Krypto-News UPDATE

Blockchain & Co.: Das Neueste aus der Krypto-Szene

| Redakteur: Jürgen Schreier

Blockchain ist mehr als Cryptocurrency. Der Begriff wird allgemeiner für ein Konzept genutzt, mit dem ein Buchführungssystem dezentral geführt werden kann und dennoch ein Konsens über den richtigen Zustand der Buchführung erzielt wird, auch wenn viele Teilnehmer an der Buchführung beteiligt sind. Worüber Buch geführt wird, ist zunächst unerheblich.
Blockchain ist mehr als Cryptocurrency. Der Begriff wird allgemeiner für ein Konzept genutzt, mit dem ein Buchführungssystem dezentral geführt werden kann und dennoch ein Konsens über den richtigen Zustand der Buchführung erzielt wird, auch wenn viele Teilnehmer an der Buchführung beteiligt sind. Worüber Buch geführt wird, ist zunächst unerheblich. (Bild: Pixabay / CC0)

Die interessantesten News rund um Blockchain, Bitcoin oder IOTA stellt Ihnen die IoT Redaktion in diesem "Ticker" zusammen. Nachricht des Tages: DECENT launcht eine Blockchain-Lösung für die Authentifizierung von Zulieferteilen und Risikomaterialien in der Luftfahrt-Supply-Chain.

Privatjet-Buchung wird dank Blockchain noch leichter

Diesen Service werden wohl nur Vertreter der Upperclass nutzen: den Trip im privaten Charter-Jet. Dennoch erobert die Distributed-Ledger-Technologie jetzt auch die Welt der Schönen und (Super-)Reichen. JetApp, die Buchungsplattform für Privatjet-Flüge, kooperiert ab sofort mit der Advanced Blockchain AG.

Ob zum Skilaufen nach Aspen, zum Golfen nach Mar a Lago oder Segeln in die Karibik: JetApp macht die Buchung eines Flugs im privaten Charterjet ganz easy. Blockchain sei Dank!
Ob zum Skilaufen nach Aspen, zum Golfen nach Mar a Lago oder Segeln in die Karibik: JetApp macht die Buchung eines Flugs im privaten Charterjet ganz easy. Blockchain sei Dank! (Bild: Pixabay / CC0)

JetApp will die weltweit führende Buchungsplattform für Privatjets werden. Dazu gehört neben einem transparenten Marktüberblick, ein breites Leistungsspektrum basierend auf neuesten Technologien zu bieten. Nur so lasse sich auch in Zukunft bestmöglicher Service zu günstigen Konditionen sicherstellen. Durch die Zusammenarbeit mit Advanced Blockchain AG soll das gelingen.

Laut JetApp wird das Buchen eines Privatjets künftig nicht komplizierter als die Buchung einer Bahnfahrkarte sein. Der hohe Automatisierungsgrad ermöglicht es den JetApp-Betreibern bereits, deutlich attraktivere Preise als traditionelle Wettbewerber bieten zu können. Nun wird der technologische Vorsprung durch die Integration der Technologie in den Betrieb und die Dienstleistungen von JetApp noch weiter ausgebaut. So können JetApp-Kunden demnächst ihre Flüge mit Kryptowährungen bezahlen. Weitere Anwendungen, wie zum Beispiel ein Blockchain-basiertes Incentivierungsprogramm für die User, sind in Planung.

„Wir haben JetApp mit der Leidenschaft für exzellenten Service und dem Wunsch gegründet, uns entscheidende Wettbewerbsvorteile zu verschaffen. Uns war immer klar, dass dafür der intelligente Einsatz transformativer, disruptiver Technologien nötig ist. DLT ist eine unglaublich leistungsstarke Technologie. Durch die Partnerschaft mit einem der Branchenführer wollen wir ihr immenses Potenzial erschließen", stellt René Köhler, Advisor von JetApp, in Aussicht.

René Marius Köhler ist Eigentümer und Gründer der KOEHLER GROUP, einer Investmentgesellschaft und eines Startup Incubator mit Sitz in Stuttgart. Die 2500 Mitarbeiter der Beteiligungsunternehmen werden 2018 voraussichtlich einen Umsatz von rund einer Milliarde Euro erwirtschaften.

nShield HSM von Thales unterstützen Elliptische Kurvenkryptographie

Thales, Anbieter von Systemen für Cybersicherheit und Datenschutz, kündigt an, dass seine nShield Hardware-Sicherheitsmodule (HSM) jetzt elliptische kryptografische Kurven (ECC) unterstützen von Edwards und Brainpool unterstützen, um die Sicherheits- und Datenintegritätsanforderungen für die neuesten vernetzten Fahrzeuge, FinTechs und IoT-Lösungen der Enterprise-Klasse zu erfüllen.

Security-Spezialist Thales unterstützt jetzt mit seiner Hardware die Elliptische Kurvenkryptographie (ECC).
Security-Spezialist Thales unterstützt jetzt mit seiner Hardware die Elliptische Kurvenkryptographie (ECC). (Bild: Thales)

Patrick Daly, Research Analyst bei 451 Research, erklärt: "Die Elliptische Kurvenkryptographie (ECC) wird für den Austausch kleiner kryptographischer Schlüssel verwendet, die weniger Ressourcen benötigen, um die gleichen Sicherheitsstandards wie die Public Key Infrastructure (PKI)-Protokolle zu erhalten. Die Explosion des IoT und der angeschlossenen Geräte hat die Einführung von ECC-Protokollen weit über SSL-Webseiten hinaus beschleunigt. Derzeit gibt es keinen klaren Gewinner für ECC-Protokolle für die IoT-Sicherheit. Es ist ratsam, in Infrastrukturen mit breiter ECC-Unterstützung zu investieren, da wir davon ausgehen, dass der Markt für mehrere Jahre dynamisch bleibt."

