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Boschs Bauchladen für die vernetzte Mobilität

| Autor/ Redakteur: Svenja Gelowicz / Thomas Günnel

Auf der hauseigenen IoT-Konferenz „Bosch Connected World“ präsentierte das Stuttgarter Technologieunternehmen sein breites Portfolio für die Vernetzung von Fahrzeug und Infrastruktur. Dafür von großer Bedeutung: die Blockchain.

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Die IoT-Konferenz „Bosch Connected World“ fand vom 15. bis 16. Mai in Berlin statt.
Die IoT-Konferenz „Bosch Connected World“ fand vom 15. bis 16. Mai in Berlin statt.
( Bild: Bosch )

Auf der hauseigenen IoT-Konferenz stellt Bosch seine Produkte für die Vernetzung von Fahrzeugen und Infrastruktur vor. Da gibt es die vollumfänglich mit Bosch-Technik ausgestattete Shuttle-Studie, die der Zulieferer zu verschiedenen Anlässen der Öffentlichkeit präsentiert: E-Achse oder Steuereinheit, aber auch die Sensorik für automatisiertes Fahren sollen Aufmerksamkeit generieren. Schließlich, das verkündete das Unternehmen erst kürzlich, soll der Umsatz für diese Technik in diesem Jahr insgesamt um nahezu 15 Prozent wachsen; der Absatz von Radarsensoren soll um 20 Prozent nach oben klettern und bei Videosensoren um 30 Prozent.

Auch auf der IoT-Konferenz Bosch Connected World ist der Shuttle vertreten – allerdings nicht im Vordergrund. Stattdessen liegt der Fokus auf der Vernetzung von Fahrzeugen mit der urbanen Infrastruktur: ein Riesenmarkt. Als Schlüsseltechnologie führt Bosch sogenannte Distributed-Ledger-Technologien (DLT) an, eine Technik für die Dokumentation von Transaktionen – zu denen auch die Blockchain zählt. Im Internet der Dinge sollen Fahrzeuge und Infrastruktur miteinander kommunizieren und auch automatisiert Verträge abschließen – zum Beispiel beim E-Auto-Laden oder Parken.

Bosch und Start-up Chargery wollen Autos mobil aufladen

Smarte Bezahltechnik braucht Bosch auch bei anderen Mobilitätsdiensten: Reichweitenprognosen, Routenplanung entlang von Ladestopps oder die Möglichkeit, innerhalb von Sekunden Restaurants oder Ladestationen zu reservieren. Stichwort Laden: Wenn es nach Bosch geht, sind dafür künftig nicht mal mehr Ladesäulen notwendig. Gemeinsam mit dem Berliner Start-up Chargery arbeitet der Zulieferer an einem mobilen Ladeservice: Ein Lastenfahrrad bringt den Strom zum Auto.

Nicht nur mit Chargery holt sich Bosch Partner ins Boot: Mobilität findet in einem Ökosystem statt, weiß Bosch, und holt sich dafür auch in Berlin einige der Mitspieler auf die Bühne – zum Beispiel den Technik-Chef von Jaguar Land Rover, Nick Rogers. Der schwärmt davon, wie die großen Mengen Daten seinen Ingenieuren dabei helfen, Passagiere besser zu verstehen und infolgedessen Fahrzeuge „noch besser“ zu machen.

Bosch will mit dem Internet der Dinge künftig ordentlich Umsatz machen, das zeigen nicht nur die 52 Millionen internetfähigen Produkte, die der Automobilzulieferer nach eigenen Angaben bereits im Jahr 2018 verkauft hat. Ob das die Sorgenfalten in Anbetracht des verhaltenen Ausblicks des laufenden Jahres mildert, steht auf einem anderen Blatt.

Dieser Beitrag ist ursprünglich auf unserem Partnerportal Automobil Industrie erschienen.

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Über den Autor

Svenja Gelowicz

Svenja Gelowicz

Autojournalistin

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