Blockchain-Anwendungen

Blockchain wird das IoT revolutionieren

| Autor / Redakteur: Jürgen Schreier / Jürgen Schreier

Die IBM Blockchain Platform ist über die IBM Cloud zugänglich und erleichtert alle Schritte beim Aufbau eines Blockchain-Netzwerkes: Sie ermöglicht es mehreren Parteien gemeinsam Blockchain-Netzwerke zu entwickeln, zu steuern und zu betreiben. Damit können Organisationen eigene Geschäftsnetzwerke sehr schnell in Betrieb nehmen.

Was Blockchain und 3D-Druck miteinander zu tun haben

Produktsicherheit ist ein weiteres Einsatzgebiet, in dem Blockchain-Technologie wertvolle Dienste leisten kann. So bietet der 3D-Druck zahlreiche Vorteile: Prototypen können schnell und kostengünstig hergestellt werden; die Lagerhaltung von Ersatzteilen entfällt. Passgenauer Ersatz lässt sich bei Bedarf einfach ausdrucken. Doch birgt die additive Fertigungsverfahren auch allerlei Gefahren. Beispielsweise können Bauteile von nicht-autorisierten Personen mit minderwertigen Materialien nachgedruckt werden und womöglich ein Sicherheitsrisiko darstellen.

Abhilfe bietet das Verbundprojekt SAMPL (Secure Additive Manufacturing Platform): Gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Forschung erarbeiten Informatiker vom Ulmer Institut für Verteilte Systeme ein neues Modell der digitalen Rechteverwaltung, das auf der Blockchain-Technologie basiert. Für das Projekt SAMPL stellt das Partnerunternehmen PROSTEP eine Datenaustauschlösung zur Verfügung, in die das Blockchain-Lizenzmanagement integriert werden soll.

Secure Additive Manufacturing Platform: Fachwelt zeigt reges Interesse

Aber wie lassen sich billige, teils sicherheitskritische Raubkopien verhindern und gegebenenfalls identifizieren? Die Forschergruppe hat mit dem 3D-Druck und dem Blockchainkonzept zwei bekannte Verfahren zu einer durchgängigen Sicherheitskette für additive Fertigungsverfahren verknüpft.

Mit dem 3D-Drucker lassen sich in kurzer Zeit maßgeschneiderte Ersatzteile herstellen. Um zu verhindern, dass Bauteile von nicht-autorisierten Personen mit minderwertigen Materialien nachgedruckt werden, erarbeiten Informatiker des Instituts für Verteilte Systeme ein neues Modell der digitalen Rechteverwaltung. Es basiert auf der so genannten Blockchain-Technologie.
Mit dem 3D-Drucker lassen sich in kurzer Zeit maßgeschneiderte Ersatzteile herstellen. Um zu verhindern, dass Bauteile von nicht-autorisierten Personen mit minderwertigen Materialien nachgedruckt werden, erarbeiten Informatiker des Instituts für Verteilte Systeme ein neues Modell der digitalen Rechteverwaltung. Es basiert auf der so genannten Blockchain-Technologie. (Bild: Institut für Verteilte Systeme)

„Mithilfe der Blockchain wollen wir zwischen Konstrukteuren, Druckdienstleistern und Endkunden vermitteln und so das Lizenzmanagement sicherer machen – von der Erzeugung der Druckdaten über den Austausch mit Dienstleistern bis zur Kennzeichnung der Werkstücke, beispielsweise mit RFID-Chips“, erklären Felix Engelmann und Henning Kopp, wissenschaftliche Mitarbeiter am Institut für Verteilte Systeme der Universität Ulm.

Auf der Hannover Messe 2017 stieß die Anwendung, mit der die Echtheit von Produktdaten im 3D-Druck sichergestellt wird, auf reges Interesse. Zur Verdeutlichung ihres Konzepts hatte die Forschergruppe einen Demonstrator vorgestellt. „Wir wissen bereits, dass das Grundkonzept funktioniert, müssen jedoch noch die Angriffsfläche minimieren“, so Prof. Frank Kargl, der das Instituts für Verteilte Systeme leitet und vor allem zu Sicherheit und Privacy forscht. Zudem könnte eine Stärke des Konzepts, nämlich seine Transparenz, zur Schwäche werden. Ein Beispiel: Nicht alle Konstrukteure wollen, dass ihre Mitbewerber sehen, welche Ersatzteile sie bestellen. Es gilt also – im Rahmen des Konzepts „Blockchain“ – eine sinnvolle Form der „Anonymisierung“ anzubieten. Schon in rund zwei Jahren soll das neue Verfahren marktreif sein.