In einem modernen Fahrzeug befinden sich rund 100 elektronische Steuergeräte (ECUs), die jeweils auf dedizierte digitale Zertifikate zur Authentifizierung von Fahrzeugnetzen und externen Verwaltungsdiensten zurückgreifen. Damit das System ein sicheres und reaktionsschnelles Kundenerlebnis bietet, sind schnelle kryptografische Berechnungen von Geräten mit begrenzter Rechenleistung und begrenztem Speicher erforderlich. Die ECC-Lösungen von Brainpool und Edwards werden immer häufiger eingesetzt, um diesen Bedarf zu decken.

ubirch entwickelt blockchain-basierte Industrie 4.0-Lösungen

Das Kölner Unternehmen ubirch hat seine Mitgliedschaft im Center Connected Industry auf dem RWTH Aachen Campus besiegelt. Als Mitglied des Netzwerks von Industrieanwendern und -lieferanten sowie Forschern aus den Bereichen Maschinenbau, Informations- und Produktionsmanagement testet das Start-up den Einsatz von Blockchain im Produktionsprozess.

Das Kölner Start-up ubirch befasst sich mit dem Einsatz von Blockchain im Produktionsprozess.
Das Kölner Start-up ubirch befasst sich mit dem Einsatz von Blockchain im Produktionsprozess. (Bild: ubirch)

ubirch teilt sich Ressourcen mit den Forschungseinrichtungen des RWTH Aachen Campus und kann die Anforderungen an seine Lösungen mit Industriepartnern vor Ort diskutieren. Das Start-up entwickelt derzeit im Center Connected Industry eine Lösung mit einem Sensorhersteller, einem Mobilfunkunternehmen und Lieferanten, die es Fertigungseinrichtungen ermöglichen, Produktionsstätten sicher und drahtlos miteinander zu kommunizieren.

"Der RWTH Aachen Campus bietet eine hervorragende Infrastruktur für Start-ups wie uns, um praxisnahe neue Geschäftsmodelle für Industry 4.0 zu entwickeln. Wir haben nicht nur Zugang zu Fertigungsmaschinen, sondern können uns auch direkt mit namhaften Industrie- und Technologie-Unternehmen spezifische Projekte zur sicheren Maschinenkommunikation viel schneller und effizienter umsetzen", erklärt Stephan Noller, CEO von ubirch.

dApp - eine Blockchain-Lösung für die Luftfahrtindustrie

DECENT kündigt eine weitere dezentrale Anwendung (dApp) angekündigt, die auf seiner Plattform 3IPK basiert. Im Rahmen des Projekts soll der Luftfahrtindustrie eine Blockchain-Lösung zur Verfügung gestellt werden. 3IPK dient der Automatisierung von Zertifizierungskontrollen sowie Flugtüchtigkeits-, Lieferketten- und Wartungsprozessen für die Bereiche Luft- und Raumfahrt, Automobil, Verteidigung und Nuklearindustrie.

DECENT ist eine Non-Profit-Stiftung, die eine Blockchain-Lösung namens DCore entwickelt hat.
DECENT ist eine Non-Profit-Stiftung, die eine Blockchain-Lösung namens DCore entwickelt hat. (Bild: DECENT)

Laut Maria Capova, CEO von 3IPK, wird die Authentifizierung von Zulieferprodukten zum Kostentreiber, wenn einerseits Teile im Rahmen sehr langer Lieferketten aus der ganzen Welt bezogen werden, während andererseits strenge Regulierungsprozesse einzuhalten sind und ein Management von Risikorohstoffen erfolgen muss. Matej Michalko, Gründer und CEO von DECENT, hat vor einigen Wochen in seinem persönlichen Blog die aktuelle Situation in der Luftfahrtindustrie beobachtet. Er kam zur Überzeugung, dass eine solche Situation zusätzlich Zeitengpässe verursachen und bei schwacher Rückverfolgbarkeit und sogar zu einem Sicherheitsrisiko werden kann, wenn die Authentifizierungs- und Verifizierungsprozesse nicht ausreichend durchgesetzt werden. Mit der DCore-Plattform von DECENT könnten die oben genannten Probleme gelöst werden.

Mit DCore will 3IPK Probleme in Bezug auf die Verfolgung, Authentifizierung und Verifizierung der Lieferkette minimieren. Durch die Verwendung einer Funktion namens "Smart Dust" Fingerprinting sichert 3IPK die Echtzeit-Verfolgung, sodass die Hersteller den Überblick über alle Teile behalten, die sich durch die Lieferkette bewegen. Nach Einschätzung von DECENT und 3IPK führt dies zu einer Effizienzsteigerung, indem unnötige Kosten vermieden und Transparenz und Sicherheit gewährleistet werden.

