Mehr Performance, neue Anwendungen

Blockchain wird 2018 das IoT revolutionieren

| Autor / Redakteur: Jürgen Schreier / Jürgen Schreier

Noch bringt die breite Öffentlichkeit Blockchain mit dem Thema Bitcoin in Verbindung. Doch das Potenzial der Technologie reicht weit über die Finanzwelt hinaus.
Noch bringt die breite Öffentlichkeit Blockchain mit dem Thema Bitcoin in Verbindung. Doch das Potenzial der Technologie reicht weit über die Finanzwelt hinaus. (Bild: monsitj)

Nach Einschätzung des eco-Verbands wird 2018 ein "echtes" Blockchain-Jahr. Die Zahl der konkreten Business-Anwendungen wächst stetig. Neue Blockchain-Konzepte wie Ethereum oder Hyperledger Fabric sorgen für mehr Performance und kommen so dem Internet der Dinge (IoT) zugute.

Die Blockchain-Technologie wird 2018 auf breiter Front den Durchbruch schaffen und sich mit zahlreichen Anwendungen einen festen Platz im Geschäftsalltag erobern. Nach einer Befragung des internationalen Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov sind 44 Prozent der Mittelständler vom Nutzen dieser Technologie überzeugt. Lediglich 26 Prozent äußerten sich skeptisch.

In der Bildergalerie stellen wir Ihnen 13 interessante Blockchain-Lösungen vor.

„Die Blockchain wird zu einem Thema für den Mittelstand, immer mehr Unternehmen entdecken in der Technologie großes Potenzial fürs eigene Geschäft“, betont Stephan Zimprich, Leiter der Kompetenzgruppe Blockchain im eco – Verband der Internetwirtschaft e.V. Technische Plattformen auf der Grundlage der Blockchain unterstützen vor allem Geschäftsanwendungen, bei denen ein Intermediär Vertrauen stiftet und Transaktionen abwickelt.

Schlankere Validierungsmöglichkeiten kreieren neue Blockchain-Anwendungen

Diese Entwicklung wird begünstigt von neuen Plattformen, die auf Validierungsmöglichkeiten setzen, die weniger energie- und kostenintensiv sind als herkömmliche Verfahren, die beispielsweise im Bereich der Kryptowährung Bitcoin genutzt wird. Neue Konsens-Algorithmen bestätigen Transaktionen sehr viel schneller und energieeffizienter und sind zugleich sehr schwer zu manipulieren. Plattformen wie IOTA oder Hyperledger Fabric sorgen so ohne zentrale Instanz für das notwendige Vertrauen im Netzwerk.

Dabei hätten die Macher Großes vor mit ihrer Technologie, wie Stefan Grasmann, Managing Director Competence Center (Germany) der Zühlke Group, schreibt: "Nichts weniger als den demokratisierten Data Lake, der uns wieder die Kontrolle unserer Daten zurückbringen soll." Bemerkenswert sei außerdem, so Grasmann sei die Organisationsform hinter IOTA: Es handelt sich um eine Stiftung, die sich auch den Europäischen Datenschutzstandards (GDPR) verpflichtet fühlt. Ebenfalls erstaunlich die Liste der renommierten Partner, darunter viele Universitäten, aber auch Global Player aus der IoT-Welt wie Bosch, Microsoft und die Deutsche Telekom.

Vor allem Unternehmen treiben die technologischen Weiterentwicklungen an, um möglichst bald von Blockchain-Technologie zu profitieren, sagt Prof. Dr. Wolfgang Prinz, stellvertretender Institutsleiter am Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik (FIT) in Sankt Augustin. „Während 2017 das Jahr der Blockchain Proof of Concepts war, die die prinzipielle Durchführbarkeit von Blockchain-Projekten belegten, werden wir 2018 vermehrt Blockchain-Anwendungen in operationalen Business-Anwendungen erleben.“

Revolutioniert Blockchain den Mittelstand?

Smart Contracts und mehr

Revolutioniert Blockchain den Mittelstand?

12.05.17 - Smart Contracts im Internet of Things oder Zahlvorgänge zwischen Gegenständen: Das sind nur zwei Beispiele, mit denen die Blockchain-Technologie den Mittelstand grundsätzlich verändern könnte. Wie weit die Blockchain-Revolution heute schon ist, das zeigt eine Umfrage von eco und YouGov. lesen

Insbesondere private Blockchains, mit einem begrenzten Netzwerk ausgewählter Nutzer, werden Unternehmen 2018 betreiben. „Die großen öffentlichen Blockchains wie Bitcoin oder Ethereum werden diesen privaten Blockchains dabei häufig als Stütze zur Absicherung der eigenen Integrität dienen. Das heißt, beide Ansätze werden in Zukunft sowohl nebeneinander als auch miteinander verwoben existieren“, so Prinz.

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