, Einführung und Wertschöpfung müssen schneller gehen. Wie können fertige industrielle Software-as-a-Service-Lösungen in einem einzigen Cloud-Hub dabei helfen?

Durch den Einsatz spezieller industrieller SaaS-Lösungen ist es möglich, Technik, Betrieb und Leistung durch nahtlose Zusammenarbeit in einem einzigen Cloud-Hub zu optimieren.
Durch den Einsatz spezieller industrieller SaaS-Lösungen ist es möglich, Technik, Betrieb und Leistung durch nahtlose Zusammenarbeit in einem einzigen Cloud-Hub zu optimieren.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Die digitale Transformation steht zwar schon seit Langem auf der Agenda, doch 2020 wurde sie von einer Fünf- oder Zehnjahresinitiative zu einer Notwendigkeit, die über Nacht eintrat. Die rasante Konvergenz von IT, OT und IIoT schafft eine neue vernetzte Landschaft, verbessert Arbeitsprozesse und erhöht die geschäftliche Agilität.

Um auf den sich schnell verändernden Märkten von heute wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Unternehmen zunächst manuelle Prozesse auf eine elektronische Datenerfassung umstellen und anschließend ganzheitlich digitalisieren. Das heißt, sie müssen die erfassten Daten in nützliche Informationen umwandeln und diese dann im gesamten Unternehmen gemeinsam nutzen.

Diese digitale Transformation minimiert nicht nur die Arbeitsbelastung und erhöht die Widerstandsfähigkeit, sondern ermöglicht auch neue Wertschöpfungs- und Wachstumschancen, indem sie den Kunden in den Mittelpunkt des Unternehmens stellt.

Probleme bei der digitalen Transformation

Es gibt einen Grund dafür, dass nicht jedes Unternehmen seine digitale Transformation bereits vollzogen hat: Es ist leichter gesagt als getan. Das IT-Forschungsunternehmen Gartner berichtet, dass die digitale Transformation doppelt so lange dauert und doppelt so viel kostet, wie von den meisten Unternehmen erwartet. Etwa 70 Prozent der Projekte zur digitalen Transformation scheitern oder verfehlen ihre Ziele.

Ein Grund dafür, insbesondere in der Industrie, ist, dass die Unternehmen die Ziele ihrer Umstellung oft nicht vollständig verstehen. Wenn sie keine klare Vorstellung von ihren kurz- und langfristigen Zielen haben, ist es schwierig zu erkennen, wie sie ihre bestehenden Systeme wie Datenbestände, DCS und Scada nutzen können, um diese zu erreichen.

Hinzu kommt, dass viele Unternehmen, die mit der Transformation zu kämpfen haben, nicht die Vorteile industrieller Enrichment Services nutzen, die die neuesten Fortschritte bei KI und maschinellem Lernen verwenden. Stattdessen entscheiden sie sich dafür, eine Vielzahl von Diensten auf völlig unabhängigen Cloud-Plattformen hinzuzufügen, die von Grund auf mit Platform-as-a-Service-Lösungen (kurz: PaaS) aufgebaut wurden. Das ist nicht nur zu Beginn ein zeitaufwendiger Prozess, sondern bereitet auch bei der Wartung und Skalierung Kopfschmerzen.

Ein erfolgreicherer Ansatz baut auf der Vergangenheit auf und stützt sich auf fertige industrielle Software-as-a-Service (kurz: SaaS)-Lösungen in einem einzigen Hub für die digitale Transformation.

Ein gelungenes Beispiel dafür ist BP. Durch den Einsatz einer kompletten Suite-and-Cloud-Industrielösungen konnte BP seine Gewinnspannen im gesamten globalen Geschäft verbessern und die Entscheidungszeit für den Kauf von Rohöl von zwei Tagen auf weniger als zwei Stunden verkürzen. Darüber hinaus reduzierte das Unternehmen seine IT-Betriebskosten und steigerte seine Agilität durch die Nutzung von cloudbasierten Workflows.