Darüber hinaus wird 3IPK durch die Implementierung der Zertifizierungs-Originalitätskontrolle den Luftfahrtzulieferern ein Regelwerk zur Verfügung stellen, das die Zahlungs- und Abwicklungsprozesse in der Lieferkette beschleunigt und sicherer macht. Mit der neuesten Version von DCore von DECENT, die mehr als 2000 Transaktionen pro Sekunde abwickeln kann, möchte 3IPK so schnell wie möglich ein komplexes Lieferantenmanagementsystem für die Luftfahrtindustrie implementieren.

DECENT wurde 2015 gegründet und ist eine gemeinnützige Stiftung, die eine Open-Source-Blockchain-Plattform namens DCore entwickelt hat. DCore wurde 2017 eingeführt und ist eine stabile, skalierbare und kostengünstige Open-Source-Blockchain-Plattform. Als weltweit erste Blockchain für digitale Inhalte, Medien und Unterhaltung bietet DCore benutzerfreundliche Software Development Kits, um dApp-Entwickler und Unternehmen im dezentralen Netzwerk zu unterstützen.

Indikatoren für Kryptomining-Malware identifiziert

Eine neue Cyber-Bedrohung stellt Kryptomining-Malware dar. Sie funktioniert gänzlich anders als bisher bekannte Angriffstechniken und ist deshalb nur äußerst schwer zu erkennen. CyberArk hat auf Basis einer detaillierten Analyse der Mining-Malware für die Kryptowährung Monero fünf Indikatoren identifiziert, die auf eine Infektion hindeuten.

Rechenstarke Grafikkarten(-farmen) sind der normale Weg, um Kryptowährungen zu minen. Inzwischen werden aber auch "fremde" Rechner missbraucht.
Rechenstarke Grafikkarten(-farmen) sind der normale Weg, um Kryptowährungen zu minen. Inzwischen werden aber auch "fremde" Rechner missbraucht. (Bild: Pixabay / CC0)

„Fremde Rechenpower für das Geldverdienen zu nutzen ist nicht etwas komplett Neues, findet bei Kryptomining allerdings in einer Intensität und mit direktem Output (Bitcoins) in einer bislang nicht gesehenen Dimension statt“, erklärt Christian Goetz, Director of Presales – DACH bei CyberArk. „In starkem Kontrast etwa zu Ransomware agieren bösartige Kryptominer zudem unerkannt im Hintergrund. Folglich gestaltet sich auch das Aufspüren solcher Attacken sehr schwierig. CyberArk hat deshalb einige Indikatoren identifiziert, die auf Kryptomining-Malware hindeuten.“

Für die Ermittlung der Indikatoren hat CyberArk den XMRig-Source-Code detailliert analysiert, einen Open-Source-basierten Monero-CPU-Miner mit Windows-Unterstützung, der unter GNU General Public License (GPL) veröffentlicht ist. Der weitgehend in C++ erstellte Miner ist unter Malware-Schreibern sehr populär geworden, da er unter anderem einfach zu kompilieren ist und Windows-spezifische Performance-Optimierungen bietet.

Die Analyse des XMRig-Source-Codes hat gezeigt, wie ein bösartiger Kryptominer auf Windows in der Praxis arbeitet. Der XMRig-Design-Ansatz kann zwar von anderen Kryptominern differieren, allerdings gibt es fünf Punkte, die für die Detektion der neuen Malware-Typen generell interessant sind.