Blockchain, Robotik, Künstliche Intelligenz – die Kombination macht´s

Welche Technologien bringen den digitalen Wandel 2018 voran?

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04.12.17 - Die Technologien von morgen sind keine neuen Konzepte. Interessant wird es, wenn einzelne Technologien nicht mehr isoliert zum Einsatz kommen, sondern miteinander kombiniert werden. Das könnte die Entwicklung in vielen Bereichen entscheidend beschleunigen. Das ist ein Ergebnis der Untersuchung von IT-Dienstleister Dimension Data zur Digitalisierung. Sie zeigt, welche Innovationen im Jahr 2018 tatsächlich erfolgsentscheidend sein werden. lesen

Blockchain löst E-Invoicing-Probleme

Der Schweizer Blockchain-Spezialist SophiaTX ist soeben in die Finalrunde eines sehr erfolgreichen Token Generation Events (7. bis 17. Dezember 2017) eingetreten, in dem bereits weit über 11 Millionen Dollar eingesammelt werden konnten. Die zweckgebundene Blockchain-Plattform und der Marktplatz wurden speziell dafür entwickelt, um Business-Anwendungen wie ERP-, SCM- und CRM-Systeme in eine kollaborative Umgebung über mehrere Unternehmen und Branchen hinweg zu integrieren.

Umfassende Untersuchungen aktueller Geschäftsprozesse haben ergeben, dass mehr als 90 Prozent aller Rechnungen weltweit immer noch manuell bearbeitet werden (per Post, in gedruckter Form oder als E-Mail), was wertvolle Zeit kostet. Jedoch wird das Volumen elektronischer Rechnungen bis Ende 2017 weltweit mindestens 36 Milliarden Einheiten erreichen. Die geschätzte Größe des E-Invoicing-Marktes beträgt 3,3 Milliarden Euro (2017) und soll bis zum Jahr 2024 auf 16,1 Milliarden Euro zulegen.

Das Hauptproblem bei der traditionellen elektronischen Rechnungsstellung besteht darin, dass die Bearbeitung auf der Eingangsseite relativ schwerfällig ist, dazu teuer in der Implementierung und sich eher auf einen ausgewählten Dokumententyp beschränkt. "Dagegen bietet die Blockchain-Technologie einen echten Peer-to-Peer-Informationsaustausch von einer Vielzahl von Dokumenttypen", sagt Jaroslav Kacina, CEO von SophiaTX.

SophiaTX führt den Prozess der elektronischen Rechnungsbearbeitung in mehreren Schritten weiter, indem sie die E-Rechnungsdaten in die eigene Blockkette eingibt und diese Informationen zu einem leicht zugänglichen und nachweisbaren E-Rechnungsdokument automatisiert. Dieses wird dann an den Empfänger gesendet. Nachweisbar ist dies über das unveränderliche, transparente Ledger, das eine detaillierte Aufzeichnung mit Zeitstempel jedes einzelnen Prozessschrittes (Transaktionen) führt.

Angesichts der Tatsache, dass 2016 rund 47 Prozent aller geschäftlichen Forderungen betrügerische Rechnungen waren, ist es für ein Unternehmen überaus wichtig, leicht nachprüfbare Datensätze zu haben. Darüber hinaus werden im Schnitt 40 Prozent der Rechnungen in Europa nicht oder verspätet beglichen. Hinzu kommt, dass es keine gemeinsame oder kostengünstige Plattform für den Datenaustausch zwischen Handelspartnern gibt, was die Schaffung eines kollaborativen Ökosystems für die Lösung von Problemen im Zusammenhang mit dem E-Invoicing behindert.

Mit der Implementierung von SophiaTX in ERP-, SCM- oder CRM-Umgebungen fällt im günstigsten Fall die manuelle Bearbeitung von Rechnungen komplett weg. Außerdem können sich Unternehmen vor betrügerischen Forderungen schützen, weil ihre Plattform hohe Transparenz, erweiterte Kontrolle, ein verbessertes Cash Management sowie die Prüfbarkeit und Einhaltung der Steuervorschriften garantiert.

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