Eine einzige zusammenhängende Industrieumgebung

Ziel der digitalen Transformation ist es, die technologische Konvergenz zu beschleunigen und eine einheitliche, vernetzte Landschaft zu schaffen – von Edge bis zur Cloud. Diese datengesteuerte Konnektivität liefert Mitarbeitern und Systemen klare, kontextbezogene Informationen. Damit können sie schneller reagieren und Entscheidungen treffen.

Eine vernetzte Industrielandschaft bietet darüber hinaus auch die Möglichkeit, Daten mit vertrauenswürdigen Anbietern, Lieferanten und Kunden auszutauschen und so eine enge Partnerschaft aufzubauen. Diese vernetzte Gemeinschaft kann ihr kollektives Fachwissen kombinieren, um ein flexibleres, kooperatives Ökosystem zu bilden.

Schneller einen Mehrwert schaffen

Die vielleicht größte Herausforderung, die der digitalen Transformation im Weg steht, ist die Geschwindigkeit: Implementierung, Einführung und Wertschöpfung müssen schneller gehen.

Durch den Einsatz spezieller industrieller SaaS-Lösungen ist es möglich, Technik, Betrieb und Leistung durch nahtlose Zusammenarbeit in einem einzigen Cloud-Hub zu optimieren. Zusätzlich zu den üblichen PaaS-Leistungen – wie Netzwerk, Speicher, Server, Betriebssysteme und Laufzeit – ist industrielle SaaS so auch für Folgendes zuständig: Integration und Integrität von Industriedaten, Datenerfassung, Datenspeicherung, industrielle Modellanwendungen und Zugriffsberechtigungen.

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SaaS-Lösungen bringen den Vorteil mit sich, dass ihre Konfiguration im Vergleich zur Programmierung einer eigenen Software viel einfacher ist und dadurch schneller eingesetzt werden kann. Unternehmen erhalten einen vorhersehbaren Return on Investment und eine schnelle Implementierung – in Tagen statt in Wochen oder Monaten. Der Ansatz „Konfigurieren statt Bauen“ bedeutet auch, dass nur eine begrenzte Abhängigkeit von der IT-Abteilung besteht. Außerdem entwickeln sich die Systeme automatisch und nahtlos weiter, sodass langwierige Migrationen und Aktualisierungen der Vergangenheit angehören. Darüber hinaus sorgt der Ansatz des nutzungsabhängigen Abonnements für Vorhersehbarkeit, da es sich um eine Betriebsausgabe (kurz: Opex) und nicht um eine Kapitalausgabe (kurz: Capex) handelt. Das senkt die Vorlaufkosten und bietet die Freiheit, Investitionen je nach aktuellem Bedarf zuzuweisen.

Industriedaten sinnvoll nutzen

Die Verknüpfung von Daten mit künstlicher Intelligenz, maschinellem Lernen und Analysen ermöglicht es, Daten in Informationen umzuwandeln. Ganz gleich, ob das Ziel die Anlagenleistung, die Prozessanalyse oder die Optimierung der Wertschöpfungskette ist. Durch die Integration von Prozessdesign, Simulation, Konstruktion, Beschaffung, Bau und Übergabe können Unternehmen ihre Teams unterstützen und den Zeit- und Kostenaufwand sowie das Risiko bei der Entwicklung von Investitionsprojekten senken. So trägt industrielle SaaS dazu bei, dass Projekte pünktlich fertig werden und Anlagen schneller und sicherer in Betrieb gehen können. Außerdem werden dadurch auch Silos zwischen Prozess-, Maschinenbau- und anderen technischen Disziplinen aufgebrochen und eine nahtlose Zusammenarbeit globaler Teams ermöglicht.

Bei einer erfolgreichen digitalen Transformation geht es nicht nur darum, in die Cloud zu gehen, sondern eine hybride IT-Architektur aufzubauen. Diese sollte zu den bestehenden Systemen, der Betriebslandschaft und der IT-Umgebung des Unternehmens passen.

* Tim Sowell ist Portfolio Architect and Strategist bei Aveva.

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