  • 1. Speicherzugriff: Eine charakteristische Eigenschaft des Monero-Minings ist die Verwendung des CryptoNight-Algorithmus, der unter anderem zu einer Optimierung der Speicherzugriffsgeschwindigkeit führt und damit den Miner-Output drastisch steigert. In Windows bietet die VirtualAlloc API eine besondere Methode für die Optimierung der Speicherlatenz durch den MEM_LARGE_PAGES Flag. Dieser Flag kann somit ein wertvoller Indikator für die Initialisierung eines Monero-Miners sein. Darüber hinaus sind auch die User-Account-Privilegien zu beachten, die für die Nutzung des MEM_LARGE_PAGES Flag erforderlich sind. Wenn der Malware-Schreiber seinen Miner nicht richtig verschleiert, sind die Windows-API-Aufrufe, die für die Modifizierung dieser Privilegien benötigt werden, ein exzellenter Hinweis auf Monero-Mining.
  • 2. Kryptomining-Traffic: Auch wenn der ausgehende Traffic, der von einem bösartigen Kryptominer produziert wird, ein deutliches Indiz einer Infektion sein kann, sind dabei zwei Herausforderungen zu berücksichtigen: Mining-Pools verwenden unterschiedliche Ports und teilweise wird SSL-Verschlüsselung genutzt. Sollte aber ein Malware-Autor den Kryptomining-Traffic weder durch Nutzung von SSL noch durch einen Proxy verbergen, kann der Datenverkehr ein einfacher Indikator für eine Kryptomining-Infektion sowohl auf einer lokalen Maschine als auch im Netzwerk sein. Da es zudem nur eine begrenzte Anzahl an Mining-Pools gibt, sind Verbindungen zu deren IPs ein untrügliches Zeichen für eine Infektion. Wenn die Ziel-IP und der Host-Name mittels eines Proxys verborgen werden, können auch die Traffic-Muster zwischen dem Pool und Miner ein anderer guter Infektionshinweis sein.
  • 3. CryptoNight-Logic: Das Fehlen von Windows-API-Aufrufen in der CryptoNight-Logic lässt zwar einerseits Diagnosen hinsichtlich API-Hooking oder mittels Event Tracing for Windows (ETW) ins Leere laufen. Andererseits eröffnet aber die CryptoNight-Logic auch die Möglichkeit einer zuverlässigen Detektion durch traditionelle Byte-Muster-File-Scanner in Sicherheitsprodukten wie Antivirus-Lösungen. Der Grund dafür ist, dass hochspezifische Code-Muster verwendet werden, die für die Funktionsweise des Miners essenziell und ohne detaillierte Kenntnis der kryptografischen Logik auch kaum zu ändern sind. Zudem würde die Konzeption einer von Grund auf neuen CryptoNight-Implementierung aus Sicht des Angreifers einen zu hohen Aufwand bedeuten. Selbst Angreifer, die einen eigenen Miner kreieren wollen, sind versucht, Files wie CryptoNight_x86.h von Projekten wie XMRig direkt in ihre eigene Code-Basis zu kopieren, um Zeit einzusparen.
  • 4. Lesbare Strings und Kommandozeilen: Ein weiteres Indiz für eine Infektion durch Kryptominer im Allgemeinen – XMRig ist hier keine Ausnahme – ist das Vorhandensein einer großen Anzahl an lesbaren Strings, oftmals sogar einzigartigen. Der Grund hierfür ist, dass alle öffentlichen Miner im Hinblick auf maximale Anwenderfreundlichkeit geschrieben sind. Eine noch einfachere Variante dieser Detektionsmethode – ohne die Notwendigkeit, File-Inhalte zu scannen – stellt die Beobachtung verdächtiger Kommandozeilen bei aktiven Prozessen dar; ohne Rekompilieren eines Miners ändert sich nämlich die Syntax von Kommandozeilen nicht.
  • 5. CPU-Nutzung: Nicht zuletzt ist eine starke CPU-Auslastung ebenfalls ein guter Indikator für Kryptominer. Allerdings besteht hier auch die Gefahr einer hohen Anzahl an False Positives. Infolgedessen sollte das Kriterium CPU-Nutzung nur in Kombination mit anderen Detektionsverfahren genutzt werden, um eine maximale Exaktheit der Ergebnisse sicherzustellen.

Weitere Informationen zum Thema Kryptomining-Malware vermittelt das Whitepaper "Behind the Hidden Conversion of Electricity to Money: An In-Depth Analysis of XMR Cryptominer Malware".

Gesundheitsdaten-Dienste in der Open Telekom Cloud

03. 09.2018: Grapevine World qualifiziert sich erfolgreich für das Partnerprogramm „SoftwareBoost“ der Telekom Deutschland GmbH, dem größten europäischen IKT-Service-Provider. Im Rahmen des Programms verlagert Grapevine World seine Dienste rund um den Blockchain-basierten, sicheren Austausch von Gesundheitsdaten in die Open Telekom Cloud.

Die Telekom Deutschland wird zu einem Kern-Hostingprovider für die Grapevine-Services rund um den sicheren internationalen Austausch von Gesundheitsdaten. Die Nutzung der Public Cloud ermöglicht eine Datenhaltung unter besonderer Berücksichtigung von Datenschutz, Datensicherheit und DSGVO.

Das in Wien ansässige Unternehmen Grapevine World hat eine innovative Blockchain-basierte Plattform entwickelt. Das dezentrale Ökosystem ermöglicht einen reibungslosen und sicheren Austausch von Gesundheitsdaten. In einem Pilotprojekt mit Tiani Spirit, der University of Southampton und einem Forbes-100-Pharmaunternehmen wird sein Potenzial im Rahmen einer ausgewählten klinischen Studie getestet. Grapevine World macht dabei anonymisierte Daten zugänglich, unabhängig vom Ort, an dem sie gespeichert sind.

Illegales Crypto-Mining - ein neuer Trend

30. 08. 2018: Insgesamt haben die Analysten des IT-Security-Unternehmens G DATA in den ersten sechs Monaten des Jahres 2018 rund 2,4 Millionen neue Malware-Typen identifiziert. Die Bedrohungslage wandelt sich derzeit stark – neun der zehn meisterkannten Schädlinge aus dem vergangenen Jahr waren im ersten Halbjahr 2018 nicht mehr in den Top 10 vertreten. Ein Trend der Bösewichte 2018: das heimliche und illegale Schürfen von Kryptowährungen – sogenanntes Crypto-Mining. Schädlinge für den Windows-PC, die Kryptowährungen schürfen, verstecken sich häufig auf Webseiten. Dabei werden die Rechner derjenigen, die diese Seiten angesurft haben, dazu missbraucht, um einen finanziellen Gewinn für die Kriminellen zu erwirtschaften.

Die Anzahl neuer Malware-Typen ist erdrückend.
Die Anzahl neuer Malware-Typen ist erdrückend. (Bild: G DATA)

Die G-DATA-Sicherheitsexperten haben in ihrer Analyse zum ersten Halbjahr 2018 festgestellt, dass dabei vor allem immer häufiger Webassembly, ein neuer Webstandard, von den Kriminellen ausgenutzt wird. Dieser Standard ist als Ergänzung zu Javascript gedacht, um eine schnellere Ausführung von Code zu erreichen. Genau diese Vorgehensweise ist ideal für Crypto-Miner.

