Logimat 2016

Boomende Messe für eine Branche im Wandel

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Besonders interessant sind für unsere Leser natürlich die großen Trends, die sich in diesem Jahr in Stuttgart zeigen werden. Können Sie – auf Ihre Gespräche mit den Ausstellern gestützt – einen kurzen Blick in die Glaskugel werfen?

Gern. Sie wiederholen sich – aber sie werden die technologische und wirtschaftliche Entwicklung auf absehbare Zeit nachhaltig prägen: die Digitalisierung, mithin die Zukunftsprojekte Industrie 4.0 und Internet der Dinge, sowie der anhaltend wachsende E-Commerce mit dem veränderten Bestellverhalten der Konsumenten und der damit einhergehenden Atomisierung von Aufträgen und Sendungseinheiten sind die wesentlichen Treiber für die Handlungsfelder und Lösungen in der Intralogistik. Zahlreiche Aussteller quer durch alle Produktsegmente adressieren bei der Ausrichtung ihrer Entwicklungen ausdrücklich diese Megatrends. Ihr Lösungsspektrum ist so vielfältig, wie die Anforderungen der Anwender individuell sind. Aber davon überzeugt sich das Fachpublikum am besten direkt vor Ort.

Die Vorträge und Veranstaltungen rund um die Messe bezeichnen Sie als „Rahmenprogramm auf Kongressniveau“, was genau ist damit gemeint?

Neben zahlreichen Informationsveranstaltungen der Aussteller und unterstützenden Verbänden und Organisationen haben wir 30 Foren und mehr als 100 renommierte Referenten organisiert. Dort werden alle wichtigen Trends und Lösungsoptionen für die Intralogistik thematisiert.

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Ich habe Veranstaltungen erlebt, die sich „Kongress“ nannten, die das weder quantitativ noch qualitativ bieten konnten. Auf der Logimat ist dieses informative Rahmenprogramm ein kostenloses Add-on für die Fachbesucher.

Im Rahmenprogramm fällt immer wieder der Begriff „Industrie 4.0“, der auch auf der Logimat eine gewichtige Rolle spielen wird. Ist das Thema derzeit in der Logistik ebenso unumgänglich wie in der Industrie?

Selbstverständlich. Es ist nur vielen Anwendern leider immer noch nicht bewusst, welche Dimensionen das Thema umfasst und welchen Stellenwert die Vernetzung mit der Produktion für die künftige Wettbewerbsfähigkeit einnimmt.

Die Foren geben einen Einblick in die Komplexität des Themas – und sie bieten hilfreiche Entscheidungsgrundlagen.

Vor Kurzem gab es in der Geschäftsführung der Euroexpo, dem Veranstalter der Logimat, eine doppelte Erweiterung der Geschäftsführung. Bedeutet das auch, dass Sie eine Erweiterung Ihres Geschäfts im Blick haben und wird sich das organisatorisch auf die Logimat auswirken?

Auf die Logimat in Stuttgart zunächst weniger. Aber, sie sprachen es schon an, die Logimat erfährt einen hohen Zuspruch seitens der Aussteller. Unser Wachstum ist mit der Belegung des kompletten Messegeländes jetzt weitgehend ausgeschöpft. Wir müssen in Betracht ziehen, die vor drei Jahren integrierte Handelsplattform Tradeworld, die in diesem Jahr eine deutliche Steigerung der Ausstellerzahlen erfahren hat, möglicherweise mittelfristig auf eigene Füße zu stellen.

Das bedarf eine frühzeitige Aufgabenverteilung im Management. Überdies wachsen die Auslandsaktivitäten der Euroexpo – namentlich sei hier die Logimat China in Nanjing genannt, die sich in der Metropole der Logistikaffinen Provinz Jiangsu, die als ökonomisch stärkste Provinz Chinas gilt, etabliert hat. Die erfolgten Umstrukturierungen sind also als eine Notwendigkeit der strategischen Ausrichtung der Euroexpo zu sehen. Und außerdem, schauen Sie mich an. So jung bin ich ja auch nicht mehr.

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