Allerdings wurden nicht alle Crypto-Miner werden von G DATA als Schadprogramm eingestuft, da nicht immer eindeutig erkennbar ist, ob Nutzer dem Schürfen zugestimmt haben. Daher werden diese teils als Schädling, teils als „Potentiell unerwünschte Programme“ (PUP) kategorisiert. Unter den Top 10 der abgewehrten Malware-Bedrohungen finden sich gleich drei Crypto-Miner, unter den Top 10 der abgewehrten PUP-Erkennungen sogar vier. 

Erste Reality-Show für Krypto-Enthusiasten geht an den Start

29. 08. 2018: Das Thema Kryptowährung will TrakInvest, eine virtuelle soziale Handelsplattform, mit einer digitalen Gameshow für Kryptoenthusiasten (und solche, die es werden wollen) einer größeren Öffentlichkeit näher bringen. Die neue TrakCrypto Show startet offiziell am 12. September 2018. Die Teilnehmer haben die Chance auf einen Job sowie den Gegenwert von 100.000 US-Dollar an gesponserten Krypto-Währungspreisen

Die Herausforderung beginnt aber schon am 9. September: Dann erhalten über 1000 Teilnehmer jeweils 100.000 Dollar "simuliertes" Geld, um auf der TrakInvest-Plattform in einer risikofreien Umgebung zu handeln und zu konkurrieren. Das Ziel besteht darin, profitable Krypto-Portfolios aufzubauen. Die KI-basierte Plattform stellt den Spielern die simulierte Umgebung für den Zugriff auf Echtzeit-Marktpreisdaten, Nachrichten und Lehrinhalte zur Verfügung. Die Möglichkeit, Strategien in einer risikofreien Umgebung auszuprobieren, gepaart mit Interviews mit Blockchain-Experten, sollen die neue auf Youtube "ausgestrahlte" Reality Show zum idealen Ort für Anfänger und fortgeschrittene Krypto-Händler machen, wo sie lernen können, wie man im Kryptofinanzbusiness erfolgreich wird.

Die Plattform TrakInvest verfügt auch über ein "soziales" Element, das es den Teilnehmern ermöglicht, Freunde einzuladen, die Aktivitäten von Top-Tradern zu verfolgen und ihre Erfolgsstrategien zu kopieren. Mit geschätzten 50 Millionen Krypto-Händlern weltweit sieht Bobby Bhatia, Gründer und CEO von TrakInvest, seine Plattform als den idealen Platz an, um von dort aus die Community zu erweitern.

Jede Woche werden im Rahmen der TrakCrypto Show fünf Top-Performer anhand der besten Portfolio-Renditen ausgewählt und interviewt. Zusätzlich haben insgesamt 125 Wochengewinner die Chance, sich in der Woche eine Kryptowährungsprämie im Wert von über 10.000 US-Dollar zu sichern, diese schrittweise um weitere 10.000 US-Dollar pro Woche steigen und bis zur vierten Woche einen "Kryptowährungs-Topf" im Wert von 40.000 US-Dollar anzusammeln. In jeder Episode wird in Gesprächen mit Teilnehmern über ihre Krypto-Investitionsstrategien analysiert, was funktioniert hat und mit welchen Herausforderungen sie sich beim Trading konfrontiert sahen . Alle Teilnehmer an der Show erhalten außerdem exklusiven Zugriff auf das Beta-Tool TrakInvest AI, das KI-basierte Analysen und Preisschätzungen zu den Top 10-Krypto-Währungen ermöglicht.

Die Show wird von TrakInvest und Blockchain Founders Fund Ventures kuratiert, moderiert und produziert und wöchentlich von Blockchain- und Krypto- Experten begleitet, die als Gäste an der Show teilnehmen. Die Sendung wird auf YouTube über den TrakInvest-Show-Kanal ausgestrahlt, um alle Krypto-Investoren weltweit zu erreichen.

"Basierend auf dem phänomenalen Erfolg der TrakInvest-Show starten wir nun eine ähnliche Plattform für den Krypto-Währungshandel. Wir wollen das Thema Krypto-Währung populär machen und den globalen Krypto-Händlern eine Chance geben, um 100.000 Dollar zu konkurrieren", so TrakInvest-CEO Bhatia.

Aly Madhavji, Gründer, Blockchain Founders Fund, kommentiert: "Die TrakCrypto Show ist die erste ihrer Art, die eine breite Öffentlichkeit über Blockchain und Cryptocurrency in einer Umgebung mit geringem Risiko und hoher Belohnung aufklärt."

Über TrakInvest

Die TrakInvest ist die weltweit erste virtuelle soziale Handelsplattform für Wertpapiere und Kryptowährungen, die auf einer KI-Engine basiert. Sie bietet Anwendern eine simulierte, risikofreie Praxisumgebung, in der sie profitable Portfolios in Aktien an zehn Börsen sowie Krypto-Währungen handeln und aufbauen können, bevor sie ihr "echtes" Geld investieren. Die Nutzer sammeln Know-how für erfolgreiche Trading-Strategien, indem sie Top-Performern folgen und auf künftige KI-Tools zugreifen können. TrakInvest hat seinen Hauptsitz in Singapur. TrakInvest-Gründer Bobby Bhatia wurde 1973 in New Delhi geboren. Nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Duke University startete er seine berufliche Laufbahn bei O’Connor & Associates, einem Optionshandelshaus in Chicago.

Gesundheitsdaten: Grapevine World schließt ICO erfolgreich ab

27. 08. 2018: Grapevine World, ein international tätiges IT-Startup mit Sitz in Wien, hat am 15. August 2018 den ICO (Initial Coin Offering) für sein gleichnamiges digitales Ökosystem erfolgreich abgeschlossen. Mit Unterstützung der Krypto-Community und Investitionszusagen von Geschäftspartnern, institutionellen Investoren und Privatpersonen erreichte Grapevine World das anvisierte Finanzierungsziel von 30 Millionen Dollar. Der ICO bestand aus einer privaten Runde im Februar 2018 und einer öffentlichen Runde vom 6. Juli bis 15. August 2018. In einem nächsten Schritt werden die Grapevine Tokens (GVINE) bei verschiedenen Exchange-Plattformen (wie zum Beispiel COBINHOOD und CGCX) gelistet.

Martin Tiani, CEO und Gründer von Grapevine World: „Wir freuen uns, dass wir einen der größten österreichischen ICOs so erfolgreich abgeschlossen haben. Jetzt arbeiten wir weiter mit voller Kraft daran, den globalen Datenaustausch im Gesundheitsbereich voranzutreiben. “
Martin Tiani, CEO und Gründer von Grapevine World: „Wir freuen uns, dass wir einen der größten österreichischen ICOs so erfolgreich abgeschlossen haben. Jetzt arbeiten wir weiter mit voller Kraft daran, den globalen Datenaustausch im Gesundheitsbereich voranzutreiben. “ (Bild: Grapevine World)

„Wir freuen uns, dass wir einen der größten österreichischen ICOs so erfolgreich abgeschlossen haben. Jetzt arbeiten wir weiter mit voller Kraft daran, den globalen Datenaustausch im Gesundheitsbereich voranzutreiben. Durch eine weltweite Verfügbarkeit von Gesundheitsdaten kann Grapevine World die gesamte Gesundheitsbranche für alle Beteiligten – von Patienten über Ärzte bis zu Forschungseinrichtungen – revolutionieren“, sagt Martin Tiani, CEO und Gründer von Grapevine World.

In einem Pilotprojekt wird Folgendes in den kommenden Monaten erprobt: die Kombination aus markterprobten Interoperabilitäts-Standards im Austausch von Gesundheitsdaten (IHE) und innovativer Blockchain-Technologie für die Verfolgung und Bewertung der Herkunft von Gesundheitsdaten. Dieser Pilot ist ein Testlauf mit dem Ziel, das Potenzial der Lösung im Rahmen einer klinischen Studie bei einem Forbes-100-Pharmaunternehmen zu belegen. Dabei ermöglicht Grapevine World den Zugang zu anonymisierten Daten - unabhängig von ihrem Speicherort.

Um das globale Technologieprojekt zu realisieren, arbeitet Grapevine World mit einer Vielzahl von Partnerunternehmen (darunter Microsoft und Telekom Deutschland) zusammen und erweitert laufend sein Experten- und Partnernetzwerk. In naher Zukunft sind weitere nationale und internationale Projekte sowie Testbetriebe geplant.

Grapevine World ist ein herstellerunabhängiger, internationaler IT-Dienstleister und gleichzeitig eine Plattform, die eine globale Standardisierung im Datenaustausch etablieren will. Stakeholdern wird mittels Utility Tokens der Austausch von Know-how, Daten, Dienstleistungen und Produkten weitestgehend vereinfacht. Grapevine verfolgt konsequent einen Leitsatz: Gemeinsam stärker – von der Zusammenarbeit profitieren alle Beteiligten.

Deep Learning, Robotik und AR: Die Medizin der Zukunft

IoT und Healthcare

Deep Learning, Robotik und AR: Die Medizin der Zukunft

24.08.18 - Dass uns Dr. Algorithmus sagt, welche Krankheit wir haben, ist bislang noch Zukunftsmusik. Doch die Medizinforschung hat in den vergangenen Jahren gewaltig zugelegt – nicht zuletzt mithilfe neuer Technologien. Dabei geht die Medizin mittlerweile weit über vernetzte Geräte hinaus. lesen

Mit ROboB startet erstes Blockchain-Projekt im Hamburger Hafen

23. 08. 2018: Im Rahmen einer Kickoff-Veranstaltung bei DAKOSY, dem Betreiber des Port Community Systems für den Hafen Hamburg, wurde am 23. August 2018 mit der Technischen Universität Hamburg und zahlreichen assoziierten Partnern offiziell die Arbeit an dem IHATEC-Forschungsprojekt ROboB – Release Order based on Blockchain aufgenommen.

136,5 Millionen Tonnen Ladung gingen 2017 über die Kaikanten des Hamberger Hafens, darunter rund 8,8 Millionen Standardcontainer (TEU). Damit ist Hamburg der drittgrößte Containerhafen in Europa und steht auf Platz 18 in der Liste der weltweit größten Containerhäfen.
136,5 Millionen Tonnen Ladung gingen 2017 über die Kaikanten des Hamberger Hafens, darunter rund 8,8 Millionen Standardcontainer (TEU). Damit ist Hamburg der drittgrößte Containerhafen in Europa und steht auf Platz 18 in der Liste der weltweit größten Containerhäfen. (Bild: HHM/Michael Lindner)

Die Freistellreferenz, welche beim Seefrachtimport zwischen den beteiligten Parteien ausgetauscht wird, berechtigt ein Transportunternehmen dazu, einen Container vom Terminal abzuholen. Der enorme Wert der in einem Container transportierten Waren stellt hohe Anforderungen an die Zugriffberechtigung und die Sicherheit des IT-Prozesses.

Vor diesem Hintergrund ist der Freistellungsprozess ideal geeignet, um ihn unter Nutzung der Blockchain-Technologie abzubilden: Die Blockchain verspricht eine gemeinsame Datenbasis für alle Teilnehmer. Sie ist prüfbar durch digitale Signaturen, unveränderbar durch Kryptographie und Konsens-Algorithmen. Im Rahmen des Projekts werden zwei alternative Vorgehensweisen in die bestehende Import-Plattform des Hamburger Hafens integriert und auf ihre Praxistauglichkeit – auch gegenüber der bestehenden Lösung – geprüft. Neben dem Nachweis der Machbarkeit soll das Projekt dazu beitragen, die Prozesse im Seehafen noch effizienter zu gestalten.

ROboB ist ein Verbundprojekt im Rahmen des Förderprogramms für Innovative Hafentechnologien (IHATEC), das vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gefördert wird. Projektträger ist die TÜV Rheinland Consulting GmbH. Zu den Verbundpartnern gehört neben der DAKOSY Datenkommunikationssystem AG, welche die Federführung innehat, das Institut für Logistik und Unternehmensführung der Technischen Universität Hamburg. Als assoziierte Partner konnten namhafte Vertreter der involvierten Branchen (Spedition, Carrier und Terminalbetreiber) sowie einige Branchenverbände gewonnen werden, so dass eine praxistaugliche und belastbare Abdeckung gewährleistet ist. ROboB hat eine Projektlaufzeit bis zum 31. Januar 2020.

Als eines der führenden Softwarehäuser für die Logistik bietet DAKOSY seit mehr als 35 Jahren digitale Lösungen für die internationale Speditions- und Zollabwicklung sowie das Supply Chain Management an. Darüber hinaus betreibt DAKOSY das Port Community System (PCS) für den Hamburger Hafen und das Cargo Community System (FAIR@Link) für den Frankfurter Flughafen.

Blockchain: Vier Wege E-Commerce neu zu definieren

Im Jahr 2008 wurde erstmals ein neues Zahlungssystem erwähnt, das auf der Idee einer (digitalen) kryptografischen Währung basierte. Bitcoin (BTC), eine weltweit verbreitete digitale Geldeinheit, hat seither die Art und Weise verändert, wie man Finanztransaktionen betrachtet. "Plötzlich" gab es eine perfekt funktionierende Währung, die weder eine Zentralbank braucht und die auch nicht warenindexiert funktioniert. Technikaffine nutzen Bitcoin schon seit einigen Jahren, wenn auch eher mäßig. Bis Ende 2018 soll der Wert des Bitcoin voraussichtlich 1,2 Billionen Dollar erreichen.

Revolutionär an dieser Währung ist vor allem, wie sie Transaktionen nachverfolgt. Grundsätzlich gibt es nur Aufzeichnungen über Transaktionen zwischen verschiedenen Adressen mit Guthaben, die sich entweder erhöhen oder verringern. Jede Transaktion, die ausgeführt wurde, ist in einem riesigen öffentlichen Register (Ledger) namens Blockchain gespeichert. Die dahinter liegende Technologie hat immense Auswirkungen auf den E-Commerce. Eine Blockchain ist ein digitaler Datensatz, der eine Liste von Transaktionen ("Blöcke") speichert, die von einem kryptografischen Wert unterstützt werden. Jeder Block enthält eine Verknüpfung zum vorherigen Block, einen Zeitstempel und Daten zu den Transaktionen, die er repräsentiert. Blöcke sind unveränderlich. Einmal erstellt, können sie nicht mehr geändert werden. Dies schafft Vertrauen zwischen allen Parteien in der Blockchain. Da niemand einen Block nach seiner Erstellung ändern kann, sind alle Beteiligten sicher, dass die darin enthaltenen Daten noch lange nach ihrer Erstellung gültig sind.

Das Konzept einer Blockchain ist als solches nicht neu und existiert schon seit 1991. Blockchains, wie wir sie heute kennen, wurden von Bitcoin-Schöpfer Satoshi Nakamoto (ein Pseudonym) kreiert, und dienen als Kontobuch der Währung. Blockchains bestehen aus Proofs-of-Work, bei denen es sich um Daten handelt, die den Inhalt eines Blocks verifizieren. Proofs-of-Work werden für jeden Block inhaltsbasiert erzeugt. Sie sind nicht ganz einfach zu erstellen und extrem schwierig zu modifizieren. So garantieren sie im Wesentlichen, dass ein Block nicht dupliziert oder verändert worden ist. Durch die Blockchain funktioniert Bitcoin dezentralisiert, gewährleistet aber gleichzeitig die Integrität und Wahrhaftigkeit jeder Transaktion. Seit damals hat sich die Blockchain-Technologie weiter entwickelt, um beispielsweise medizinische Aufzeichnungen, Ereignisse, herkömmliche Finanztransaktionen und sogar Wahlergebnisse zu speichern.

Blockchains sind eine natürliche Ergänzung für den E-Commerce, da sie konzipiert wurden, um Transaktionsdaten zu speichern. Das müssen nicht zwingend Daten aus dem Finance-Bereich sein, die entsprechende Geldtransaktionen repräsentieren. Es kann sich dabei um jede individuelle Aktion handeln, die unveränderlich aufgezeichnet werden muss.

1. Alternative Zahlungsmethoden: Währungen, die Blockchain verwenden (sogenannte Krypto-Währungen), haben erstmals die moderne Blockchain-Technologie umgesetzt. Unter den Krypto-Währungen ist Bitcoin die beliebteste und weltweit akzeptiert. Heutzutage werden Krypto-Währungen häufig als Alternative zu traditionellen Währungen eingesetzt. Kunden können mit Bitcoin genauso zahlen, wie über PayPal, Stripe oder andere Dienste zur Zahlungsabwicklung. Bitcoin und andere Krypto-Währungen (zum Beispiel Ether) haben gegenüber herkömmlichen Währungen einige Vorteile von denen sowohl Kunden als auch Händler profitieren. Neben der relativ einfachen Implementierung ist das Senden oder Empfangen von Geld so einfach wie das Teilen eines QR-Codes.

2. Schnellere Transaktionen: Laut Monetha, einer mobilen Zahlungsplattform, die auf der Ethereum-Blockchain basiert, umfassen herkömmliche Zahlungsverarbeitungssysteme bis zu 16 verschiedene Schritte mit insgesamt anfallenden Gebühren von zwei bis sechs Prozent. An diesem Prozess ist eine ganze Reihe von Parteien beteiligt, vom Zahlungsabwickler bis hin zu Kreditkartenanbieter. Es leuchtet ein, dass von vereinfachten Transaktionen sowohl Händler als auch Kunden profitieren. Blockchain-Transaktionen finden innerhalb eines einzigen Netzwerks statt. Dadurch braucht man weniger Mittler (Intermediäre) oder kann sogar ganz auf sie verzichten. Transaktionsgeschwindigkeiten sind nur durch die Geschwindigkeit des Netzwerks und durch die Geschwindigkeit begrenzt, mit der neue Blöcke generiert werden. Während Bitcoin früher mit sieben Transaktionen pro Sekunde zu kämpfen hatte, versprechen Plattformen wie das Lightning-Netzwerk Millionen von Transaktionen in der gleichen Zeit.

3. Sicherere Zahlungen: Ein weiterer Vorteil für Kunden: Blockchain-basierte Währungen geben keine personenbezogenen Daten preis. Kredit- und Debitkarten wurden 2015 bei über 100 Milliarden Transaktionen im Wert von 5,72 Billionen US-Dollar eingesetzt. Allerdings wurden nur ein Jahr zuvor auch 31,8 Mio. US - Konsumenten Opfer von Kreditkartenbetrug. Bitcoin funktionieren an dieser Stelle wie Bargeld. Der Kunde muss keine sensiblen Daten wie seine Kreditkartennummer angeben. Stattdessen autorisiert der Kunde eine Überweisung von seiner persönlichen „Wallet (Geldbörse)“ an die eines Empfängers. Die Daten unterscheiden sich nur durch eine zufällig generierte eindeutige Kennung, die an die Wallet des betreffenden Nutzers gebunden ist. Blockchains funktionieren so gut für die Zahlungsverarbeitung, weil sie einen Ausgleich schaffen zwischen Geschwindigkeit, Datenschutz und Integrität. Für Kunden und Händler sind sichere Transaktionen jetzt sehr viel schneller möglich und das Betrugsrisiko deutlich geringer.

4. Bessere Auftragsabwicklung: Einer der Hauptvorteile für E-Commerce-Plattformen besteht darin, dass jeder Block in der Blockchain mit dem vorherigen Block verknüpft ist. Dies erzeugt eine sichtbare Kette von Ereignissen, die den Prozess der Auftragsabwicklung genau widerspiegelt. Man kann den Prozess auch auf andere Beteiligte ausweiten, wie z. B. den Versanddienstleister. In diesem Beispiel würde vom Versanddienstleister nach der Auslieferung ein vierter Block erzeugt werden.

Die Blockchain-Technologie schafft Vertrauen zwischen allen Beteiligten. Aufgrund der dezentralen, manipulationssicheren Natur der Blockchain kommt es weniger zu Streitigkeiten über Zahlungs- oder Bestelldetails und Reklamationen. Nur ein bis drei Prozent er weltweit durchgeführten E-Commerce-Transaktionen führen zu Streitigkeiten. Die Blockchain ist ein transparentes und öffentliches Journal aller Transaktionen. Es ist also durchaus möglich, dass diese Zahlen in Zukunft noch weiter sinken. Man geht derzeit davon aus, dass bis 2025 zehn Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) auf der Blockchain generiert werden. Finanzinstitute auf der ganzen Welt experimentieren mit Blockchain als Plattform für den Handel der Zukunft. Mastercard hat bereits eine eigene Blockchain-Technologie zur Zahlungsabwicklung eingeführt. Justin Pinkham, der die Blockchain-Initiativen von Mastercard leitet, sieht in Blockchain eine Lösung welche den Transport von Pharmazeutika, Luxusgütern und sogar Diamanten überwacht.

Autor: Ved Prakash ist Experte für IT-Vertriebs- und Distributionsmanagement. Er schreibt bei verschiedenen News-Seiten, darunter beim GlobalSign Blog.

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